CES, Kamera, Video: 06.01.2020

Panasonic zeigt drei neue 4K-Camcorder

Panasonic präsentiert drei neue, kompakte 4K-Camcorder: die X1500, die X2000 und die CX10. Sie haben zwar ähnliche Eckdaten, sind aber unterschiedlich ausgestattet. Alle beherrschen 4K, bieten ein 25mm-Weitwinkel-Objektiv und ein optisches 24fach-Zoom.


Während die HC-X1500 eher für den Event- und Reisebereich gedacht ist und keinen Top Handle bietet (dieser ist optional zu erwerben, alle Anschlüsse dafür besitzt die Kamera), sind die Top Modelle X2000 und AG-CX10 mit eben diesem ausgestattet.

X2000 und X1500 im Direktvergleich.

Die HC-X2000 unterscheidet sich von der X1500 durch ihren 3G-SDI-Anschluss und den Haltegriff. 

Die Profiversion CX10 besitzt neben dem Haltegriff zusätzlich eine NDI/ HX-Schnittstelle und soll dank zukünftiger Firmware-Updates auch den AVC-Intra 100 Codec bieten. Weiter wird die CX10 mit einem Ethernetanschluss bestückt sein und soll zudem Micro-USB und USB Host Type A bieten.

Alle drei Kameras sind sehr kompakt gebaut, sie richten sich besonders an Einmann-Crews im Sport- und Videojournalismus.

Tamar Stern stellten die neuen Panasonic-4K-Camcorder im Video vor.

Überblick

Die Kameras sind mit der Venus Engine und einem 1:2,5-Zoll-Sensor ausgestattet. Sie zeichnen in 4K (UHD) mit bis zu 60P mit 200Mbps 4:2:0 10 Bit im HEVC-Codec auf. Bei bis zu 30P sind Aufnahmen in UHD mit 150Mbps in 4:2:2 10 Bit möglich, in HD zusätzlich in 50P All-I. Auf einen optischen Tiefpassfilter hat Panasonic verzichtet.

Die neuen Camcorder sind für Allrounder konzipiert, die alleine drehen.

Es gibt acht verschiedene Gamma-Modi. Unter anderem bieten die Camcorder auch die bekannten Cinelike V und D, »based on VariCam know-how«. Erwähnenswert ist hier die 16-Achsen Farbkorrektur, bei der sich einzelne Farbtöne verschieben und in ihrer Sättigung anpassen lassen.

Alle Kameras sind mit einem ein 25mm-Objektiv mit 24-fach Zoom und einer Anfangsöffnung von f1,8 ausgestattet. Die zuschaltbaren ND-Filter sind in den Abstufungen 0, 1/4, 1/16, 1/64 vorhanden.

Das Bild wird in 5-Achsen stabilisiert, hier handelt es sich um einen Hybrid aus Stabilisierung im Objektiv und einer elektronischen in der Kamera. Neu sind die Kugeln statt Stäbchen im Linsensystem zur Stabilisierung. Dadurch sollen Mikroruckler noch besser eliminiert werden. 

Der Stabilisator des 24x Zooms überzeugte schon während der Vorstellung der Camcorder beim Kurztest. Auch der Autofokus arbeitete zuverlässig und schnell und ließ sich durch sich bewegende Objekte nicht so schnell aus der Ruhe bringen.

Für die Bildbeurteilung steht wahlweise ein 3,5 Zoll-Display oder ein Farbsucher zur Verfügung.

Die Kameragriffe (bei der X1500 optional erhältlich) beinhalten eine Audio-Unit, die Lumix-Besitzern optisch bekannt vorkommen könnte. Sie beinhaltet zwei XLR-Eingänge und bietet 48V Phantom und Mic/ Line Einstellungen. Beide Kanäle lassen sich einzeln pegeln.

In den Haltegriff ist ein Kopflicht eingebaut.

Zusätzlich hat der Griff ein Kopflicht, das sich in der Helligkeit regeln lässt und mit 70 LUX auch brauchbar ist. Des weiteren befindet sich am Griff eine weitere Zoom-Wippe.

Dank der zwei eingebauten SD-Kartenslots lassen sich alle möglichen Aufnahmevarianten realisieren. Unter anderem kann eine Karte durchgehend aufnehmen, während die andere nur die Takes beim Drücken des Rec-Knopfes aufnimmt.

Das Akkufach ist ziemlich intelligent platziert, der Akku steht nirgends hervor. Auch hier sieht man, dass die Kamera für kompaktes und schnelles Drehen konzipiert ist. Alte X1000-Akkus können weiterverwendet werden.

Durch integrierte aktive Kühler, die Strom sparen helfen, soll hier eine Akkulaufzeit von rund vier Stunden erreicht werden. Separat ist ein Doppelladegerät erhältlich.

Über eine kostenlose App lässt sich die Kamera auch via Smartphone oder Tablet fernsteuern. Hier können unter anderem Zoom/Fokus/Blende, Bildeinstellungen und die User Buttons eingestellt werden. Zeitgemäß bieten die Kameras auch eine Livestreamingfunktion für Youtube und Facebook.

Die CX10 lässt sich wie bereits erwähnt über NDI in eine Liveproduktion einbinden.

Die neuen Camcorder sind vergleichsweise kompakt.

Interessant ist die Funktion des Shockless White Balance. Es gibt ja schon Funktionen, die einen weichen Übergang von einem zum anderen Blendenwert ermöglichen. Ähnlich ist diese Funktion für den Weißabgleich. Gehe ich von Kunstlicht hinaus ins Tageslicht, sollte die Farbtemperatur also relativ unbemerkt wechseln.

Auch Kleinigkeiten wie beispielsweise eine Kabelzugentlastung an der Handschlaufe sollen nicht unerwähnt bleiben, ebenso die False Band Correction, die Blitzlicht aus den Aufnahmen bereits kameraintern heraus rechnet.

Beim Infrarotmodus wird der IR Cut Filter abgestellt, und man kann eine dunkle Szene mit Infrarotlicht ausleuchten. Das Bild kann dann wahlweise im IR typischen Grün oder Schwarz/Weiß dargestellt werden.

Die Kameras sollen im März verfügbar sein, und Preise gibt es auch schon:

  • X1500: 1.500 Euro (optionaler Griff: 299 Euro)
  • X2000: 2.199 Euro
  • CX10: 2.599 Euro
Eckdaten CX10
  • Branchenweit kleinster und leichtester 4K 50p/60p Camcorder mit abnehmbarem Griff und LED-Licht
  • Integriertes Leica-Objektiv mit 25-mm-Weitwinkel, optischem 24-fach-Zoom und präziser Gesichtserkennung
  • 4K 4:2:2 10Bit HDMI-Ausgang für hochwertige externe Aufnahmen
  • Effizienter HEVC-Codec für 4K 50p/60p Aufnahme
  • AVC Ultra-Codecs für HD-Aufnahmen im konventionellen P2 MXF-Dateiformat
Autor
Sas Kaykha
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