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Globo startet DTV+ in Brasilien
Free-to-air-Fernsehen bleibt in Brasilien die meistgenutzte Videoplattform mit einem Attention-Share von 64,4 Prozent. Gleichzeitig ist die Internetnutzung über TV-Geräte in den vergangenen Jahren von 13 auf 60 Prozent der Haushalte gestiegen, während Werbebudgets zunehmend in Richtung Connected TV abwandern. Globo begegnet dieser Entwicklung mit DTV+, der lokal angepassten Next-Gen-TV-Variante auf Basis von ATSC 3.0.
Vorteile von DTV+
Für Zuschauer entsteht damit ein durchgehend aktiver Dienst, der lineares Programm mit einem persistenten App-Einstiegspunkt auf dem TV-Homescreen verbindet. Möglich werden Live-Statistiken, Umfragen, Instant Replays bei Sportübertragungen sowie T-Commerce- und Social-TV-Overlays. Angemeldete Nutzung liefert Globo zudem einen First-Party-Datenlayer für personalisierte Empfehlungen, regionale Angebote und geräteübergreifende Kontinuität – die Basis für Hyper-Segmentierung und die Anbindung an Globoplay. Dynamic Ad Insertion erlaubt zielgerichtete, adressierbare Werbung selbst innerhalb des Broadcast-Signals.

Bis 2030 soll DTV+ in den 15 größten Städten Brasiliens 36 Prozent der Bevölkerung erreichen und als Blueprint für weitere Märkte in Amerika dienen.
Rechtlich abgesichert ist DTV+ durch das brasilianische Kommunikationsministerium, das 2025 den technischen Vorschlag des Fórum SBTVD nach fünfjähriger Test- und Entwicklungsphase als TV 3.0 festschrieb. Die Regulierungsbehörde ANATEL hat zudem 2026 Anpassungen des Frequenzplans zur öffentlichen Konsultation gestellt, einschließlich der Nutzung des 300-MHz-Bands für TV 3.0.
Zeitplan
Der Marktstart erfolgte zeitgleich mit der Fußball-Weltmeisterschaft in São Paulo, Rio de Janeiro und Brasília und erreicht dort 80, 65 beziehungsweise 40 Prozent der Haushalte. Mehr als zwanzig Chiphersteller und Gerätebauer haben ihre Referenzdesigns auf DTV+ ausgelegt, darunter Realtek, Amlogic und MediaTek auf Chipseite sowie Sony, Samsung, Hisense, Skyworth, GIEC, ZTE, Hengli Jiuzhou und SEI Robotics bei den TV-Geräten. Zum Start stehen 7.500 Set-Top-Boxen bereit, unterstützt von lokalen Antennenherstellern wie Aeromax, Antop, Aquario und Intelbras für den Innenempfang.










