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IBC2011-Trend: Second Screen als wachsendes Thema

Zuschauer, die parallel zum Fernseher ein weiteres Gerät nutzen – einen Laptop, ein Tablet oder ein Smartphone – sind die Zielgruppe von Second-Screen-Applikationen. Mit diesem Thema befassen sich die Brodacast-Hersteller in wachsendem Maß, so etwa – neben etlichen anderen – auch EVS und Snell.

Second Screen, ist das bei den Endkunden, den Zuschauern überhaupt ein großes Thema? Viele bezweifeln das, aber Johann Schreurs von EVS hat ein Beispiel in petto, das die Position der Zweifler ins Wanken bringen kann: Bei der Verleihung der MTV Video Music Awards in den USA im August 2011 gab die Sängerin Beyonce Knowles bekannt, dass sie schwanger sei. Unmittelbar darauf gab es einen neuen Rekord bei Twitter: 8.868 Tweets pro Sekunde wurden dazu versendet. Die Zuschauerzahl der TV-Übertragung der MTV Video Music Awards lag bei 12,4 Millionen. Verrechnet man diese Zahlen miteinander, ergibt sich, dass in der Spitze 4,5 % der Zuschauer innerhalb von 60 Sekunden zu diesem TV-Ereignis getwittert haben, führte Johann Schreurs in seiner Präsentation aus. Und das ist nur Twitter, aber es gibt ja auch noch Facebook, Google+, sowie zahllose Foren und Chats, in denen mit Sicherheit ebenfalls zahllose Nutzer direkt auf das TV-Ereignis reagierten und sich mit Posts und Kommentaren verewigten: Wer also das Thema Second Screen kleinreden will, der steht zumindest in Bezug auf jüngere TV-Zuschauer auf verlorenem Posten.

Spannend ist auch, wie sich EVS dem Thema nähert: Als neuen Teil seiner »Sports360«-Produktlinie hat EVS das Produkt C-Cast entwickelt. Dabei wird Live-Content auf Smartphones und Tablets gestreamt und gleichzeitig hat der Endkunde dabei die Möglichkeit, selbst Zeitlupenwiederholungen aus verschiedenen Kamerapositionen abzurufen, jederzeit nochmal die Highlights zu sehen und zu wiederholen. Klingt verrückt, funktioniert aber. Dazu werden die von EVS-Servern gespeicherten Feeds automatisiert für die Second-Screen-Distribution aufbereitet und stehen dem Zuschauer dann innerhalb einer übersichtlichen Browser-Oberfläche zur Verfügung.

Snell geht das Thema so an: Das Morpheus-System kann — vereinfacht gesagt — Metadaten in den Playlists verwalten und auf der Basis dieser Metadaten lassen sich auf die Second Screens automatisiert und synchron zum TV-Programm bestimmte Informationen ausgeben. Morpheus sorgt dabei dafür, dass beide Kommunikationskanäle synchron beschickt werden.

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Autor: red

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