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Kurz und knackig – KW 12/2026

20% will Meta feuern. 98. Oscars 2026. 40+ Radios in ARD Sounds. 27 EU-Länder und Urheberschutz vor KI. 335 Franken und SRG-Volksentscheid. 307 vs. SocMed-Stop in UK.

Unternehmen

Nach Übernahme durch die Megasat GmbH bleibt die Marke mit professioneller Empfangstechnik, Signalverteilung in Gebäuden und Lösungen für Installateure und Fachhandel bestehen. Neu erschlossen werden Ladeinfrastrukturen und Wallboxen. Andreas Wimmer und Michael Auer bleiben Geschäftsführer.
Nachdem Sanierungsversuche der 45 Mio. € Schulden bei 459 Gläubigern scheiterten ordnete das Landgericht Wiener Neustadt die Schließung der Firma an; die Website wurde abgeschaltet. Der 1999 gegründete  TV-Händler bestückte Sendezeiten von 175 TV-Stationen (u.a. Tele5, Dmax, Eurosport, Sport1) und hat 400 Beschäftigte.
Mark Zuckerbergs Konzern will mindestens 20% der 79.000 Angestellten entlassen, um KI-Investitionen zu finanzieren und die Effizienz durch KI-gestützte Mitarbeiter zu steigern. Laut etwa zeitgleicher Nachricht kauft Meta Moltbook, ein soziales Netzwerk für KI-Agenten, also eine KI-Software, die weitgehend eigenständig Aufträge für menschliche Nutzer erfüllt.
Nach dem Kauf von Pro7Sat1 stieg der Berlusconi-Familienkonzern für 17,3 Mio. € mit 32,934% bei der portugiesischen Mediengruppe Impresa (TV-Senderfamilie SIC) ein. Die Holding Impreger hält 33,738%, im freien Handel sind 33,328%.
Laut »Wall Street Journal« lässt sich die US-Regierung die von ihr erzwungene »Rettung« des US-Geschäfts mit 10 Mrd. $ Gebühren versüßen. Die Investoren, darunter Oracle, Silver Lake und MGX (Abu Dhabi), hätten bereits 2,5 Mrd. $ entrichtet.
Der Sat-Betreiber schließt sein 5 Mrd. €-Programm zur Refinanzierung mit einer Anleihe-Tranche von 1,5 Mrd. € ab. 

Streaming

ZDF Studios platzierte seine bisher auf diversen Plattformen nur im Abruf nutzbare internationale Streaming-Marke Pash für hochwertigen Kinder-Content bei wedotv erstmals als gestreamten PayTV-Kanal. Die 500 Programmstunden werden zusätzlich in Ungarn, Tschechien und Polen lokalisiert und im Nahen Osten, Nordafrika und Südostasien in englischer Sprache vermarktet.
Neue US-Preisrunde: Ab dem 10. April kostet der werbefreie Zugang 4,99 $ statt 2,99 $ extra und heißt »Prime Video Ultra«. Enthalten sind fünf statt drei parallele Streams und 100 statt 25 Downloads sowie exklusive 4K/UHD-Videos, während 4K aus dem Standard-Vertrag verschwindet.
Für die Mobilgeräte seiner US-Kunden führt der Maus-Streamer das Durchblättern von Filmszenen namens »Vert« ein. Das soll den Zugriff auf den Katalog beschleunigen, indem die Übernahme von Titeln in Watchlists oder ein direkter Abruf möglich wird.
Der Spanien-Ableger des Berlusconi-Familienkonzerns MFE verhindert das Überspringen von Werbung im Catch-up-Modus, um seinen Werbezeiten-Verkauf zu schützen und mit der Werbung im Linear-TV vergleichbar zu machen.

Filme & Förderungen, Festivals & Kinos

Bei den 98. Oscars wurde mit Autumn Durald Arkapaw (»Blood & Sinners«) erstmals eine Frau für die Bildgestaltung ausgezeichnet. Abräumer mit sechs Statuetten, darunter für den besten Film, war der Politthriller »One Battle After Another«. Die Akademiemitglieder kürten Joe Letteri, Richard Baneham, Eric Saindon und Daniel Barrett für die besten Visual Effects in »Avatar: Fire and Ash«. Die ZDF/Arte 5 Länder-Koproduktion »Sentimental Value« wurde als bester internationaler Film und »Ein Nobody gegen Putin« (Dänemark, ZDF/Arte) als beste lange Doku gewürdigt.

Radio, Audio

Die Medienanstalt schreibt vier Plätze für Privatsender in einer neuen landesweiten Abdeckung mit 6 Regionalisierungen für DAB+ aus. Ab September 2028 sollen sie die Multiplexe mit dem RBB und nichtkommerziellen Radios teilen. Die bisherigen landesweiten Kanäle 10B und 12D gehen in dieser Struktur auf.
Die ARD-Audiothek startete unter ihrem neuem Label und mit Sprachsteuerung. Mehr als 40 Programme werden schrittweise integriert, Nutzer der darüber informiert. Ihre Einstellungen bleiben nach dem Update auf eine neue App erhalten.
Der WDR-Rundfunkrat begann den obligatorischen »Dreistufentest«, um sein Mausradio ab 2027 nicht mehr digitalterrestrisch, sondern ausschließlich linear online und in den ARD Sounds zu verbreiten. Damit folgt der WDR dem Reform-Rundfunkstaatsvertrag.
Der NDR schaltet auf Helgoland seine UKW-Sender für N-Joy, NDR Info und NDR Kultur zum 8. April ab. Alle fünf Wellen sowie die drei Digitalprogramme des NDR sind auf der Urlaubsinsel seit Langem auf DAB+ (Kanal 11B) zu hören.  NDR1 und NDR2 bleiben »vorerst« im Simulcast.

Medienrecht, Medienpolitik

Zwecks Vermeidung einer 120 Mio. €-Strafe will Elon Musks Dienst für Kurznachrichten in der EU seine Verifizierungsverfahren ändern. Vorschläge zur Mängelbehebung wurden eingereicht. Es geht um den blauen Haken, der verifizierte Nutzerkonten markieren soll, jedoch inzwischen verkauft wird.
Das EU-Parlament billigte mit 460:71: 88 Stimmen eine Empfehlung zum Schutz urheberrechtlich geschützter Werke vor dem Missbrauch durch generative KI und fordert die EU-Kommission auf, den Urheberschutz anzupassen. Die Kreativbranchen erwirtschaften 6,9% des BIP der EU-Staaten. Jedoch konnten sich die Mitgliedsstaaten nicht auf eine Verlängerung der Anfang April auslaufenden »freiwilligen Chatkontrolle« privater Online-Kommunikation wg. der Darstellung sexuellen Kindermissbrauchs einigen.
Die Rundfunkkommission der Bundesländer will »kartellrechtliche Rahmenbedingungen schaffen, um Kooperationen der Rundfunkveranstalter dort zu ermöglichen, wo sie zum Fortbestehen der dualen Rundfunkordnung und zur Sicherung der Meinungsvielfalt dringend geboten sind«. Dafür sollen entsprechende EU-Vorschriften in Bundesrecht übernommen werden.
Bundesbildungsministerin Prien (CDU) erwartet schnelle europäische Vorschriften zur Begrenzung des Zugangs von Kindern und Jugendlichen zu sozialen Medien. Sollte sich das verzögern, behalte sie sich eine nationale Lösung vor.

Märkte, Studien, Statistiken

Wie wirkt die Aufführung im Kino auf Filme bei SVoD? Laut dem zweiten Bericht der EU-Medienforschung dazu erreichen Kinofilme in Europa 2/3 der Sehdauer, obwohl sie weniger als 50% der Kataloge umfassen. In den EU27 entspricht die Sehdauer fast dem Anteil an Katalogtiteln. Umgekehrt entfielen auf 6% Originalfilme fast 25% der Sehdauer, bei Herkunft aus den EU27 erreichten 3% der Titel 23% der Sehdauer.

Künstliche Intelligenz

Die EU-Staaten geben KI-Anbietern mehr Zeit, sich auf neue Regulierungen einzustellen: Vorgaben für das Training von KI-Systemen ( »AI Act«) mit besonderen Risiken werden 16 Monate später im Dezember 2027 wirksam.
Die KI-Firma klagt nach dem Verlust eines Armee-Auftrages gegen die Einstufung ihrer Software als Sicherheitsrisiko der USA. Die KI-Modelle dürften jedoch nicht zur Massenüberwachung von Amerikanern und in autonomen Waffensystemen genutzt werden, fordert die Firma. Das Kriegsministerium verlangt jedoch Rechte für »jede rechtmäßige Nutzung«.

Standards

Ein neues Whitepaper enthält nichttechnische Erläuterungen zum offenen Interaktiv-Standard DVB-I. Zielgruppen sind Unternehmer, politische Entscheider und Medienberater.

Internationales

Im Kampf gegen kritische Medien erlitt Präsident Trump eine weitere Niederlage: Ein Bundesrichter ordnete die Wiederaufnahme des Betriebs des Auslandssenders Voice of America mit rund 1.000 »beurlaubten« Mitarbeitern zum 23. März an. Trumps Schließung des Senders verstoße gegen Bundesrecht, seine Ernennung von Kari Lake zur Chefin der Trägerbehörde USAGM war unrechtmäßig und ihre Maßnahmen illegitim.
Brendan Carr, Chef der Medienbehörde FCC drohte US-Medien mit Lizenzentzug. Er begründete das mit einem X-Post, in dem Präsident Trump gegen eine »absichtlich irreführende Schlagzeile der Fake-News-Medien« über den Iran-Krieg polemisiert. Carr hatte zuvor Sendern mit Lizenzentzug gedroht, würden sie die Trump-kritische Jimmy Kimmel-Show übernehmen.
Die BBC beantragte beim Gericht in Florida die Abweisung der dort von Präsident Trump angestrengten 10 Mrd. $-Verleumdungsklage. Die umstrittene Sendung über Trump sei nirgendwo in den USA zu empfangen gewesen. Scheitert der Antrag, folgt das Hauptverfahren im Februar 2027.
Das Unterhaus legte ein Verbot des Zugangs zu sozialen Medien für unter 16jährige mit 307 zu 173 Stimmen zu den Akten. Zuvor hatte das House of Lords dem am Vorbild des Commonwealth-Landes Australien orientierten Gesetzentwurf zugestimmt.
Der Versuch, die Arbeit der öffentlich-rechtlichen SRG durch Kürzung der Haushaltsabgabe von 335 auf 200 Franken pa per Volksabstimmung zu beschneiden, scheiterte: Rund 60% der Abstimmenden entschieden sich gegen die Initiative rechtspopulistischer Organisationen.

Veranstaltungen

Die Kongressmesse (Messe Köln, 19. bis 21. Mai) hat ihr Konferenzprogramm veröffentlicht. Hauptthemen der 50 Panels mit 200 Rednern sind Breitband und Connectivity. Digitalminister Wildberger ist mit einer Keynote und auf einem Panel mit Telco-CEOs angekündigt.

Personalia

Der Fernsehrat wählte mit den Stimmen von 48 der 53 anwesenden Mitglieder bei 3 Gegenstimmen und 2 Enthaltungen den Intendanten Norbert Himmler in eine zweite fünfjährige Amtszeit, beginnend am 15. März 2027.
WDR-Programmdirektor Jörg Schönenborn wechselt auf Vorschlag der ARD-Intendanten ab Mitte des Jahres nach Hamburg, um die »Tagesthemen« zu moderieren. Er wird weiterhin Ergebnisse und Analysen zu allen Wahlen präsentieren.
Obwohl Vorwürfe wegen sexueller Belästigungen nach seinen Angaben nicht bewiesen seien, trat Generalsekretär Roland Weißmann auf Forderung des Stiftungsrates zurück. ORF-Urgestein Ingrid Thurnher, seit 2022 Radiodirektorin, übernimmt die Führung der Sendeanstalt interimistisch.
Nach dem Vertragsende von CEO Matthias Harsch Ende März wird Andreas Voll Vorstandschef des Herstellers von Kameras und Objektiven.
Bei dem Betreiber von Radio-Senderanlagen wurde Niek Jan van Damme, von 2009 bis 2019 Deutschland-Chef der Telekom, zum Vorsitzenden des Unternehmensbeirates ernannt.
Ab dem 1. April übernimmt Tina Rodriguez, seit Januar 2026 als Chief Consumer Officer dabei, die Führung des Streamers von Roger Elsener, der als Direktor zur SRG wechselt.
Die neue Entertainment-Einheit, formiert aus Streaming, Film, TV und Games, leitet Dana Walden als President und Chief Creative Officer. Alan Bergman bleibt Chef der Entertainment Studios. Strategien und Finanzen von Disney+ und Hulu verantworten Joe Earley und Adam Smith als Copresidents der Direct to Consumer-Einheit. Smith ist zusätzlich Technikchef von Disney Entertainment und ESPN. Debra O’Connell leitet die Inhalteproduktion auch für die ABC-Gruppe.
Ab April verantwortet Gus O’Brien im Range eines President die  internationalen Sender und das Verbrauchergeschäft des Film- und TV-Konzerns. Er folgt Ken Bettsteller, der Berater über internationale Beteiligungen wird.

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Die NABShow 2026 findet vom 18. bis 22. April in Las Vegas statt, die Ausstellungsflächen sind vom 19. bis 22. April geöffnet.
Las Vegas
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MPTS

MPTS 2026 – Wir feiern 10 Jahre Content Creation
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13. bis 14. Mai

Anga Com 2026

Kongressmesse für Breitband, Medien & Konnektivität.
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Broadcast Asia 2026

Die BroadcastAsia 2026 findet vom 20. bis 22. Mai im Singapore EXPO statt.
Singapur
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CABSAT

CABSAT wurde 1993 gegründet und hat sich zu einer etablierten Veranstaltung für die Medien- und Kommunikationsbranche in der MEASA-Region (Naher Osten, Afrika, Südasien) entwickelt
Dubai
2. bis 4. Juni

IBC

Führende Veranstaltung für Content und Technologie in der Medienbranche.
Amsterdam
11. bis 14. September

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