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Lawo: Dynamische Medieninfrastrukturen und Interoperabilität
Am Lawo-IBC-Stand erleben Besucher neue Erweiterungen des Home-Ökosystems, die Europapremiere von Edge One, aktuelle Software-Releases für die mc² Mischpultfamilie und Power Core sowie eine Live-Demonstration des Dynamic-Media-Facility-(DMF)-Ansatzes von Lawo.

Auf der IBC2026 zeigt Lawo, wie softwarebasierte Produktionsumgebungen zur operativen Realität geworden sind.
Home und Dynamic Media Facility
Im Mittelpunkt des Messeauftritts steht Home, Lawos Management- und Orchestrierungsplattform für IP-basierte Medieninfrastrukturen. Home ermöglicht die automatische Geräteerkennung, Authentifizierung, Sicherheit und zentrale Steuerung in modernen Produktionsumgebungen. In Verbindung mit den Home Apps, Lawos stetig wachsendem Portfolio serverbasierter Processing-Mikroservices, lassen sich Ressourcen flexibel bereitstellen, skalieren und dynamisch dort einsetzen, wo sie aktuell benötigt werden – unabhängig von dedizierter Hardware.
Ein besonderes Highlight ist die Live-Demonstration von Dynamic Media Facilities. Sie veranschaulicht, wie sich Processing-Ressourcen dynamisch zwischen Studios, zentralen Produktionsstandorten, Remote-Produktionsumgebungen und hybriden Infrastrukturen verteilen lassen. Lawo präsentiert eine Produktionsumgebung, die zeigt, dass ihre softwarebasierten dynamischen Medienlösungen praktische Realität sind. Sie werden bereits bei wichtigen Fernsehübertragungen internationaler Sportveranstaltungen eingesetzt, wobei erhebliche Einsparungen bei der Infrastruktur erzielt werden.
Darüber hinaus informiert Lawo über die Technologiekooperation mit Grass Valley.
Neue Home Apps für Grafik-Workflows
Mit zwei neuen Home Apps erweitert Lawo das Home-Ökosystem erstmals gezielt um Grafikverarbeitung. Entwickelt für Broadcaster, Live-Produktionsumgebungen und Betreiber moderner Medieninfrastrukturen ergänzen sie die bestehenden Funktionen für Signalverarbeitung und Orchestrierung um die Bereiche Branding, Grafik-Compositing und Echtzeitgrafiken bei Live-Übertragungen.
Durch die direkte Integration von Grafikverarbeitung in Home erhalten Anwender skalierbare Tools, die zusammen mit Video-, Audio-, Monitoring-, Multiviewing-, Konvertierungs- und Transcoding-Diensten bereitgestellt und verwaltet werden können. Dadurch lassen sich grafikintensive Produktionsabläufe auf einer einheitlichen Plattform konsolidieren und effizient steuern.
Europapremiere von Edge One
Mit Edge One feiert auf der IBC2026 eine neue Plattform für Audio- und Video-Konnektivität im Broadcast- und Pro-AV-Bereich ihr europäisches Messedebüt. Durch die Kombination von Video-, Audio-, Netzwerk- und Processing-Funktionen in einem kompakten System schafft Edge One neue Möglichkeiten für flexible Edge-Konnektivität und reduziert zugleich den Gerätebedarf und Verkabelungsaufwand sowie die Setup-Komplexität.
Die Plattform vereint bidirektionale SDI-Schnittstellen, HDMI, MADI, USB-C-Audio, GPIO, Synchronisationsschnittstellen sowie benutzerseitig austauschbare Audio-I/O-Module in einem einzigen Gerät für eine schnelle Anpassung an Anwendungen in Studios, Venues, Remote-Produktionen, Flypacks oder Kommentatorenumgebungen.
Als native SMPTE-ST-2110-Plattform mit Unterstützung von Netzwerkbandbreiten bis 25 Gbit/s integriert sich Edge One nahtlos in moderne IP-Infrastrukturen. Gleichzeitig eignet sich das System als leistungsfähige Standalone-Lösung für Audio-Embedding, De-Embedding, Shuffling und Signaltransport.
Dank Unterstützung für Lawo Flex ist Edge One in den Varianten Audio, Video sowie Audio + Video erhältlich. Zusätzliche Funktionen wie JPEG-XS-Encoding und -Decoding, Frame-Synchronisation, Kommentatorenanwendungen, MADI-I/O sowie mc²-DSP-Processing können bedarfsgerecht lizenziert werden. Anwender erhalten dadurch eine Plattform, die sich präzise an individuelle Produktionsanforderungen anpassen lässt.
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c² Produktionskonsolen
Ebenfalls auf der IBC2026 präsentiert Lawo das mc² Software Release 12.4 mit zahlreichen Erweiterungen für Live-Produktionen und Broadcast-Anwendungen. Zu den Neuerungen zählen die Unterstützung eines Real-Time Analyzers für Signalanalyse und visuelles Feedback, Zoom-Modul-Pop-ups für eine optimierte Touch-Bedienung, die erweiterte Steuerung von Input-Stages anderer Hersteller über ein neues Home-Datenmodell, der Abruf externer Kanal-Presets per Ember+, samplegenaue Delay-Anpassungen sowie eine API-Key-basierte Authentifizierung für eine sichere MCX-Home-Konnektivität. Diese Erweiterungen verbessern Bedienkomfort, Interoperabilität, Präzision und Systemintegration gleichermaßen.
Darüber hinaus erhalten Besucher einen ersten Ausblick auf mc² Release 12.6. Die kommende Version führt eine dynamische Zuordnung von Bedienoberflächen zu Steuerungssystemen über Home ein, ermöglicht den browserbasierten Betrieb von mxGUI über die Home mc² Control System App und erweitert die Darstellung von AUX-Bus-Zuweisungen um optimiertes visuelles Feedback. Die neue Version unterstreicht Lawos Strategie einer noch engeren Verzahnung von Home und mc² sowie einer weiter steigenden operativen Flexibilität.
Power Core und IP-native Audio-Infrastrukturen
Die jüngste Power-Core-Softwareversion unterstützt den Lawo OnAir Designer und führt einen neuen Fünfband-Equalizer mit vier vollparametrischen Bändern sowie einem zusätzlichen Filterband ein.
Die neuen Funktionen stehen sowohl in Power Core als auch in der Home Power Core App zur Verfügung und bieten zusätzliche Flexibilität bei der Signalbearbeitung sowie erweiterte kreative Möglichkeiten für Radio- und Broadcast-Anwendungen.
Ergänzend dazu zeigt Lawo sein vollständiges Portfolio IP-nativer Audiolösungen, darunter die mc² Mischpultfamilie, Power Core, die A-UHD Audio Engines sowie die A-stage Stageboxen. Über Home integriert und konsequent auf offenen Standards basierend unterstützen diese Lösungen Workflows vom kompakten Produktionssetup bis hin zu groß angelegten Broadcast-, Sport-, Entertainment- und Performing-Arts-Produktionen.









