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Grass Valley: Infinity kommt im Sommer 2007, dann mit CMOS-Sensor

Nach Informationen, die britische Kollegen an film-tv-video.de weiterleiteten, gab Grass Valley vorgestern offiziell im Rahmen einer Presseveranstaltung in London bekannt, dass Seriengeräte des bandlosen Infinity-Systems ab Sommer 2007 ausgeliefert werden sollen. Der Camcorder werde dann mit einem von Grass Valley eigenentwickelten, neuen CMOS-Sensor bestückt sein, kündigte das Unternehmen an.

Zur NAB2007 im April will Grass Valley demnach voll funktionsfähige Vorserienmodelle des überarbeiteten Camcorders zeigen, unmittelbar nach der Messe sollen rund 100 Infinity-Camcorder für die Evaluierung durch potenzielle Käufer bereitstehen. Der Infinity-Camcorder soll — anders als die bislang gezeigten Muster — mit von Grass Valley selbst neu entwickelten CMOS-Sensoren bestückt sein, wenn er in die Serienfertigung geht. Den Typ des neuen 2/3-Zoll-Sensors nennt Grass Valley Xensium, er verfügt laut Hersteller in der HD-Version über eine native Auflösung von 1920 x 1080 aktiven Bildpunkten bei einer Gesamt-Pixelzahl von über 2,4 Millionen. Mehr wollte das Unternehmen noch nicht verraten.

Nicht nur beim Sensor hat Grass Valley nach eigenen Angaben Veränderungen vorgenommen, es gab auch weitere Modifikationen: Demnach wurde der Camcorder thermisch optimiert, soll also jetzt im Betrieb nicht mehr so heiß werden, wie das bei den ersten Mustern der Fall war. Außerdem soll die Leistungsaufnahme nun geringer sein. Damit adressiert Grass Valley auch Kernpunkte der Gerüchte, die gegen Ende des vergangenen Jahres über Infinity kursierten (film-tv-video.de berichtete).

Auch bei der Funktionalität präsentierte Grass Valley in London Neuheiten: Der Camcorder soll sich in praktisch allen Funktionen via Bluetooth von einem Organizer oder Palmtop aus steuern lassen, auch Metadaten und Marker sollen darüber gesetzt werden können. Als Nettopreis der dafür notwendigen Software für das Windows-Mobile-Betriebssystem nennt Grass Valley etwa 400 Euro.

Als Lieferstart für den Infinity-Camcorder plant Grass Valley nun nach Eigenangaben den Sommer 2007. Das ist sehr viel später als bei der ersten öffentlichen Vorstellung des Infinity-Konzepts während der IBC2005 angekündigt, denn damals hatte das Unternehmen versprochen, schon zur NAB2006 erste Camcorder ausliefern zu können. Firmensprecher gaben sich am Rande der Veranstaltung zerknirscht über den nun erneut verschobenen Lieferstart, versprachen aber zum Ausgleich ein noch besseres Gerät als es bisher schon geplant gewesen sei — zum ursprünglich avisierten Preis. Als Nettopreis für den Infinity-Camcorder (inklusive Sucher, ohne Objektiv) nennt der Hersteller 20.000 Euro.

Gleichzeitig gaben Firmenverantwortliche auch die Unterstützung anderer Firmen für das Rev-Pro-Medium bekannt, das Infinity neben CF-Speicherkarten nutzen soll: Fast Forward will demnach zur NAB2007 einen Rev-Pro-Dockrecorder vorstellen, der an existierenden Kameras zwischen Akku und Kamera-Body geflanscht werden kann.

Grass Valley zeigte bei der Veranstaltung auch den aktuellen Stand bei der Weiterverarbeitung der laut Hersteller mit Infinity möglichen HD-Aufnahmen im JPEG2000-Format. Das hauseigene Canopus-System konnte dabei laut Besuchern der Grass-Valley- Veranstaltung die Files in voller Auflösung verarbeiten, aber noch nicht mit der vollen Bildrate. Flüssige, ruckfreie Wiedergabe in voller Qualität war mit dem gezeigten System demnach noch nicht möglich, daran werde aber nach Angaben von Firmenmitarbeitern mit Hochdruck gearbeitet. Die Anwesenheit von Avid-Mitarbeitern beim Grass-Valley-Termin war offenbar als Bekundung guten Willens gedacht, konkrete Versprechen oder Ankündigungen gab es aus dieser Richtung nicht.

Autor: red

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