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Weltweit erste LED-Handballfläche
Das Lidl Final4 ist das Premium-Event des deutschen Clubhandballs. Bei dem Turnier in Köln wurde aus dem Hallenboden ein Screen: Die Kreativagentur PlanValley inszenierte das Handball-Highlight erstmals auf einer vollflächigen LED-Spielfläche – Technik von Disguise und ASB Glassfloor machte es möglich.
Für das Lidl Final4, eines der bedeutendsten Handballturniere Deutschlands, hat die Kreativagentur PlanValley in der Kölner Lanxess-Arena ein technisches Novum realisiert: Der komplette Hallenboden bestand aus LED-Flächen von ASB Glassfloor und wurde gemeinsam mit Jumbotron und Bandenwerbung zu einer durchgängigen 3D-Leinwand. Gesteuert wurde die Installation über Disguise-Medienserver der Serien GX 3+ und VX 4+, für Echtzeitgrafiken kam Notch zum Einsatz.
Die Agentur, die den Pitch für das neue Fan-Erlebnis gewonnen hatte, wollte die Handball-Übertragung in Richtung Super-Bowl-Inszenierung weiterentwickeln – mit Echtzeitdaten, Live-Performances und Publikumsinteraktion. Für die Umsetzung blieben PlanValley nach eigenen Angaben weniger als 48 Stunden vor Ort, um das Tracking-System von Kinexon anzubinden, Cues für das Spiel zu kalibrieren und mit Tänzern und Akrobaten zu proben.
Eine besondere Herausforderung: Die LED-Linien des Spielfelds mussten exakt austariert werden, damit die TV-Bildregie keine Farbverfälschungen einfing und Spieler nicht ungewollt angestrahlt wurden – gleichzeitig sollte die Fläche im Stadion selbst gut sichtbar bleiben. Die 3D-Inhalte, so Show Creative Director Ben Petit von PlanValleys Studio Let There Be Light, mussten sowohl in der Halle überzeugen als auch perspektivisch korrekt für die anamorphotische Broadcast-Kamera gemappt werden – bei einer Mischung aus vorgerenderten Blender-Assets und live generierten Notch-Inhalten.
Vor der eigentlichen Produktion baute das Team die Lanxess-Arena vollständig in einer 3D-Previz-Umgebung nach. Mit Disguise Designer ließ sich Content über Boden, Jumbotron und Banden hinweg planen und in Sekunden auf weitere Flächen ausdehnen. Für die Live-Produktion sorgte der GX 3+ für die nötige Rechenleistung, um anspruchsvolle Notch-Blocks ohne Performance-Einbußen zu bewältigen – laut PlanValley der erste Praxiseinsatz dieses Servers im eigenen Workflow.
Zum Einsatz kamen unter anderem anamorphotische Wellenanimationen für die Hauptkamera, 3D-Schriftzüge, die virtuell aus einem Holzboden gefräst wirkten, sowie Partikeleffekte, die zwei Akrobaten in Echtzeit folgten – gesteuert über Kinexon-Tracker an den Performern. Zur Halbzeit ließ PlanValley zudem Zuschauer in einem eigens entwickelten Spiel gegen den Boden antreten: Inspiriert von der Kinderserie Tabaluga, mussten Teilnehmer zwischen sich auflösenden Lichtpunkten hin- und herspringen, während eine Eigenentwicklung ihre Position in Echtzeit erfasste und die Fläche unter ihren Füßen verschwinden ließ.
Rund 20.000 Zuschauer verfolgten das Turnier live in der Arena, weitere Millionen an den Bildschirmen. Für ASB Glassfloor markiert der Auftritt die erste Partie eines professionellen Handballspiels auf einer vollflächigen LED-Videofläche.













