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Lawo-Technik bei Coldplay

Im November gab Coldplay zwei spektakuläre »Sunrise«- und »Sunset«-Konzerte in Ammans Zitadelle (Jordanien), die live auf YouTube gestreamt wurden, um die ganze Welt an der Veröffentlichung des neuen Albums »Everyday Life« teilhaben zu lassen.

Coldplay stellte sein neues Album »Everyday Life« mit spektakulären Sunset- und Sunrise-Konzerten in Amman vor. »Wir suchten uns einen Ort auf der Welt, wo wir normalerweise nicht spielen«, erzählte Chris Martin, Sänger von Coldplay, der BBC.

Mit einem Sunrise- und einem Sunset-Konzert stellte die Band Coldplay in Amman ihr neues Album »Everyday Life« vor.

Wenige Tage vor den historischen Amman-Konzerten gab das Management von Coldplay bekannt, dass die Band am 25. November außerdem einmalig im Londoner Natural History Museum live auftreten würde. Ausgewählte Songs dieser Performance werden im Radio und in den sozialen Medien verfügbar sein; der Erlös wird einer gemeinnützigen Organisation gespendet.

Die Band trat auch im Londoner Natural History Museum auf.

Wie immer waren die spektakulären Coldplay-Shows das Ergebnis intensiver Vorbereitungen mit den Besten der Branche. Tony Smith (Coldplays Audio-Designer, FOH Tech und Crewchef) erarbeitete mit dem überragenden Broadcast-Toningenieur Toby Alington eine Lösung für den Broadcast-Mix in Amman. Toby wiederum wandte sich über SR Films an Dirk Sykora für die Wahl und Bestückung eines Lawo-Mischpults für Jordanien. Toby mischte die beiden Live-Auftritte in Amman gemeinsam mit den Coldplay-Mitarbeitern Rik Simpson (Produzent, Toningenieur) und Dan Green (FOH-Ingenieur).

Band und Crew waren bereits eine Woche vor den Auftritten (bei Sonnenauf- und -untergang) in Amman. Laut Dirk Sykora, der das Lawo mc²56 Mischpult für die Streaming-Events konfigurierte und programmierte, wurden insgesamt 192 Eingänge mit drei separaten DAW-Maschinen aufgenommen und für die Live-Stereoübertragung mit dem Pult gemischt.

Tony Smith (Coldplays Audio-Designer, FOH Tech und Crewchef) erarbeitete mit dem Broadcast-Toningenieur Toby Alington eine Lösung für den Broadcast-Mix in Amman.

Die Band probte die neuen Stücke in einem Theater in Ammans Innenstadt, was der Crew die Gelegenheit gab, alle technischen Aspekte vorzubereiten, das Pult zu programmieren und an allen Einstellungen zu feilen, bis alle rundherum zufrieden waren.

Nach den Proben und Live-Aufnahmen im Theater wurde die gesamte Ausrüstung auf den Berg der Zitadelle geschafft und in Zelten in der Nähe des Ortes aufgestellt, wo die Band ihre Sunrise- und Sunset-Konzerte gab.

Trotz gegenteiliger Annahmen waren die beiden Coldplay-Performancen in Amman echte Live-Gigs, die auch gefilmt und gestreamt wurden, sagt Toby Alington: »Es war bestimmt kein Filmdreh, zu dem ein Playback lief. Wir brauchten die 192 Audiokanäle tatsächlich. Zusätzlich stellten wir eine Reihe von Ambience-Mikrofonen um die Zitadelle herum auf, um Ammans Live-Atmosphäre in der Morgen- und Abenddämmerung einzufangen. Das Projekt war Magie pur – alles passte perfekt zusammen.« Dirk Sykora von Lawo stimmt zu: »Coldplays Sunrise- und Sunset-Gigs in Amman gehören zu den absoluten Highlights meiner beruflichen Laufbahn.«

Nach zwei großartigen Shows flogen Band und Crew nach London zum Live-Gig im Natural History Museum. Neben dem FOH-Mix von Dan Green wurde die Performance auch von Toby Alington und Rik Simpson im Floating Earth Ü-Wagen aufgenommen und gemischt – erneut mit einem Lawo mc²56-Pult und anhand der Konfiguration, die Dirk Sykora in Amman vorbereitet und gespeichert hatte und nur zum Pult im Ü-Wagen zu übertragen brauchte.

Nach zwei großartigen Shows flogen Band und Crew nach London zum Live-Gig im Natural History Museum.

Rik Simpson, Produzent und Toningenieur von Coldplay und Toby Alington, der Live-Toningenieur in Amman und London, waren mit dem Equipment der niederländischen Firma SR Films und der Klangqualität des mc²56 von Lawo äußerst zufrieden. Toby Alington: »Diese Konsole funktioniert genau wie ich denke. Und es klingt hervorragend.«

Der WWF begrüßte die Initiative von Coldplay, weitere Tourneen so lange aufzuschieben, bis eine umweltverträgliche Strategie für solche Mammutunterfangen gefunden ist. Mit den Errungenschaften der IP-basierten Remote-Produktion, den Streaming-Möglichkeiten und modernsten Workflows könnte Lawo der Band dabei helfen, ihren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren und trotzdem im Rampenlicht zu bleiben.

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