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NAB2002: Discreet lüftet den Schleier

Neben Previews auf Inferno 5 und Flame sowie Flint 8, gab Discreet zur NAB2002 auch erste offizielle Informationen zu neuen Produkten bekannt, über die schon lange spekuliert wird: Hinter den Codenamen Strata und Mezzo verbergen sich die Applikation(en) und die Software- und Server-Architektur zukünftiger Systeme, die mit Intel/Windows-Systemen laufen sollen.

Auch wenn sich Discreet-Chef Paul Lypaczewski bei der Frage nach der Plattform der neuen Systeme noch nicht so genau festlegen wollte und bewusst unscharf formulierte, wurde doch recht schnell deutlich, dass Discreet nun auch im Bereich seiner High-End-Systeme den lange erwarteten Einstieg in die Windows-Welt vollziehen wird. Noch vor wenigen Monaten hatte Paul Lypaczewski im Interview mit www.film-tv-video.de auf die Frage »Wann werden Ihre High-End-Systeme auch auf anderen Plattformen zur Verfügung stehen?« geantwortet: »When the time is right.«. Während der NAB-Pressekonferenz kündigte er nun an: »I am pleased to say: the time is now«.

Die unter den Codenamen Strata und Mezzo angekündigten neuen Produkte sollen während der NAB2002 als Technologie-Demos in geschlossenen Suiten zu sehen sein, wobei Discreet derzeit noch keine Angaben darüber macht, wann mit Beta-Versionen oder gar mit fertigen Produkten der neuen Linie zu rechnen sein wird. Strata und Mezzo sollen jedoch die Grundlage für eine ganze Reihe von Anwendungen bilden. Maurice Patel, Discreet-Produktmanager für Visual Effects, betonte dabei, dass es sich um eine reine Software-Architektur handle.

Konkret verbirgt sich hinter dem Codenamen Strata eine nonlineare 3D-Produktionsumgebung für Visual Effects und Finishing, also eine Postproduction-Applikation, die Bildbearbeitung, 3D-Funktionalität und Editing miteinander verbindet. Sie soll die Lücke zwischen 2D- und 3D-Anwendungen schließen und in der Lage sein, fünf SD-Video-Datenströme im 3D-Raum parallel in Echtzeit verarbeiten zu können.

Mezzo ist der Codename für den Asset-Server der neuen Systemarchitektur. Er soll Media- wie auch Metadaten verwalten und umfangreiche Asset-Management-Funktionen bieten. Discreet kündigt für den Server eine deutlich höhere Bandbreite an, als man sie von den derzeit leistungsfähigsten SAN-Systemen her kenne. Mezzo soll Constant-Sync-Funktionalität bieten, so dass sich für praktisch jeden Zeitpunkt der aktuelle Status reproduzieren lasse, falls es zu einem Systemausfall gekommen sein sollte. 15 Streams in SD-, 3 Streams in HD- oder 2 Streams in 2K-Auflösung soll Mezzo parallel verarbeiten und bereitstellen können, davon jeweils fünf SD-Datentröme pro angeschlossene Workstation.

Discreet legt bei der Ankündigung der neuen Richtung Wert auf den Hinweis, dass sich die neue Systemarchitektur mit den bestehenden Systemen integrieren lasse.

Autor: red

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