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Media DVX: Commercial-Überspielung als Dienstleistung

Die Firma Media DVX aus den USA wickelt die elektronische Übertragung von Werbespots zwischen Kopierbetrieben und Sendern ab. Komplett und ohne Equipment-Kosten für die Nutzer.

Wie kommen die Werbespots zum Sender? Bislang wird dafür meistens ein Master zu einem Kopierbetrieb geschickt, dort werden dann die Kopien gezogen und diese per Kurierdienst an die Sender verschickt. Beim Sender wird der Spot dann entweder in eine Cart-Maschine oder in einen Server überspielt, also noch einmal umkopiert. Dieser Ablauf ist eigentlich nicht mehr zeitgemäß, erfordert unnötige Arbeitsschritte und kostet somit mehr Zeit und Geld als nötig.

Das fanden auch die Gründer der Firma Media DVX. Sie haben deshalb eine neue Methode entwickelt, die diesen Ablauf beschleunigt und vereinfacht. Die Werbespots werden dabei via Satellit bis direkt in den Spot-Server des Senders übertragen, wenn die Installation des Senders das zulässt. Auf der Empfängerseite läuft dieser Vorgang vollautomatisch ab, es muss also kein Operator für das System bereitgestellt werden. Bezahlt wird pro Übertragung, das komplette dafür notwendige Equipment (Computer, Sende- und Empfangsboards, Festplatten und Satellitenschüssel) stellt Media DVX zur Verfügung, die komplette Abwicklung der Übertragung übernimmt ebenfalls Media DVX.

Im optimalen Fall läuft das Ganze so ab: Die Sende-Installation steht typischerweise bei einem Kopierbetrieb. In den USA gibt es nach Firmenangaben von Media DVX schon zahlreiche sendebereite Installationen. Der Kopierbetrieb bekommt das Master eines Werbespots und spielt es in einen zum System gehörenden Profile-Diskrecorder aus dem Haus Grass Valley. Dabei wird er Spot in MPEG-2 oder M-JPEG-Files umgewandelt. Per Fibre-Channel werden diese Daten zum Sende-Computer überspielt, der das ganze via Satellit verschickt.

Über eine Internet-Verbindung kontrolliert und koordiniert Media DVX diesen Vorgang. Via Internet wird auch das Equipment auf der Empfängerseite gesteuert.

Dort stehen Geräte, die auf die Bedürfnisse des jeweiligen Senders abgestimmt sind: Wer will, und über einen Profile-Diskrecorder verfügt, kann sich die Spots vom Empfangsrechner aus direkt per Fibre Channel in den Profile-Server spielen lassen. Wer lieber ein SDI- oder PAL/NTSC-Videosignal vom Empfangsrechner erhalten will, kann alternativ auch das bekommen. Media DVX verspricht, dass sich das angelieferte Equipment in viele Automations- und Sendeablauf-Systeme integrieren lässt.

Sender und Empfänger erhalten automatisch nach jeder erfolgten Übertragung eine Bestätigung. Media DVX garantiert die Übertragung bis zum gewünschten Zeitpunkt, gegen Aufpreis kann der auch innerhalb der kommenden vier Stunden oder innerhalb der kommenden Stunde liegen.

Autor: red

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