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NAB2011: Snell zeigt »Screentoo-App« und viele Produkt-Updates

Snell erweitert die »Channel-in-a-Box«-Familie »Morpheus«, präsentiert die »Screentoo App« für Social-Media-Integration in Broadcast-Umgebungen und erweitert den Funktionsumfang bei zahlreichen Produkte wie Archangel HD, Sirius und Centra.

Snell-CEO Simon Derry berichtet von einem erfolgreichen Jahr 2010 für Snell. Das Unternehmen konnte demnach im vergangenen Jahr den Umsatz um 20 % steigern und plant, in diesem Jahr 35 neue Mitarbeiter einzustellen. Für dieses Jahr prognostiziert Snell deutliches Wachstum in den Bereichen Automation und im »Channel in a Box«-Business, das Snell mit seinem Morpheus-System bedient.

Im Übergang von HD zu 3-Gig-Infrastrukturen sieht Snell einen der wichtigen Markttrends. Gerade bei größeren, neuen Projekten entwickelten sich 3-Gbps-Infrastrukturen als Standard, so Derry.

Neil Maycock ging auf die großen Produktneuheiten bei Snell ein. Die »Channnel in a Box«-Familie umfasst Komplettsysteme, die Ingest, Verwaltung und Playout von Live-Feeds in SD und HD unterstützen. Sie basieren auf Morpheus und der Ice-Automation. Die neuen, kleineren »Channnel in a Box«-Systeme sind als Turnkey-Lösungen konzipiert, sie bieten einen definierten Funktionsumfang und sollen sich laut Hersteller insbesondere für kleinere Sender eignen. Insgesamt sieht Snell in diesem Markt weiteres Wachstum voraus, schon jetzt generiert Snell laut Simon Derry hier schon 25 % seines Umsatzes.

Die Kreuzschienen-Familie Sirius erweitert Snell mit Sirius 830, einer kleineren Kreuzschiene für das mittlere Marktsegment (288 x 288) im 15-HE-Gehäuse.

Die Monitoring-Lösung Centra, die Snell erstmals bei der IBC2010 vorgestellt hatte, ist auch bei der NAB in diversen Anwendungen zu sehen.

Für das Restaurierungssystem Archangel HD bietet Snell nun eine Timeline-Steuerung an, die es erlaubt, Material auf Szenenbasis in Echtzeit zu restaurieren.

Snell geht bei seinen Produktneuheiten zudem auf einen weiteren wichtigen Trend ein: Immer mehr Anwender nutzen demnach mehrere Medien parallel. Während der Fernseher läuft, sind sie zusätzlich bei Facebook oder anderen Netzwerken eingeloggt und können über diesen »Second Screen« zusätzliche Infos abrufen. Snell hat hierfür gemeinsam mit »The Application Store« die Screentoo App entwickelt, die auf Morpheus basiert. Morpheus kann — vereinfacht gesagt — Metadaten in den Playlists verwalten und auf der Basis dieser Metadaten lassen sich auf die Second Screens automatisiert und synchron zum TV-Programm bestimmte Informationen ausgeben. Morpheus sorgt dabei dafür, dass beide Kommunikationskanäle synchron beschickt werden.

Laut Neil Maycock ist die Screentoo App schon bei einigen Broadcastern im Einsatz und wird dort eingesetzt für Votings, Umfragen oder Werbung, die an die Inhalte spezieller Sendungen gekoppelt sind. Maycock folgert: »Es gibt klare Trends, dass die Konsumenten verstärkt Social Media und mehrere Medien parallel nutzen. Morpheus setzt in Kombination mit der Screentoo-App auf diesem Trend auf und öffnet die Tür für vielversprechende neue Möglichkeiten«.

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Autor: red

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