Audio, Mischer, NAB2019, Recording: 09.04.2019

NAB2019: Sound Devices stellt Scorpio vor

Der neue Scorpio von Sound Devices ist ein tragbarer 32-Kanal- und 36-Spur-Audio-Mischer mit eingebautem Recorder.

Scorpio, Sound Devices, NAB2019
Ein neuer Audio-Mischer/Recorder der Extraklasse ist der Scorpio von Sound Devices: 32 Kanäle, 16 Mikrofoneingänge und 36 Spuren.

Sound Devices zeigte während der NAB2019 den Scorpio, einen neuen, tragbaren  32-Kanal- und 36-Spur-Audiomischer mit eingebautem Recorder. Zahlreiche Ausstattungsmerkmale machen das neue Gerät zu einem High-End-Tool für Mischtonmeister, das sich derzeit noch in der finalen Testphase befindet und nach Herstellerangaben ab dem zweiten Quartal 2019 ausgeliefert werden soll.

Scorpio, Sound Devices, NAB2019
Der Scorpio aam NAB2019-Stand, hier hinter, oberhalb einer Icon-Konsole aufgebaut.

Dank seiner kompakten Bauweise — der Scorpio ist ungefähr gleich groß wie der 688 von Sound Devices — kann auch der neue Mischer/Recorder sowohl in einer Schultertasche (beispielsweise in der CS-88) untergebracht oder in einem mobilen Rig montiert werden.

Mit 16 Mikrofon/Line-Vorverstärkern, 32 Dante-Kanälen In und Out, AES In und Out, 12 analogen Ausgängen und mehreren Kopfhörerausgängen ist der Scorpio für zahlreiche Produktionsszenarien gut gerüstet.

Scorpio, Sound Devices, NAB2019
Front-Panel des Scorpio.
NAB2019, © Nonkonform
Während der NAB2019 wird der Scorpio gezeigt, lieferbar soll er ab dem zweiten Quartal 2019 sein.

Die internen Matrixmenüs ermöglichen es dem Tonmeister, jeden Eingang auf jeden Kanal, Bus oder Ausgang zu routen, bis zu 12 Busse können individuell gemischt werden. Das Herzstück des Scorpio ist eine leistungsstarke, moderne Engine, die aus drei FPGA-Schaltkreisen und sechs ARM-Prozessoren besteht, die genügend Leistung für hochkomplexe Aufgaben bereitstellen. Die FPGA-basierte Audioverarbeitung trägt nach Angaben der Entwickler zu einer hohen Klangqualität und Zuverlässigkeit bei. Auch den Mikrofonvorverstärker-Schaltungen hat Sound Devices viel Aufmerksamkeit in der Entwicklung gewidmet, so soll der Klang nun noch weicher sein und das  Rauschen geringer als bei allen bisherigen Vorverstärkern in der 20-jährigen Geschichte von Sound Devices. Die Vorverstärker beinhalten auch analoge Limiter, Hochpassfilter, Delay, 3-Band-EQ und Phantomspeisung.

Der Recorderteil des Scorpio verfügt über eine interne 256-GB-SSD und bietet zusätzlich die Möglichkeit, auf zwei SD-Karten gleichzeitig aufzunehmen, um hier Redundanz zu gewährleisten.

Bei den meisten Audiorecordern kann ein einzelnes File nur 4 GB groß sein. Auch hier geht der Scorpio neue Wege: er unterstützt das ExFAT-Filesystem und RF64 WAV (64-bit) Files. Das erlaubt Filegrößen bis zu 16 EB (ExaBytes), das heißt, es ist möglich, die komplette eingebaute 256GB-SSD-Platte mit nur einem File zu beschreiben.

Scorpio, Sound Devices, NAB2019
Zwei L-Mount-Akkus, die in Reihe geschaltet sind und am Scorpio auch aufgeladen werden können, versorgen das Gerät mit Strom. Die zwei DC-Eingänge sind als TA4-Anschlüsse ausgelegt.

Die Stromversorgung kommt entweder aus zwei L-Mount-Akkus, die in Reihe geschaltet sind und so eine lange Laufzeit ermöglichen und beide auch am Scorpio geladen werden können, oder über zwei DC-Eingänge (TA4-Anschlüsse).

Auf die Frage, ob der Scorpio schwer zu bedienen sei, antwortet der Hersteller, dass er sich für Benutzer, die mit dem 633, 664 oder 688 von Sound Devices vertraut sind, sehr ähnlich anfühlen wird. Der Aufbau der Menüs und die Bedingung seien sehr ähnlich. Da das Gerät aber deutlich mehr Features bietet, ist sicher eine gewisse Einarbeitungszeit erforderlich. Mit Hilfe einer kostenlos erhältlichen Android-App lässt sich der Scorpio auch von einem Tablet aus steuern.


Firmenvideo von Sound Devices.

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