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Torsten Breuer erhält Ehrenpreis des Deutschen Kamerapreises

Der Ehrenpreis des Deutschen Kamerapreises geht in diesem Jahr an den Kameramann Torsten Breuer, der bis heute mehr als 40 Film- und Fernsehproduktionen eine besondere filmische Ästhetik verliehen hat.

©WDR/Melanie Grande/Claus GörgenDas Kuratorium des Deutschen Kamerapreises schreibt in seiner Begründung: »Torsten Breuers Arbeit verbindet stilistische Vielfalt mit technischer Meisterschaft und trägt maßgeblich zur Wirkung zahlreicher preisgekrönter Filme bei. Sein Schaffen zeugt von einer bemerkenswert kreativen Bandbreite – in den 1990er- Jahren arbeitete er auch als Filmkomponist. Dieses Gesamtwerk macht Torsten Breuer zu einer herausragenden Persönlichkeit seines Fachs.«

©WDR/Tom Trambow

Torsten Breuer erhält den Ehrenpreis des Deutschen Kamerapreises.

Torsten Breuer selbst verweist auf starke Parallelen zwischen der Musik und seinen Bildern: »Die Arbeit mit der Kamera ist wie Musik. Es geht um Rhythmus, Bewegung und Choreografie. Ich habe Probleme damit, wenn die Kamera sehr statisch ist.« Die Geschichte eines Films müsse ihn emotional »berühren«, erklärt der Ehrenpreisträger. »Ich habe mein ganzes Leben nur Filme gemacht, die mir etwas bedeutet haben. Selbst in Zeiten, in denen es mir dreckig ging und ich nicht wusste, wie ich mir überhaupt noch meine Semmeln kaufen soll, habe ich Filme abgelehnt, wenn mich die Drehbücher nicht gepackt haben.«

Torsten Breuer kam 1954 auf Norderney zur Welt und wurde durch sein Elternhaus an die Musik und Malerei herangeführt. Während des Studiums an der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) München lernte er Katja von Garnier kennen, mit der er »Abgeschminkt« (1992), »Bandits« (1997), sowie die Scorpions-Doku »Forever and a Day« (2015) drehte. Mit Caroline Link realisierte er »Pünktchen und Anton« (1998), mit Marcus H. Rosenmüller »Schwere Jungs« (2007) und »Beckenrand Sheriff« (2021). Gemeinsam mit Dennis Gansel schuf Torsten Breuer moderne Kinoklassiker wie die Jugenddramen »Napola – Elite für den Führer« (2004) und »Die Welle« (2007), und die Michael-Ende-Romanverfilmung »Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer« (2018). Mit Michael Bully Herbig arbeitete Torsten Breuer an den Komödien »Buddy« (2013) und »Bullyparade – Der Film« (2017), am Fluchtdrama »Ballon« (2018) und an »Tausend Zeilen« (2022). Für die Krimikomödie »Jerry Cotton« (Regie: Cyrill Boss und Philipp Stennert) wurde Torsten Breuer 2011 mit dem Deutschen Kamerapreis ausgezeichnet. Zu seinen Fernseharbeiten gehören unter anderem die ZDF-Krimiserie »Kommissarin Lucas« mit Ulrike Kriener.

© WDR/Ben Knabe/Thomas von der Heiden

Am 8. Mai findet die Preisverleihung statt.

Zu Beginn seiner Karriere war Torsten Breuer auch als Komponist aktiv. So schrieb er die Musik für Sönke Wortmanns Komödienhits »Allein unter Frauen« (1991), »Kleine Haie« (1992) und »Der bewegte Mann« (1994).

Mit dem Ehrenpreis des Deutschen Kamerapreises würdigt das Kuratorium die Arbeit von Bildgestalterinnen und -gestaltern, die über das Einzelwerk hinaus kontinuierlich außerordentliche und richtungsweisende Leistungen vollbringen. Zu den bisherigen Ehrenpreisträgerinnen und -preisträgern gehören unter anderen Judith Kaufmann, Slawomir Idziak, Frank Griebe, Jo Heim, Birgit Gudjonsdottir, Bella Halben, Rainer Klausmann und Jenny Schenk.

Die feierliche Preisverleihung zum 36. Deutschen Kamerapreis findet am 8. Mai 2026 in Köln unter Federführung des Westdeutschen Rundfunks im Funkhaus des WDR statt. Nominiert sind 35 Kameraleute und Filmeditorinnen und -editoren.

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