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MPEG-2 und 24P bei Sony

Neue MPEG-Produkte und die Produktion für HDTV im 24P-Standard sind die wichtigsten Themen für Sony im Messeherbst 1999.

Sony stellt zur IBC ’99 eine ganze Reihe neuer Produkte vor. Schwerpunkte liegen dabei auf MPEG-2 und HDTV mit 1080 Linien und 24 Bildern pro Sekunde. Die Produktion und Postproduction mit 24 Bildern pro Sekunde ist in den USA derzeit ein vieldiskutiertes Thema und Sony geht davon aus, daß sich das auch in Europa zumindest in Teilbereichen der Produktion und Postproduktion auswirken wird.
Sony begegnet diesem Trend mit eigenen Produkten, beispielsweise dem neuen Filmabtaster Vialta und 24P-Video-Equipment: Recorder, Camcorder, Mischer und Effektgeräte im neuen HD-Standard sollen gezeigt werden. Die Nettopreise in diesem Produktsegment beginnen bei rund 140.000 Mark für einen Recorder. Sony arbeitet auch mit anderen Herstellern, wie etwa Avid, Pluto und Pandora, an neuen 24P-Produkten: So soll am Sony-IBC-Stand ein 24P-Schnittsystem von Avid zu sehen sein.

Im MPEG-2-Bereich wird der MPEG-Recorder, der in Zusammenarbeit mit dem italienischen Fernsehsender RAI entwickelt wurde, erstmals in seiner Endversion auf einer europäischen Messe präsentiert. Er arbeitet mit einem Datenstrom von maximal 50 Mbps (422P@ML, I-frame only) und zeichnet auf ein 1/2-Zoll-Band mit Betacam-Abmessungen auf.

Als weiteres Element in der MPEG-2-Strategie konzipierte Sony den Video-Server MAV-555, der einen linearen 3-Maschinen-Schnittplatz ersetzen kann. Das besondere am MAV-555: Er läßt sich sehr flexibel konfigurieren. So kann der Kunde entscheiden, wie er die vier Kanäle des Servers nutzen will: Drei Eingänge und ein Ausgang sind eine ebenso denkbare Kombination, wie zwei Ein-und zwei Ausgänge. Noch mehr Flexibilität bietet der MAV-555 in puncto Ausstattung: Der Video-Server kann mit etlichen Zusatzplatinen für Videoeffekte, Mischer-Funktionalität und Netzwerkanbindung aufgerüstet werden. In Europa will Sony schon bis zum Jahresende mehr als 150 MAV-555 ausliefern. In Deutschland geht eine größere Lieferung an den Ü-Wagen-Betreiber Topvision für den der Server dank seiner Slow-Motion-Fähigkeiten besonders interessant ist.
Der Server MAV-70, bisher auf eine Videodatenrate von 18 Mbps festgelegt, kann künftig 24 Mbps verarbeiten und wird in dieser Variante gezeigt. Ab März kommenden Jahres soll es diesen Server in einer 50 Mbps-Version (I-Frame-only) geben.

Die Betacam-SX-Produktpalette ergänzt Sony mit dem DNW-A28, einem neuen, kompakten Recorder mit halber Rackbreite, der sich aufgrund seiner kompakten Baugröße besonders für den Einsatz in Ü-Wagen eignet. Der DNW-A28 kann auch Betacam-SP-Bänder abspielen. Ebenfalls neu: Den DNW-75 gibt es jetzt auch in einer preisgünstigeren Variante ohne Analog-Wiedergabe.
Die Digital-Betacam-Palette rundet Sony mit den drei neuen, erstmals zur NAB gezeigten Camcordern ab: DVW-790, 709 und 707. Bei den Archivsystemen präsentiert Sony im Rahmen der IBC Komplettsysteme in Zusammenarbeit mit IBM.

Autor: red

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