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Leat Con 26: Stage Tech und Live Tech ziehen, Broadcast eher ruhig
Vom 6. bis 8. Oktober fand die Leat Con zum fünften Mal in der Hamburg Messe statt und belegte erstmals die Hallen A1, A2 und A4. Unter dem Claim »Ignite. Together.« bündelte die Veranstaltung die fünf Bereiche Live Tech, Stage Tech, Broadcast, Install und Communicate. Stage Tech, der neu hinzugekommene Hub für Bühnenbau, Steuerungssysteme und szenische Technik, gehörte vor Ort zu den belebten Ecken.
Das Programm war das bislang umfangreichste: Sieben Bühnen, Workshops, Masterclasses, Live-Trainings, Demoräume, Guided Tours und Side Events deckten Themen von Audio, Licht und Video über Theatertechnik und AV-Systemintegration bis zu KI, neuen Produktionsworkflows und Business Communication ab.
Erstmals half eine offizielle Event App bei der Planung.
Das Konzept der Veranstalter, Gewerke zu mischen, ging in den meisten Hallen auf. Marcel Courth, Managing Director Unit leat bei der Ebner Media Group, hatte vorab appelliert, nicht nur in der eigenen Halle zu bleiben und auch Stände und Panels außerhalb des eigenen Fachgebiets zu besuchen. Die Messe wollte sich damit als horizontale Plattform für eine Branche positionieren, deren Technologien immer stärker ineinandergreifen.
Mit mehr als 11.700 Professionals verbucht die Leat Con laut Ausrichter einen großen Erfolg. Auch der Konferenzteil Neo Summit lief nach Veranstalterangaben sehr gut.
Entwicklungen in der Messelandschaft
Im Broadcast-Bereich blieb der Besucherzustrom der Leat Con hinter dem Rest der Messe zurück. Der Termin Anfang Oktober liegt kurz nach der IBC und ist für Hersteller aus diesem Segment auch eher ungünstig.
Die Hamburg Messe, Gastgeber der Leat Con, richtet im Januar mit der Hamburg Open ja auch selbst eine Messe für die Broadcast-Branche aus. Dass die Leat Con einen eigenen Broadcast-Hub führt, ist vor diesem Hintergrund bemerkenswert.
Die Hamburg Open wiederum streckt im kommenden Jahr die Fühler in Richtung Content-Erstellung aus und will diesen Bereich mit Partnern wie BVK, BVFK und VTFF besetzen. Die Lage von Cine und Produktion ist allerdings nach wie vor angespannt.
Da die Euro Cine, die diesen Fokus hatte, nach Budapest weitergezogen ist, fehlt in Deutschland ein Event für die Cine-Branche. Ob die Hamburg Open diese Lücke füllen kann, ist offen – und wird sich spätestens im Januar zeigen.
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