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Adobe Premiere mit Color Mode, Neues für AE, Firefly und Frame.io

Adobe präsentiert Color Mode für Premiere, Object Matte für After Effects, neue KI-Funktionen für den Firefly Editor und weitere Tools für Frame.io.

©Adobe ScreenshotAdobe präsentiert zur NAB Show ein großes Paket an Neuerungen: Premiere Pro bekommt ein grundlegend überarbeitetes Color-Grading-System und zahlreiche Workflow-Verbesserungen, After Effects erhält KI-gestütztes Rotoscoping, Firefly wächst auf über 30 Videogenerierungsmodelle – und Frame.io wird zur zentralen Cloud-Arbeitsplattform für verteilte Teams.

Premiere Pro: Color Mode

©Adob ScreenshotColor Mode in Premiere Beta ist kein Feature-Update – es ist ein Neustart des Color Gradings, drei Jahre in der Entwicklung und erstmals wirklich für Editoren gebaut.

Adobe bricht mit einer jahrzehntealten Branchenrealität: Wer als Editor professionelles Color Grading wollte, musste entweder mit den limitierten Bordmitteln seines NLE kämpfen oder spezialisierte Color-Gradient-Tools erlernen, die nicht für Editoren konzipiert wurden. Mit Color Mode, ab 15. April in der Premiere Beta verfügbar, soll damit Schluss sein.

©Adob Screenshot

Color Mode ist kein Panel und kein Reiter – es ist eine vollständige Neuarchitektur des Grading-Workflows innerhalb von Premiere. Das Interface stellt den großen Program Monitor ins Zentrum, flankiert von einem vertikalen Clip-Grid, das alle Clips einer Sequence gleichzeitig im Blick behält.

Kernstück sind die bidirektionalen Color Control-Elemente: Jedes Werkzeug reagiert auf zwei Achsen gleichzeitig und gibt dabei in Echtzeit visuelles Feedback über Scopes, numerische Werte und animierte Overlays.

©Adob ScreenshotAnders als bei LUTs gibt editierbare Sammlungen vorbereiteter Farbeffekte (Styles & Modules), die authentische Film-Emulationen ermöglichen – darunter über 90 verschiedene Filmstocks in Echtzeit. Dazu kommt ein Konzept zum Kopieren und Verteilen eines Color Gradings über die gesamte Timeline (Operations). Es gibt zudem auch benennbare Custom Groups für komplexe Sequenzen.

Color Mode entstand in drei Jahren Entwicklung, begleitet von der größten Beta der Premiere-Geschichte sowie NDA-Summits auf drei Kontinenten mit hunderten aktiven Editoren, erläutert Jason Druss von Adobe. Konzipiert und architektonisch verantwortet wurde das System von Alexis Van Hurkman, Produktmanager und Colorwissenschaftler mit langjähriger Branchenerfahrung.

Color Mode ist ab sofort in Premiere Beta verfügbar.

©Adob Screenshot

26.2-Update

Premiere 26.2 bringt darüber hinaus neue Film-Impact-Effekte und Transitions, einen verbesserten Object-Mask-Workflow mit wählbaren Kantenmodi sowie ein durchsuchbares Sequence-Index-Panel. Auch das Relinken offline gegangener Medien wurde deutlich verbessert.

©Adobe ScreenshotAfter Effects 26.2: Object Matte kommt

After Effects 26.2 bringt das Object Matte – eine vollständige Suite KI-gestützter Rotoscoping-Werkzeuge, die direkt auf der Hover-and-Click-Technologie des Premiere-Objekt-Masks aufbaut, aber deutlich tiefer geht. Zum Paket gehören Quick Selection Brush, Refine Edge Tool und präzises Tracking einzelner Haarsträhnen. Auch schwierige Fälle wie schnelle Bewegungen, atmosphärische Verdeckung und komplexe Hintergründe sollen damit beherrschbar werden. Das Feature ist ab sofort verfügbar.

©Adobe

Der Video Editor in Firelfly …

Firefly Video Editor: Audio, Stock und neue Modelle

Der Firefly Video Editor erhält Audio-Upgrades inklusive Enhanced Speech sowie eine direkte Adobe-Stock-Integration mit Zugriff auf über 800 Millionen lizenzierte Assets. Das KI-Feature Quick Cut erstellt aus Rohmaterial per Prompt-Eingabe automatisch einen strukturierten Erstentwurf.

©Adobe

… erhält u.a. Enhanced Speech.

Neu im Firefly-Modell: Kling 3.0 und Kling 3.0 Omni, die das bisherige Angebot von über 30 Partnermodellen erweitern, darunter Veo 3.1 und Runway Gen 4.5.

Kling 3.0 ist auf Geschwindigkeit und Audio-visuellen Sync ausgelegt, Kling 3.0 Omni bietet darüber hinaus konsistente Charaktere, Kamerawinkel und Bewegungsabläufe über mehrere Shots hinweg – ein zentrales Problem bisheriger KI-Videogenerierung.

Frame.io Drive: Cloud-Storage wie ein lokales Laufwerk
©Adobe

Frame.io-Projekte können ab sofort direkt als Netzlaufwerk in macOS Finder oder Windows Explorer eingebunden werden.

Frame.io Drive ist eine neue Desktop-Applikation, die Frame.io-Projekte als gemountetes Laufwerk in Finder oder Explorer einbindet. Footage öffnet sich direkt in Premiere, Photoshop oder After Effects – ohne Download, ohne Sync, ohne Wartezeit.

Technische Basis ist das neue Frame.io Mounted Storage: Media wird on-demand gestreamt, lokales Caching sorgt für performante Wiedergabe auch bei hochauflösendem Material. Das Prinzip ähnelt Video-Streaming – nur der tatsächlich benötigte Datenstrom wird übertragen.

Für verteilte Teams bedeutet das: Alle mounten dasselbe Projekt und arbeiten von derselben Quelle.

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