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Adobe-Report: KI macht Kreative produktiver

Adobes neuer »Creators' Toolkit Report 2026« zeigt: Kreative KI ist für die Mehrheit der Kreativschaffenden längst Alltag statt Experiment. 87 Prozent sehen darin einen handfesten Wachstumstreiber – doch ohne menschliches Urteilsvermögen geht weiterhin nichts.

©AdobeAdobe hat seinen »Creators‘ Toolkit Report 2026« veröffentlicht und dafür weltweit mehr als 16.000 Kreative befragt, darunter auch Teilnehmende aus Deutschland. Das zentrale Ergebnis: Kreative KI hat sich von der Nische zur Infrastruktur entwickelt. 87 Prozent der Befragten, die KI-Tools nutzen, geben an, dass diese das Wachstum ihres Unternehmens oder ihrer Reichweite beschleunigt haben. 75 Prozent bezeichnen sie als festen oder unverzichtbaren Bestandteil ihrer Arbeit.

Deutsche Kreative setzen auf KI – mit Vorbehalten

In Deutschland fallen die Werte ähnlich aus: 80 Prozent der befragten Kreativen sehen in KI einen Wachstumsfaktor, 74 Prozent nutzen sie fest in ihren Workflows. Nur noch 3 Prozent befinden sich in einer reinen Testphase. Gleichzeitig bleibt die Skepsis nicht aus: 53 Prozent der Befragten, die eine wachsende Schwierigkeit sehen, sich von der Konkurrenz abzuheben, nennen die schiere Masse an Content als Ursache, 41 Prozent sehen KI-generierte Inhalte selbst als Hürde für individuelle Stimmen.

Adobe zieht daraus eine klare Linie: Je mehr Content KI produziert, desto wertvoller werden Perspektive, Geschmack und Urteilsvermögen der Kreativen. »Stimme, Geschmack und Urteilsvermögen sind nach wie vor das, was großartige Kreative auszeichnet«, so Mike Polner, VP Product Marketing für Creative bei Adobe.

Tempo ja, Veröffentlichungsreife nein

Der Report bestätigt, was viele Produktionsprofis aus dem Alltag kennen: KI liefert Geschwindigkeit, aber keine Garantie für fertige Ergebnisse. 89 Prozent der deutschen Befragten sagen, KI helfe ihnen, schneller zu produzieren – doch 49 Prozent sagen auch, dass die KI-Ergebnisse in der Regel moderate bis umfangreiche Nacharbeit benötigen, bevor sie veröffentlicht werden können. Der Mensch bleibt also Gatekeeper für Qualität.

©KI-generiert mit Adobe Firefly

KI kann vieles übernehmen, aber nicht alles.

Agentische KI: Kontrolle ist Bedingung, nicht Hindernis

Mit Blick auf agentenbasierte KI-Systeme, die mehrstufige Aufgaben eigenständig koordinieren, zeigen sich deutsche Kreative aufgeschlossen, aber wählerisch. 77 Prozent bestehen darauf, dass die finale kreative Entscheidung bei ihnen selbst bleibt. Vertrauen in mehr Autonomie für KI-Agenten entsteht vor allem durch Eingriffsmöglichkeiten: 41 Prozent wollen jederzeit überprüfen, bearbeiten oder rückgängig machen können, 40 Prozent fordern Transparenz über Handlungen und Beweggründe des Agenten, 37 Prozent klare Grenzen beim Daten- und Tool-Zugriff.

Transparenz und Urheberrecht rücken in den Fokus

Mit der wachsenden Verbreitung von KI wächst auch der Druck zur Offenlegung. 84 Prozent der Befragten registrieren steigende oder zumindest gleichbleibende Transparenz-Erwartungen ihres Publikums, 72 Prozent glauben, dass ihr Publikum einen maßgeblichen KI-Einsatz ohnehin erkennt. In der Praxis legen jedoch nur 55 Prozent ihren KI-Einsatz immer oder oft offen. Beim Thema Eigentumsrecht herrscht dagegen Einigkeit: 85 Prozent halten Urheberrechtsschutz für KI-unterstützte Werke für wichtig.

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