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IBC2015: Avids neue Offenheit gegenüber Premiere und FCP

Als Avid-Chef Louis Hernandez schon kurz nach seinem Amtsantritt ankündigte, Avid werde künftig auf verschiedenen Ebenen offener agieren, herrschte bei vielen Kunden, Händlern und Marktbeobachter eine gesunde Skepsis, ob und wie weit das umgesetzt würde. Nun lässt Avid in einigen Bereichen mit Signalwirkung, Taten folgen.

Das Adobe-Schnittsystem Premiere und Apples Final Cut Pro X können nun innerhalb der Avid-MAM-Lösung Interplay als Editing-Softwares genutzt werden und haben dabei vollen Zugriff auf die gesamte Funktionalität. Im Zusammenspiel mit den aktuellen Speicherlösungen der Isis-Familie können diese Schnitt-Softwares ebenfalls genutzt werden und zusätzlich auch noch Edius Workgroup 8 von Grass Valley.

»Es handelt sich dabei um eine tiefe Integration«, erklärt Matt Feury, Senior Manager for Post Solutions Marketing bei Avid. »Wir unterstützen die Third-Party-Editing-Softwares uneingeschränkt in allen Funktionen.« Zwar erhöhe diese Öffnung zweifellos den Test- und Support-Aufwand für Avid, aber es sei wichtiger, auf die Wünsche der Kunden einzugehen. »Wir vertreten nach wie vor die Auffassung, dass der Media Composer viele Vorteile bietet, was man etwa auch daran sehen kann, dass Kompatibilität innerhalb unserer Produktfamilie eine sehr große Rolle spielt. So kann man auch mit den jüngsten Versionen von Media Composer problemlos ältere Projekte öffnen, bis weit zurück in die Anfangszeit dieser Software. Dieser Rückwärtskompatibilität ist meines Wissens einzigartig — und sie ist nur eines von vielen Beispielen für die Stärken der Editing-Software von Avid. Dennoch gibt es Anwender, die aus verschiedensten Gründen innerhalb ihrer Infrastrukturen auch andere Editing-Softwares nutzen wollen — und das ist nun uneingeschränkt möglich.«

»Avid hat sich dem Anliegen verschrieben, Medienprofis die kollaborativen Workflows zur Verfügung zu stellen, die sie brauchen, um Content in höchster Qualität kreieren, managen und ausspielen zu können — unabhängig von den Tools, die sie sich dafür aussuchen«, fasst Dana Ruzicka, Vice President und Chief Product Officer bei Avid, zusammen.

Matt Feury erläutert: »Medienmanagement ist von je her eine Kernkompetenz von Avid. Das war schon in den Anfängen unerlässlich, als die Bildqualität schlecht und die Processing-Power gering war und das ist letztlich bis heute so geblieben, wo wir für den Media Composer Resolution Independence anbieten. Mit Interplay und Isis stellen wir das nun auch im Zusammenspiel mit den Softwares anderer Hersteller unter Beweis.«

Empfehlungen der Redaktion:

11.09.2015 – IBC2015: How we do it
23.04.2014 – NAB2014-Video: Was ändert sich mit Avids Media Central Plattform?

Autor: red

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