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Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Pro und Pyxis 6K im Vertical Drama

Für die vertikale Piratenserie »Beneath Crimson Sails« setzte Thunder Child Productions auf die Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Pro und die Pyxis 6K.

©Blackmagic DesignDie vertikale Piratenserie »Beneath Crimson Sails« von Thunder Child Productions demonstriert, wie kompakte Kameratechnik und ein durchgängiger Raw-Workflow ein Indie-Projekt mit remote Drehorten und straffem Zeitplan tragen. DP Grace Loeppky und 2nd-Unit-Kameramann Rob Hunt drehten mit der Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Pro und der Blackmagic Pyxis 6K, aufgezeichnet in Blackmagic Raw.

©Blackmagic DesignFür Grace Loeppky, DP der Serie, ist die Pocket Cinema Camera 6K Pro in Kombination mit DZO-Pictor-Zoomobjektiven bereits seit Jahren Standardausrüstung. Ausschlaggebend waren dabei vor allem die internen ND-Filter, die den Workflow am Set spürbar beschleunigten, sowie die Color Science der Kamera, die in der Postproduktion für überzeugende Hauttöne sorgte. Für Drehorte in der Wildnis British Columbias, die teils nur nach einem 45-minütigen Fußmarsch erreichbar waren, gab zudem die geringe Größe und das niedrige Gewicht des Kamerapakets den Ausschlag.

Die Pyxis 6K kam bevorzugt auf Steadicam-Rigs zum Einsatz, wo ihre kompakte Bauform die Balance während der Bewegung erleichterte. Rob Hunt, unter anderem für die Produktionstechnik der Serie verantwortlich, sieht in der Größe und Flexibilität Potenzial über dieses Projekt hinaus: Für künftige Vertical-Produktionen will er die Kamera gezielt dort einsetzen, wo Rigging-Flexibilität gefragt ist.

Bildgestaltung Vertical Drama

Bei den Dreharbeiten zu ihrem ersten vertikalen Projekt stellte Grace Loeppky fest, dass die Bildkomposition für das 9:16-Format ein ganz anderes Gespür erfordert. »Die Bildgestaltung im Hochformat unterscheidet sich stark vom Querformat. Es wird mehr Kopfraum benötigt«, sagte sie. »Ich musste das 50/50-Verhältnis aus meinem Kopf verbannen. Es war nicht leicht, eine Zweiereinstellung mit gutem Look-and-feel zu erstellen.«

Postproduktion

Blackmagic Raw erwies sich als zentraler Baustein für die schnelle Produktionsweise: Die hohe Auflösung der Files gab dem Schnitt-Team erheblichen Spielraum beim Reframing, bei nachträglich erzeugten Kamerabewegungen, Zooms, Pans und Smash Cuts – ein wesentlicher Vorteil für ein Format, das überwiegend auf Smartphone-Bildschirmen konsumiert wird. Editor Brian Clement und Co-Editor David Titus schnitten das Projekt komplett in DaVinci Resolve Studio, sodass der Wechsel zur Farbkorrektur ohne einen zusätzlichen Konformierungsschritt erfolgen konnte.

©Blackmagic DesignFür Coloristin Phoebe Titus war es das erste Grading-Projekt im Vertikalformat. Die spiegelverkehrte Anordnung von Viewer, Node-Baum und OFX-Position in Resolves vertikaler Oberfläche erforderte zunächst Eingewöhnung, erwies sich für sie aber letztlich als Erleichterung: Der Blick richtete sich stärker auf Bild und Scopes, weniger auf den Node-Baum. Da die Serie primär auf kleinen Bildschirmen läuft, verstärkte sie Kontrast und Helligkeit deutlicher als bei horizontalen Projekten üblich und arbeitete mit einer ausgeprägteren S-Kurve.

©Blackmagic DesignDie Coloristin kommt aus dem Bereich der bildenden Kunst zum Colorgrading, nicht aus der Kinematografie. Aus ihrer Perspektive passte der vertikale Bildausschnitt als natürliche Erweiterung. »Ich hab nie verstanden, warum die Leute aus der Filmbranche so wild auf das Breitbildformat waren«, sagte Titus. »Andere Seitenverhältnisse können genauso schön und ebenso effektiv sein. Dank der Digitaltechnik haben wir heute nicht mehr die Einschränkungen von Analogfilm.«

Die durchgehende Nutzung von DaVinci Resolve Studio für Schnitt, Grading und Finishing sorgte laut Phoebe Titus für einen stabilen Postproduktionsprozess ohne Datenverlust durch Programmabstürze – ein Aspekt, den sie nach über zehn Jahren Arbeit mit der Software besonders schätzt.

»Beneath Crimson Sails« ist auf MuVpix verfügbar.

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