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IBC2002: Pinnacles CEO Kim Fennell blickt nach vorn

Vor gut zweieinhalb Monaten trat der neue Pinnacle-CEO Kim Fennell sein Amt an. Im Gespräch mit www.film-tv-video.de erläuterte der neue Mann an der Spitze Pinnacles seine Sicht der Branche.

Kim Fennell ist seit 1. Juli als CEO bei Pinnacle tätig (siehe Meldung). Aus seiner Sicht findet derzeit ein tiefgreifender Wandel statt: weg von der Band- hin zur IT-basierenden Produktion. »Die Broadcaster, mit denen wir reden, wollen diesen Wandel vollziehen, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis er flächendeckend einsetzt«, so Kim Fennell.

Neben Faktoren wie etwa Zukunftssicherheit oder Effektivitätssteigerung bei den Arbeitsabläufen macht Fennell in ersten Linie den Kostendruck für diese Entwicklung verantwortlich: »Die Zeiten sind hart, und letztlich geht es jedem Broadcaster darum, Kosten zu sparen. Wenn es Technlologien gibt, mit denen die Broadcaster ihre laufenden Kosten senken können, werden sie diese über kurz oder lang einsetzen. Ein schönes Beispiel hierfür ist CNN. Dort konnten wir erst kürzlich einen 9,5 Millionen-Dollar-Deal platzieren, der auf unserem News-System Vortex basiert. Damit wird der Sender deutlich effektiver und damit günstiger produzieren können. Dass CNN bereit ist, sehr viel Geld zu investieren, um dieses Ziel zu erreichen, zeigt, für wie wichtig es dieser Broadcaster hält. Es zeigt aber auch, dass CNN Pinnacle als vertrauenswürdigen Partner im Broadcast-Bereich einschätzt.«

Dass Pinnacle in Europa oftmals damit konfrontiert wird, keine reine Broadcast-, sondern auch eine Consumer-Company zu sein, hält Fennell nicht mehr für zeitgemäß: »Erstaunlicherweise haben wir in den USA das Image einer reinen Broadcast-Company und in Europa das einer Consumer-Company. Soviel zum Image. Ich glaube aber letztlich, dass diese ganze Diskussion ohnehin überflüssig ist, denn aus meiner Sicht profitiert Pinnacle und damit auch der Kunde sehr davon, dass wir eine Consumer- und eine Broadcast-Division haben. Zum einen können wir wirtschaftliche Flauten in den einzelnen Bereiche erheblich besser verkraften, zum anderen profitieren beide Seiten von den Entwicklungen aus dem jeweils anderen Bereich. Unser News-System ist beispielsweise mit Interfaces ausgestattet, die im Consumer-Bereich entwickelt worden sind. Und gerade weil sie so simpel und einfach sind, eignen sie sich für die News-Produktion, wo ein Journalist möglichst schnell mit einer Software zurechtkommen muss.

Einen weiteren Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft seines Unternehmens sieht Kim Fennell in der Systemoffenheit: »Bei all dem, was wir den Kunden bieten, ist es wichtig, Schnittstellen und Interfaces zu schaffen. Die Workflows bei den Broadcastern ändern sich ständig, und darauf kann man nur reagieren, wenn man offen nach allen Seiten ist.«

Autor: red

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