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Cube-Tec liefert Audio-Schnittautomatisierung an BR

Cube-Tec International hat die Installation eines vollautomatischen Sendekonfektionierungssystems für den BR-Hörfunk erfolgreich abgeschlossen. Das System wird gerade in die technische Infrastruktur des BR integriert.

Ziel des Projekts war es, relativ komplexe, manuelle Routinetätigkeiten in der Produktion durch qualitätsgesicherte, automatisierte Prozesse zu ersetzen. Regelmäßig auftretende Aufgaben, die bisher vom Produktionsteam an manuellen DigAS- und Sequoia-Audioschnittplätzen durchgeführt werden mussten, sollten durch eine leistungsfähige, vollautomatische Software-Lösung ersetzt werden.

Eine der Herausforderungen bestand darin, dass das System mit sehr anspruchsvollem Programmmaterial wie etwa klassischer Musik korrekt umgehen können muss. Bei klassischer Musik soll etwa vollautomatisch aus der Audiomodulation heraus erkannt werden, ob beispielsweise die Länge eines Applauses noch sendetauglich ist, oder Satzpausen für eine Sendefähigkeit gekürzt werden müssen. Das Audiosignal muss auf wenige Millisekunden genau auf den gewünschten Modulationsstart geschnitten werden, sodass die Sendeautomation exakt auf den Punkt einsetzt, ohne dass die Modulation beim Playout angeschnitten klingt oder eine wahrnehmbare Pause entsteht. Eine der Anforderung an das Automationssystem ist es, dass es selbständig geforderte Schnitte planen und durchführen kann und alle Blenden unhörbar ausgeführt werden sollten. Zusätzlich sollten auch fehlerhafte Dateien automatisch erkannt werden, etwa wenn ein unerwarteter Modulationsabriss auftritt.

Eine weitere wichtige Anforderung ans System besteht darin, verlustbehaftete MPEG Layer-2 Formate direkt (ohne Dekomprimierung in den linearen PCM-Bereich) zu verarbeiten, um Qualitätseinbußen durch Tandemkodierung ausschließen zu können. Hierfür entwickelte Cube-Tec einen Mechanismus, der Schnitte und Blenden innerhalb bestehender MP2-Dateien ausführen kann. Weiter müssen auch überlange Multikanal MBWF- und RF64-Dateien korrekt bearbeitet werden.

Das Verfahren muss auch in der Lage sein, die Qualität seiner Arbeit selbst zu klassifizieren: Beim Unterschreiten einer bestimmten Grenze wird die entsprechende Datei inklusive der bereits getätigten Analysen an einen Mitarbeiter zur Nachkontrolle übertragen. Nach dieser Kontrolle muss das Programmmaterial wieder in den automatischen Workflow eingegliedert werden: manuelle Arbeiten sollen nur dort anfallen, wo sie wirklich notwendig sind und einen klaren Mehrwert liefern – alle automatisierbaren Aufgaben sollen die Mitarbeiter wirklich entlasten.

Für die Sendekonfektionierung mit Lautheitsmessung/-korrektur nach EBU R 128 setzte Cube-Tec innerhalb des Projekts auf entsprechende Cube-Tec Software-Module sowie auf Dobbin Media Rendering Farm.

Autor: red

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