2026_10_Blackmagic_Leader

Anzeige

ZweiB: Files und Festplatten fürs Filmfest München

film-tv-video.de blickt hinter die Kulissen und berichtet über die Technik, ohne die ein Filmfestival heutzutage gar nicht mehr möglich wäre.

Im Vorfeld: Mastering und DCP-Erstellung für das Filmfest München

Seit vier Jahren ist das Filmfest München ein digitales Festival: Die Festivalbeiträge werden bis auf wenige Ausnahmen als digitale Kopien eingereicht.

Das hat einerseits den Transport und die Verfügbarkeit während des Festivalbetriebs deutlich vereinfacht und verbessert, außerdem bringt es auch in anderen Bereichen Vorteile.

Andererseits treten natürlich auch die in anderen Lebensbereichen virulenten Problemzonen der Digitalisierung zutage: Filme werden heute in zahlreichen, unterschiedlichen Digitalformaten angeliefert, sie müssen technisch geprüft und in einen einheitlichen Standard gebracht werden, damit sie auch sicher und korrekt im Kino vorgeführt werden können.

B_0616_2B_Buhren_1

Tammo Buhren: »70 % der Filme werden heute als DCPs angeliefert.«

»70 % der Filme werden uns heute als DCPs angeliefert, sie wurden also von den Einreichern so kodiert, dass man sie prinzipiell im Kino wiedergeben kann. Allerdings ist es so, dass es hier eine große qualitative Bandbreite gibt«, erläutert Tammo Buhren. Es ist also auch bei den DCPs erforderlich, die angelieferten Dateien zu prüfen und Metadaten darüber zu erfassen. Dieser Prozess stellt letztlich sicher, dass die Zuschauer im Kino ein korrekt dargestelltes Bild sehen und den richtigen Ton hören.

B_0616_2B_Einreichungen

Die Anlieferung der Filme auf einem physischen Träger ist heute beim Filmfest München der Normalfall.

Außerdem werden Filme neben DCP auch in anderen Formaten eingereicht. Das sind recht häufig auch ProRes-Dateien auf Festplatten, SSDs oder Speichersticks. Es können aber auch DNxHD-Dateien oder XDCAM-Files auf verschiedenen Speichermedien sein. In geringem Umfang werden auch noch Bänder angeliefert: In diesem Jahr waren es noch sieben Filme auf HDCAM-SR-Kassetten.

»Die Anlieferung der Filme auf einem physischen Träger ist heute beim Filmfest München der Normalfall, in Ausnahmefällen können wir die Filme aber auch direkt von den Servern der Einreicher downloaden, wenn diese das wünschen«, erklärt Tammo Buhren.

Das ganze ankommende Material wird dann bei ZweiB gesichtet und analysiert. Dafür hat das Unternehmen einen mehrstufigen Workflow etabliert.

B_0616_2B_Filmfest_Ingest

Zunächst wird das Material über linux-basierte Ingest-Stationen auf einen Zentralspeicher gespielt.

Zunächst wird das Material über linux-basierte Ingest-Stationen auf einen Zentralspeicher gespielt und dabei einer ersten technischen Kontrolle und Analyse unterzogen. Dabei nutzt ZweiB die Software CineFMS.

»Meistens ist alles in Ordnung, aber es kommt durchaus mal vor, dass wir nicht ganz korrekt erstellte Files erhalten oder OpenSource-DCPs, die nicht abspielbar oder korrupt sind. Dann versuchen wir, das zu reparieren oder fordern die Daten noch einmal an.«

B_0616_2B_Filmfest_Analyse_1_CineFMS

Bei der ersten Kontrolle werden teilweise auch schon Preview-Files gerendert und Metadaten erfasst.

Dann erfolgt die visuelle Kontrolle, die eingespielten Filme werden also angeschaut und unter technischen Aspekten geprüft. Dabei werden teilweise auch schon Preview-Files gerendert und Metadaten erfasst: So werden etwa Infos zu den Sprachversionen in einer Datenbank gespeichert und mit der Filmfest-Datenbank abgeglichen.

B_0616_2B_Filmfest_Analyse_2_CineFMS_Lautheit

Ein Aspekt bei Ingest und Prüfung des Materials sind auch die Audio-Parameter.

Ein Aspekt bei Ingest und Prüfung des Materials sind auch die Audio-Parameter: Es müssen eben beispielsweise Stereo- ebenso, wie Dolby-5.1-Filme korrekt abgespielt werden. In diesem Arbeitsschritt wird also auch sichergestellt, dass die Audiowiedergabe optimal erfolgt, was die Kanalzuordnung und auch die Lautheit betrifft.

B_0616_2B_Rack_3_Wandler

Jede Menge High-Tech ist erforderlich, um später im Festivalverlauf den reibungslosen Betrieb zu sichern.

Beim Filmfest laufen alle Festivalbeiträge im Original mit englischen Untertiteln. Daher wird bei der Kontrolle auch überprüft und festgelegt, dass das bei der ins jeweilige Kino gelieferten Kopie so zutrifft.

B_0616_2B_Filmfest_Analyse_3

Am Ende des Prüfprozesses sind alle eingereichten Festivalbeiträge als standardkonforme DCPs kodiert und die Metadaten erfasst.

Am Ende dieses Prozesses sind alle eingereichten Festivalbeiträge als standardkonforme DCPs kodiert und die Metadaten wie Spieldauer, Seitenverhältnis, Sprachversion, Audioinfos, Untertitel und so weiter, in einer Datenbank erfasst. Diese Metadaten liegen dem Vorführer dann als Teil des Laufplans vor, so dass dieser dann ebenfalls umfassend über die technischen Aspekte des Films informiert ist.

Bei der Filmfest-Ausgabe des Jahres 2016 sind auf diese Weise rund 30 TB digitale Filmdaten auf dem Speichersystem von ZweiB zusammengekommen — das sind insgesamt rund 230 digitale Spielfilme und kürzere Bildbeiträge wie Trailer und Grußbotschaften.

Seite 1: Einführung
Seite 2: Im Vorfeld
Seite 3: Kinokopie und KDM
Seite 4: Im Kino
Seite 5: DCP-Tool von ZweiB
Seite 6: analoger Film, Ausblick

Autor: red

Bildrechte: Nonkonform, ZweiB, Filmfest München

2026_10_Aja_Leader

Anzeige

2026_10-Canon_rec

Anzeige

Most Popular

2026_10_Aja_rec

Anzeige

Newsletter

Keine Story mehr verpassen und
einfach den Newsletter abonnieren!

2026_10_Lawo_rec

Anzeige

PLATIN

NEP Germany
BFE
Sony Professional Europe
Clear-Com
AJA Video Systems
Adobe
TVN LIVE PRODUCTION
Mediatec
EVS
VIDI
TV SKYLINE
Riedel Communications
Broadcast Solutions GmbH
Panasonic Connect
EIZO
KST Moschkau GmbH
MoovIT GmbH
CGI Deutschland B.V. & Co. KG

Logic Roadtrip

Ein Event rund um softwarebasierte Medienproduktion. Gemeinsam mit sieben Technologiepartnern wird eine durchgängige Referenzarchitektur vorgestellt, Lösungsbeiträge werden eingeordnet und Erfahrungen aus der Praxis geteilt.
Diverse
2.-5. November

FKTG-Fachtagung 2026

FKTG-Fachtagung 2026.
Wuppertal
10. bis 12. November

Hamburg Open

Hamburg Open gibt KI eine eigene Zone, widmet Kamera- und Lichttechnik die Cine & Camera Area und baut mit dem Corporate Video Village den Bereich Unternehmensvideo aus.
Hamburg
20.-21. Januar 2027

ISE 2027

Die ISE 2027 wächst über Barcelonas Gran Via hinaus, geht stärker in Richtung Content, Kreativtechnik und Bildung – und holt mit einem eigenen Studio die Broadcast-Produktion in die Unternehmenswelt. Unter
Barcelona
2.-5. Februar 2027