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News: Kurz und knackig – KW 23/2024

Appell: Für den ÖR-Rundfunk. Streaming: Mehr und doch zuviel? Datentransfer: Rekorde dank Fußball. 5G: RTL auf dem Kölner Campus. ARD: Tschüss SD.

Unternehmen

Über den TV-Bereich Canal+ wird der afrikanische Pay-TV Anbieter Multichoice nun Teil des Vivendi-Konzerns. Canal+ erweitert damit seine Zielgruppen über das französischsprechende Afrika hinaus auf englischsprachige Staaten wie Südafrika, Nigeria und Kenia.

Broadcast, Produktion

©Screenshot PK RTL/MagentaTV Nachdem RTL Sublizenzen für 12 Spiele der UEFA Euro 2024 von Magenta übernahm, geht ein 5G-Campusnetz der Telekom auf dem Kölner RTL-Gelände ans Netz. Die Reaktionszeit wird beim Upload mit 500 Mbit/s mit 25 Millisekunden angegeben. Auf 3,7 bis 3,8 GHz kann mit bis zu 100 Megaherz Bandbreite gefunkt werden. Damit werde u.a. die Funkübertragung von Kameras auf dem 35.000 qm-Gelände unabhängig von der Nutzung der Mobilfunkzellen gesichert.
Zum 7.1.2025 beendet die ARD die Sat-Verbreitung aller TV-Programme in Standard-Bildauflösung und sendet nur in HDTV. Eine erste Infokampagne von ARD und den Verbänden AG Sat, ZVEH und ZVEI gilt dem Handwerk, später wird die Wohnungswirtschaft einbezogen. Betroffen sind Sat-Haushalte. Wie sich Kabelnetzer verhalten, die Sat-Kanäle übernehmen, ist nicht bekannt.

Vermarktung


Um die Daten der Werbekunden mit denen des RTL-Vermarktungsarms für Auswertungen etc. zu verbinden, partnert die Ad Alliance mit der Schweizer Firma Decentriq. Deren Data Clean Room-Lösung wird zur technischen Basis für eine kundenspezifische Zielgruppen-Adressierung.

Radio, Audio

Der NDR bringt sein DAB+-Sendenetz in Schleswig-Holstein bis 2025 (Nordfriesland) bzw. 2026 (Fehmarn, Lauenburg) auf eine mit UKW vergleichbare Versorgung. Der Privatradio-Mux für Sachsen-Anhalt wurde am Standort Pettstädt aufgeschaltet und erreicht 3,3 Mio. Hörer im Bundesland. Die Medienanstalt Hessen teilte einem Ableger von BigFM einen Sendeplatz für fünf Jahre zu.
Scheitern hochfliegende Pläne von Radio NRW1? Der Rückzug von zwei der elf Gesellschafter, das geringe Interesse in sozialen Medien sowie die fehlende Ausweisung in der Höreranalyse haben 5 Entlassungen unter den etwa 20 Beschäftigten veranlasst. Die  Welle für 20- bis 39-Jährige sendet seit Oktober 2022 landesweit über UKW und DAB+.
Der neue zweite nationale DAB+-Multiplex Österreichs sendet ab dem 21. Juni 14 Programme mit rund 79% Reichweite. Weitere 14 Programme senden in fünf Regionalnetzen. Das DAB+-Angebot wächst damit auf insgesamt 58 Kanäle.

Streaming

Erste FAST-Channels von RTL bringen fiktionale und nonfiktionale Serien auf eine neue Verwertungsstufe. Acht Kanäle wurden jetzt ohne Ankündigung im Streaming-Ableger RTL+ gestartet, wann auf anderen Plattformen aufgeschaltet wird, bleibt offen.
Prime Video hat mit 8% im Q1/24 seit zwei Jahren die geringste Abwanderungsrate von 89 Streaming-Diensten, so Parks Associates nach einer Quartals-Befragung von 8.000 US-Internethaushalten. Am schlechtesten schnitt Dicovery+ mit fast 43% ab.
In Deutschland steigt die Nutzung kostenpflichtiger Streaming-Dienste von 2,1 auf 2,7 pro User und das Budget pro Abo von 10 auf 16 €. 60% der Nutzungszeit entfallen darauf. Etwa 25% der  Befragten streamt länger als im Vorjahr. Nach Selbsteinschätzung geben aber 33% zu viel dafür aus, 28% haben mehr Dienste als notwendig.

Netze

Rekord beim Datentransfer: Während des Finales der Champions League wurden erstmals mehr als 1 Mio. Gigabyte pro Stunde durch das Netz geschleust. Zuvor sorgten CL-Spiele mit deutschen Teams für 7 der 10 höchsten Trafficraten. O2 transportierte 2023 rund 4,8 Mrd. Gigabyte durch sein Mobilfunknetz, eine Steigerung um 40%.

Märkte, Studien, Statistiken

12% der von 2015 bis 2022 in Europa produzierten fiktionalen Werke waren Adaptionen. Bei Streamern waren es 19%, beim PrivatTV 13% und bei den ÖR-Sendern 11%. 77% basieren auf Literatur, 17% auf TV-Serien, so ein aktueller Bericht der Medienanalysten des Europarates.

Medienpolitik

34 Mitglieder von ÖR-Aufsichtsgremien haben die 16 Bundesländer aufgefordert, dem KEF-Vorschlag zuzustimmen, den Rundfunkbeitrag ab 2025 um 58 Cent auf 18,92 € zu erhöhen. Einige Ministerpräsidenten stellten sich quer, in Zeiten von Angriffen auf die Demokratie, »ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden«. Eine auskömmliche, planbare Finanzierung der EU-Sender sei zudem EU-Recht. »Es wäre ein Armutszeugnis für die Ministerpräsident_innen, wenn wie schon 2021 das Bundesverfassungsgericht einschreiten müsste«.

Personalia

Julia Krittian, Chefredakteurin beim MDR, wechselt als Programmdirektorin zum HR. Sie folgt Gabriele Holzner, die Ende 2024 aussteigt, obwohl ihr Vertrag bis 2026 läuft.
Generaldirektor Guillaume Blanchot wechselt von Frankreichs Medienbehörde per 1. Juli zum Rechnungshof des Landes. Die Nachfolge ist noch nicht entschieden.

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