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Videos: CGI OpenMedia Evolve – Überblick und Hintergründe
Für Michael Pfitzner, VP Newsroom Solutions bei CGI, stehen drei Themen im Mittelpunkt der neuen Version von OpenMedia Evolve. Das erste: ein Mobile-to-Mobile-Workflow. Gemeinsam mit einem Partner holt CGI User Generated Content direkt in die Eingangsliste von OpenMedia – so wie eine Agenturmeldung. Anschließend durchläuft das Material den regulären, storyzentrierten Redaktionsworkflow inklusive Bearbeitung und Review und geht dann auf Social-Media-Kanäle oder ins Web.
Das zweite Thema ist KI. CGI bringt diverse KI-Funktionen mit, die den Redaktionsalltag erleichtern sollen. Pfitzner betont jedoch, dass die Anforderungen inzwischen weit über einzelne Features hinausgehen: Gefragt seien KI-Verwaltung und AI Governance – also die Frage, wie Redaktionen KI-Tools einsetzen, begrenzen und kosteneffizient betreiben. Dafür bietet CGI einen eigenen MCP-Server an. Damit lässt sich OpenMedia Evolve in einer agentischen Umgebung von einem Large Language Model steuern: Das LLM kann Funktionen ausführen, Daten aus dem System abfragen oder Daten einspielen. Den Grundsatz formuliert Pfitzner klar: Keine Story und kein News-Item verlässt das System ohne journalistische Abnahme.
Michael Pfitzner über den aktuellen Stand von OpenMedia Evolve.
Rundown mit neuem Ansatz
Drittes Thema ist der Rundown – ein Bereich, der vielen als ausentwickelt gilt. CGI hat dennoch nachgelegt, vor allem beim Handling großer Rundowns und bei den Ansichten. Basis ist ein Widget-Konzept, das Ronny Schulz, OpenMedia System Architect, am Stand demonstrierte.
Ronny Schulz zeigt OpenMedia Evolve im Überblick.
Schon das neue Home-Dashboard nach dem Login setzt auf Widgets: aktuelle Nachrichten, verfolgte Ordner und die zuletzt bearbeiteten Inhalte. Jeder Nutzer baut sich seine Views selbst zusammen und platziert die Widgets nach Bedarf. Im Rundown zeigt die Systemansicht den kompletten Ablauf als Tabelle, rechts öffnet ein Inspector Skripte und Details einzelner Zeilen, links sorgt ein Navigator für schnelle Orientierung.
Ein zentraler Fortschritt: Der neue Collaborative Editor macht das Sperren von Skripten überflüssig. Wie bei Google Docs arbeiten mehrere Nutzer gleichzeitig am selben Text. Für die Sendung selbst stellt das Playout-Control-Dashboard unter anderem ein Teleprompter-Vorschau-Widget und ein Control-Widget zum Starten der Show bereit. Im Live-Modus zeigen die Widgets, was der Moderator gerade spricht, welche Zeile ausgespielt wird und welche Items folgen – so kann sich die Regie auf die nächsten Beiträge vorbereiten. Jeder Nutzer kann von jedem System-Dashboard eine eigene Kopie anlegen und an seine Bedürfnisse anpassen.
Evolve wird eigenständig
CGI hat sich ein klares Ziel gesetzt: Bis Ende des Jahres soll OpenMedia Evolve als Stand-alone-System laufen – inklusive Planung und Rundown-Management. Für den Umstieg von OpenMedia Classic sagt Pfitzner spezielle Unterstützung zu, sowohl bei der Migration als auch im Parallelbetrieb während der Übergangsphase. Danach sollen weitere Evolutionsstufen folgen.



















