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Schweizer »Tatort« mit Sony F55

Das Schweizer Fernsehen SRF produzierte den »Tatort« erstmals mit einer F55 von Sony. Sendetermin der Schweizer Produktion »Zwischen zwei Welten« ist der 21. April 2014, also der Ostermontag.
B_0414_Tatort_SRFKameramann Stéphane Kuthy wollte der Tatort-Folge »Zwischen zwei Welten« einen groben, nahezu dokumentarischen Look verleihen.

Zwischen Juni und Juli 2013 wurde der Tatort erstmals mit der PMW-F55 von Sony gedreht – und zwar weitgehend aus der Hand. Kameramann Stéphane Kuthy schätzte unter anderem die kompakte und handliche Bauweise der Kamera und natürliche Wiedergabe der Hauttöne.

Kameramann Stéphane Kuthy, überwiegend bekannt durch die Produktion von Feature-Filmen und Dokumentationen (z.B. »Tannöd«), wollte der Tatort-Folge »Zwischen zwei Welten« einen groben, nahezu dokumentarischen Look verleihen und war dafür auf der Suche nach einer kompakten, leichten und zugleich hochqualitativen Kamera, mit der er auch längere Sequenzen ohne übermäßigen Kraftaufwand aus der Hand drehen konnte. Fündig wurde er mit der 2,2 Kilogramm (Body) leichten Sony PMW-F55 vom Kameraverleih Cinegrell in Zürich. »Bei der Verwendung als Handkamera spielen das Gewicht und die Bauform eine im wahrsten Sinne des Wortes gewichtige Rolle«, erklärt Stéphane Kuthy. »Die F55 ist viel leichter und kompakter als viele vergleichbare Kameras und ist ergonomisch durchdacht – bei gleicher Performance. Das macht die Arbeit mit ihr nicht nur angenehmer, sondern bringt zudem mehr Flexibilität beim Dreh in engen Räumen oder in Fahrzeugen.«

Aufgezeichnet wurde der Tatort in S-Log 2 Gamma, um den vollen Dynamikumfang der Kamera auszureizen. Die F55 schrieb die Daten direkt auf 64GB SxS Speicherkarten, gesichert wurde auf Festplatten. Große Teile des Krimis wurden mit offener Blende gedreht, Kuthy reizte den Belichtungsumfang von 14 Blenden voll aus: »Das war natürlich super, weil auch die Story des Krimis von Zeit zu Zeit im doppelten Sinne richtig düster wurde. Wir haben an vielen finsteren Locations gedreht, wo auch die Zuschauer zunächst im Dunklen tappen. Da konnte die F55 ihre hohe Lichtempfindlichkeit ausspielen«, erklärt Kuthy.

Um den digitalen Look etwas aufzubrechen, entschied sich Kuthy für Zeiss High Speed Mk. III Optiken, die bereits mehr als zehn Jahre alt sind und nicht die extreme Schärfe mitbringen, wie viele moderne Linsen.

Für die Postproduktion zeichnete Cinegrell Postproduction verantwortlich, gegradet wurde in BaseLight. Cinegrell-Geschäftsführer Richard Grell zeigt sich mit der Produktion zufrieden: »Das Ergebnis ist super geworden: Viel Kontrast, klasse Look, natürliche Hauttöne und kräftige Farben. Nach kurzer Einarbeitung in den Workflow war das Material aus der F55 gut zu handhaben.« Grell ergänzt: »Sony entwickelt die F55 intensiv und konsequent weiter und hat die Möglichkeiten der Cam stark ausgebaut. Wir wissen die gute Zusammenarbeit und Unterstützung durch Sony sehr zu schätzen.«

Zu sehen ist die Produktion von »Tatort: Zwischen zwei Welten« am Ostermontag, den 21. April 2014, um 20.05 Uhr auf SRF 1, um 20:15 Uhr auf Das Erste und ORF2 sowie um 21: 45 Uhr auf Einsfestival.

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Autor: red

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