Kamera, Test, Top-Story: 19.01.2018

Praxistest Panasonic EVA1: Lückenschließer?

Panasonic liefert seine neue Cine-Kamera EVA1 seit kurzem aus. S35-Sensor mit 5,7 K, EF-Mount und Dual Native ISO bei einem derzeit gängigen Nettopreis von 6.900 Euro, machen die Kamera für viele Anwender interessant. film-tv-video.de hat sie ausprobiert.

Ausstattung
Sensor, Auflösungen

Panasonic hat für die EVA1 einen neuen S35-Sensor mit 5,7K nativer Auflösung entwickelt. Er bietet 17,25 Megapixel in einem Raster von 5.720 x 3.016 Bildpunkten. Je nachdem, in welcher Auflösung man schlussendlich dreht, wird das Bild jeweils entsprechend heruntergerechnet.

Kamera, Panasonic EVA1, Menü
Diverse Raster und Bildraten sind bei der Panasonic EVA1 einstellbar.

Kamera, Panasonic EVA1, Menü
Der Sensor der Panasonic EVA1 bietet 5,7K native Auflösung und 17,25 Megapixel. Wie er ausgelesen wird, kann man einstellen.

Die Kamera zeichnet auf Wunsch zwar auch in AVCHD auf, aber üblicherweise wird man mit der EVA1 wohl eher MOVs speichern. Das geht auf SD-Karten in den beiden Slots der Kamera in ganz unterschiedlichen Rastern und Auflösungen.

Kamera, Panasonic EVA1, Menü
Die Panasonic EVA1 bringt diverse Codecs mit.

Wer 4K oder UHD aufzeichnen will, kann dies aktuell im Long-GOP-Modus mit 150 Mbps bei 10 Bit und 4:2:2 tun. Als mögliche Framerate stehen dann 29.97p, 25p, 24p und 23.98p zur Verfügung. 50p und 10 Bit gibt es erst ab 2K-Auflösung. Bei 8 Bit ist die Varianz natürlich größer.

Kamera, Panasonic EVA1, Menü
Die ISO-Einstellungen kann bei der Panasonic EVA1 auf die beiden nativen Werte beschränkt werden.

Dual Native ISO

Ein Feature, das Panasonic unter anderem bei den Varicam-Kameras integriert hat, ist Dual Native ISO. So bezeichnet Panasonic ein besonderes Verfahren beim Auslesen des Sensors, das ähnliche Bildqualität bei zwei verschiedenen Grundempfindlichkeitsstufen ermöglicht: Die EVA1 kann man wahlweise mit ISO 800 oder 2500 nutzen.

Kamera, Panasonic EVA1, Menü
Die einstellbaren Raster im Überblick.

Das Tolle daran: Man kann die Kamera von normaler auf höhere Empfindlichkeit umschalten, ohne dass erhöhtes Rauschen oder Farbveränderungen auftreten. Das erweitert die Flexibilität beim Dreh enorm und sorgt dafür, dass man auch bei wenig Licht noch gute Bilder mit geringem Rauschen und ähnlicher Schärfentiefe erzeugen und speichern kann. Material beider ISO-Stufen kann im Schnitt problemlos kombiniert werden. Das ist ein echtes Plus der Kamera — auch deshalb, weil die Kamera auch bei schwachem Licht noch schöne Farben erfasst.

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Panasonic liefert die EVA1 mit einem EF-Mount, aber ohne Objektiv aus.

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Seite 7: Autofokus, Gehäuse, Audio, Ausgänge, Laufzeit
Seite 8: Bild, Fazit, Kommentar

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