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Weitere Konzentration im deutschen TV-Produktionsmarkt

Die Odeon Film AG mit Sitz in Geiselgasteig hat zum Jahresbeginn 2004 die Berliner Novafilm übernommen. Odeon wiederum gehört mehrheitlich der Bavaria Film GmbH.

Die Produktionsfirma Odeon Film AG gab bekannt, dass sie die Novafilm Fernsehproduktion Otto Meissner KG mit Sitz in Berlin, zum 01.01.2004 erworben hat. Zur Novafilm-Gruppe gehört neben der Novafilm selbst auch deren früheres Tochterunternehmen Terranova.

Novafilm produziert nach eigenen Angaben im Auftrag deutscher Fernsehsender »bis zu 100 Stunden Programm im Jahr«. Darunter befinden sich Serien wie »Unser Lehrer Dr. Specht«, »Ich heirate eine Familie«, »Ein Bayer auf Rügen« und »Liebling Kreuzberg«. Auch TV-Movies produziert Novafilm.

Die zur Novafilm gehörende Terranova hat seit 1985 »drei Serien mit insgesamt über 200 Folgen hergestellt«. Am populärsten sind davon »Der Landarzt« – ein ZDF-Dauerbrenner und »Für alle Fälle Stefanie« bei Sat.1.

»Die Novafilm ergänzt das TV-Produktionsspektrum der Odeon Film in hervorragender Weise«, wird Hans Joachim Mendig, Vorstandsvorsitzender der Odeon Film, in einer Pressemeldung seines Unternehmens zitiert. Das stimmt sicher, wenn man den Portfolio seines Unternehmens betrachtet: »Die Kommissarin«, »Ein Fall für zwei«, »Wolffs Revier«, »Der Ermittler« und »SK Kölsch« geben hier eine gewisse Richtung vor, zu der die Terranova-Krimi-Produktion »Der letzte Zeuge« natürlich besonders gut passt.

In »Landarzt« und »Stefanie« sieht man bei Odeon aber eine schöne Ergänzung im Bereich Family Entertainment: »Der Umsatz der Odeon Film wird damit im Geschäftsjahr 2004 deutlich ansteigen.«

Die Novafilm soll laut Odeon als eigenständige Gesellschaft erhalten bleiben und Prof. Otto Meissner soll die Firma auch künftig als Geschäftsführer leiten.

Die von Meissner betriebene Novafilm-Gruppe hatte laut Recherchen der Süddeutschen Zeitung zumindest phasenweise zum verschachtelten Kirch-Imperium gehört, was aber erst im Zuge der Kirch-Insolvenz bekannt wurde. Demnach kaufte Meissner das Unternehmen dann aber zurück, bevor er es nun an Odeon verkaufte.

Die nun als Käufer der Novafilm-Gruppe auftretende Odeon Film AG gehört mehrheitlich (zu 57 %) zur Bavaria Film GmbH, die auch an zahlreichen anderen Medienunternehmen beteiligt ist. Die Anteilseigner der Bavaria wiederum sind überwiegend Tochterfirmen von ARD-Anstalten: der WDR-Tochter Westdeutsche Rundfunkwerbung (WWF) GmbH gehören 33,35 %, der SWR Holding GmbH 16,67 % und der MDR-Tochter Drefa Media Holding GmbH 16,64 %. Hinzu kommen als Anteilseigner noch die Bavaria Filmkunst GmbH mit 16,67 % und das Land Bayern über die Förderbank LfA – Gesellschaft für Vermögensverwaltung mbH mit 16,67 %.

Autor: red

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