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Blackmagic-Workflow für Radklassiker live auf France.tv
Ein 15-köpfiges Team deckte mit dem Ü-Wagen die mehr als 180 Kilometer lange Strecke des UCI-Rennens ab, das auf eine über hundertjährige Geschichte zurückblickt. Für die Aufzeichnung waren Ursa-Broadcast-G2-Kameras und PTZ-Kameras zum Einsatz, die Regie übernahm ein Atem Constellation 8K, geroutet über einen Blackmagic Videohub 80×80 12G. Für Near-live-Schnitt und Replays war Blackmagic Replay im Einsatz.
Ursa auf dem Motorrad
Zwei Motorradpositionen begleiteten das Feld durchgehend, jeweils mit einer Ursa Broadcast G2 und stabilisiertem Canon-B4-Objektiv auf einem umgebauten BMW-Motorrad. »Die Kameraoperator haben sich die Ursa Broadcast selbst ausgesucht«, so Fournier. »Ihnen gefiel die Handhabung auf dem Motorrad, und nachdem sie einmal damit gearbeitet hatten, wollten sie nicht mehr zurück. Über einen SDI-Rückkanal können wir die Kameras zudem per RCP über 4G aus dem Ü-Wagen fernsteuern – die Operatoren konzentrieren sich so vollständig auf Framing und Rennverlauf.« Die Live-Signale übertrug Aviwest per Safe-Streams-Transport-Protokoll an einen StreamHub-Server im Van.
Atem im Sprinter
Im Sprinter schaltete das Atem Constellation 8K zwischen neun gleichzeitigen Quellen über vier M/E-Bänke, darunter Hubschrauber- und Kranaufnahmen, vier PTZ-Kameras für die letzten 500 Meter und das Podium sowie Live-Inserts eines France-3-Reporters vor Ort.
Das Replay-System lief auf einer einzelnen Apple-M4-Workstation, angebunden über einen Blackmagic Media Player 10G. Acht HyperDeck Studio HD Plus zeichneten die eingehenden Feeds als wachsende Dateien auf, auf die DaVinci Resolve bereits während der laufenden Aufnahme zugreifen konnte, um Zeitlupen und Highlights vorzubereiten. Der Media Player 10G spielte das fertige Material anschließend zurück ins Atem. »Ein Operator übernimmt die Zeitlupen, baut die Zielhighlights und spielt während der Übertragung rund 15 vorproduzierte Clips ab – Arbeit, die sonst auf drei Rollen verteilt wäre«, so Fournier.
Live-Bilder aus der Luft
Für durchgehende Live-Bilder sorgte mehrschichtige Konnektivität: Ein Hubschrauber empfing die Motorradsignale aus der Luft und überbrückte damit Ausfälle der Bodenverbindungen.
»Starlink war mit unseren Aviwest-4G-Modems gebündelt, während Blackmagic Replay bei kurzzeitig fehlenden Live-Bildern frühere Rennhighlights einspielte«, so Fournier. »Echtzeit-GPS-Daten des Anbieters Octale wurden über den Downstream-Keyer des Atem ins Sendebild eingeblendet und zeigten während der gesamten Übertragung Fahrergeschwindigkeiten, Zeitabstände und Restkilometer.«
Die Partnerschaft mit France Télévisions wurde bis 2027 verlängert.










