Home » GoPro fusioniert mit Starman Optical: Kurswechsel Richtung KI-Infrastruktur und Verteidigung
GoPro fusioniert mit Starman Optical: Kurswechsel Richtung KI-Infrastruktur und Verteidigung
GoPro und Starman Optical haben einen endgültigen Fusionsvertrag unterzeichnet. GoPro-Aktionäre erhalten dabei eine Barzahlung von insgesamt 285 Millionen US-Dollar beziehungsweise 1,14 US-Dollar pro Aktie und behalten rund 10 Prozent der ausstehenden Anteile am fusionierten Unternehmen. GoPro bleibt an der Nasdaq gelistet. Die bestehenden Schulden von rund 92 Millionen US-Dollar werden zum Abschluss der Transaktion vollständig getilgt, wodurch das Unternehmen mit einer weitgehend schuldenfreien Bilanz dasteht.
GoPro bringt in die Fusion sein über 24 Jahre aufgebautes Patentportfolio von mehr als 2.500 US-Patenten sowie seine Optik- und Bildverarbeitungskompetenz ein. Starman steuert seine in den USA gefertigten optischen Transceiver bei, mit denen GoPro in den wachsenden Markt für KI-Infrastruktur einsteigen will. Das kombinierte Unternehmen plant zudem, seine Technologie für Verteidigung, Behörden, Robotik und Luft- und Raumfahrt zu nutzen und dabei gezielt auf in den USA gefertigte Lösungen zu setzen.
Das Consumer-Geschäft von GoPro inklusive Abo- und Cloud-Plattform soll bestehen bleiben, so zumindest der aktuelle Stand.
»Fortschrittliche Optik- und Bildverarbeitungstechnologie ist entscheidend für KI, nationale Sicherheit und die Wirtschaft insgesamt – dennoch wird ein Großteil der dafür nötigen Hardware weiterhin im Ausland gefertigt«, sagte Charles Tebele, CEO von Starman Holding. Man wolle die Fertigung dieser kritischen Komponenten in die USA zurückholen.
GoPro-Gründer und CEO Nicholas Woodman sieht in der Fusion die Grundlage für Wachstum in Consumer-, Commercial- und Verteidigungsmärkten und für eine Rolle als führendes US-amerikanisches Unternehmen für Bildgebung und Optiklösungen.
Die Transaktion wurde von den Vorständen beider Unternehmen bereits genehmigt. Der Abschluss wird bis Ende 2026 erwartet und steht unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen sowie der Zustimmung der GoPro-Aktionäre.









