Messe: 20.04.2009

NAB2009: Omneon-Neuheiten

Omneon zeigt Playout-Komplettlösung, stellt neue Mediaport-Module vor und präsentiert mit MediaBridge eine Hilfe für Kunden, die von Pinnacle- und Grass-Valley- auf Omneon-Server umsteigen wollen.

Omneon gehört seit Jahren zu den Unternehmen, die bei nahezu jeder Messe Wachstum zu vermelden haben, bessonders seit sich file-basiertes Arbeiten in der Praxis auf breiterer Bais durchsetzt (siehe Plazamedia-Report). Auch in diesem Jahr zeigte sich Omneon trotz allgemein etwas pessimistischerer Stimmung während der Messe, verhalten optimistisch. Suresh Vasudevan, seit gut drei Monaten neuer CEO von Omneon, verwies darauf, dass das Unternehmen im Jahr 2008 im Vergleich zum Vorjahr um 43 Prozent auf einen Umsatz von rund 126 Millionen US-Dollar gewachsen sei. Dank der guten finanziellen Lage sieht der neue CEO das Unternehmen in einer guten Position und betont, dass man über 34 Millionen US-Dollar Cash verfüge und keine Schulden habe.

Laut Vasudevan erzielt Omneon rund 42 % seines Umsatzes in den USA, weitere 41 % in Europa und 17 % im asiatisch-pazifischen Raum — somit sei Omneon global aufgestellt. Weiter verfüge Omneon über eine ausgesprochen breite Kundenbasis, denn selbst große Omneon-Kunden machten nicht mehr als jeweils maximal 5 % des Umsatzes aus. Ganz generell glaubt Vasudevan, dass Omneon auch künftig weiter wachsen kann und werde — nicht zuletzt deshalb, weil Omneon aus seiner Sicht mehr Erfahrung im Bereich Media Processing und File-System-Management hat als andere Hersteller.

MediaDeck GX

Mit MediaDeck GX stellt Omneon eine Playout-Komplettlösung vor, die nicht nur Playout beherrscht, sondern auch Audio-Processing und umfassende Grafikfunktionen bietet. Das System soll sich mit ganz unterschiedlichen Automationssystemen steuern lassen. Es richtet sich laut Hersteller an Sender, die möglichst kostengünstig neue Kanäle und Angebote realisieren wollen.

Neue MediaPort-Module

Für Spectrum- und MediaDeck-Systeme bietet Omneon ab sofort die Module 5500 und 5600 an. MediaPort 5500 erlaubt das Up- und Down-Konvertieren von SD-, HD-, MPEG-2- oder DV-Content, sodass sich letztlich alle Formate auf einer Timeline mischen lassen. Mediaport 5600 ist hingegen für die Unterstützung von AVC-Intra vorgesehen (Encoding und Decoding).

Für Spectrum-Systeme gibt es mit MediaPort 6200/6300 noch eine weitere Neuheit: Sie erlauben nun die zweikanalige Wiedergabe und Aufzeichnung von HD- und SD-DV-Formaten.

MediaBridge

Für Kunden, die von einem Pinnacle- oder auch von einen Grass-Valley-Server zu einem Omneon-System wechseln möchten, hat der Hersteller mit MediaBridge eine neue Lösung im Programm, die dafür sorgt, dass das Material mit dem passenden Wrapper versehen wird, sodass es ohne aufwändiges Transkodieren auch mit dem Omneon-Server für den Playout zur Verfügung steht. Zunächst soll sich MediaBridge für Pinnacle-Server einsetzen lassen, die Avid nicht mehr weiterentwickelt. Später soll sich die Lösung auch mit K2- und Profile-Servern nutzen lassen.

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Autor
red
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