2026_10_Blackmagic_Leader

Anzeige

NAB2017: Social Media — gekommen um zu bleiben

Was man unter dem Oberbegriff Social Media versteht, war einem großen Teil der klassischen Medien lange Zeit suspekt, wurde — und wird teilweise immer noch — kritisch beäugt und als Modeerscheinung betrachtet.

Social Media – weitere Quelle im News-Business.

Die kritische Beobachtung ist aus verschiedenen Aspekten heraus ganz sicher richtig und begründet, aber die grundlegende Skepsis hat sich bei den meisten mittlerweile doch gelegt oder zumindest relativiert: Man versucht, wenigstens mitzuschwimmen. Manche klassische Medien setzen sogar sehr stark auf die neuen, zusätzlichen Kanäle und sehen darin ein Mittel, die eigene Zukunft zu sichern.

Kein Wunder, dass sich das auch in den Werkzeugen und Arbeitsweisen der klassischen Medien niederschlägt. Schon länger ist es dabei ein Thema, Funktionen zu integrieren, die es vereinfachen, vorhandenen oder neu produzierten Content auf einfache Weise auch in den sozialen Medien zu verbreiten. Statt komplizierter manueller Aufbereitung und individueller Transcoding-Schritte läuft das zunehmend automatisiert auf Basis cleverer Algorithmen ab.

Zur NAB2017 nun war Social Media aber auch unter einem anderen Aspekt ein Thema: nicht mehr nur als Output oder simpler Feedback-Kanal, sondern als Quelle. Natürlich ist das nicht ganz neu und es werden etwa schon lange Tweets oder Facebook-Inhalte auch in der TV-Berichterstattung zitiert und verwendet. Nun aber hat das Ganze ein anderes technisches Niveau und eine tiefere Integrationsstufe erreicht.

So müssen zeitgemäße TV-Produktionslösungen, um ein konkretes Beispiel zu nennen, etwa auch in der Lage sein, Hochkant-Videos zu verarbeiten. Das klingt so banal, wie es im Grunde auch widersinnig ist, aber es ist in der Praxis nun mal oft so, dass die aktuellsten oder einzigen Bilder eines Ereignisses Hochkant-Handy-Videos sind.

Werden diese aber vom Produktionssystem automatisch in 16:9-Bilder umgewandelt — mit unscharfer Randergänzung, vor einem Verlauf oder einer Grafik — und nur so verarbeitet und weitergereicht, hat man spätestens dann ein Problem, wenn man am Ende selbst wieder die sozialen Kanäle damit füttern will: Man hat nur briefmarkengroße Zappelbildchen oder einen x-fach transkodierten und ausgeschnittenen Clip zur Verfügung.

Viel besser ist es natürlich, wenn der Clip im System in Originalqualität erhalten bleibt und jeweils bei Bedarf gewandelt und angepasst wird — auch wenn das Original ein Hochkant-Video ist. Diese Funktionalität muss aber erst mal integriert und gut bedienbar bereitgestellt werden — und das ist nun zunehmend der Fall. Die Broadcast-Systeme werden in dieser Beziehung offener und leistungsfähiger.

Sehr interessant ist in diesem Zusammenhang auch eine neue Funktion im Redaktionssystem OpenMedia von Annova, das in Deutschland unter anderem in der ARD weit verbreitet ist. Hier gibt es nun Funktionalität, die helfen soll, »Fake News« zu identifizieren — oder zumindest erste Anhaltspunkte für eine Einordnung zu geben, ohne dass jeder Redakteur das wieder von Null an recherchieren müsste. Bei Meldungen aus dem Social-Media-Spektrum wird hierfür geprüft, aus wie vielen Quellen die Meldung ursprünglich kommt, es gibt Bewertungen der Quellen, der Redakteur kann sehen, ob die Quellen in der Regel neutral berichten oder eine klare politische Ausrichtung haben.

Auch das ein Indiz dafür, dass sich die Sichtweise etabliert, Social Media sei gekommen, um zu bleiben.

Sie werden sehen.

2026_10_Aja_Leader

Anzeige

2026_10-Canon_rec

Anzeige

Most Popular

2026_10_Aja_rec

Anzeige

Newsletter

Keine Story mehr verpassen und
einfach den Newsletter abonnieren!

2026_10_Lawo_rec

Anzeige

PLATIN

NEP Germany
BFE
Sony Professional Europe
Clear-Com
AJA Video Systems
Adobe
TVN LIVE PRODUCTION
Mediatec
EVS
VIDI
TV SKYLINE
Riedel Communications
Broadcast Solutions GmbH
Panasonic Connect
EIZO
KST Moschkau GmbH
MoovIT GmbH
CGI Deutschland B.V. & Co. KG

LEaT con 26

Mit 140 Speakern bot die letzte LEaT con ein beeindruckendes Programm aus Vorträgen und Workshops.
Hamburg
6. bis 8. Oktober

Medientage München

Bei den 40. MEDIENTAGEN München vom 21. bis 23. Oktober 2026 stehen mehr als 100 Sessions, Keynotes, exklusive Masterclasses und Meetups auf dem Programm.
München
21.-23. Oktober

Logic Roadtrip

Ein Event rund um softwarebasierte Medienproduktion. Gemeinsam mit sieben Technologiepartnern wird eine durchgängige Referenzarchitektur vorgestellt, Lösungsbeiträge werden eingeordnet und Erfahrungen aus der Praxis geteilt.
Diverse
2.-5. November

FKTG-Fachtagung 2026

FKTG-Fachtagung 2026.
Wuppertal
10. bis 12. November

ISE 2027

Die ISE 2027 wächst über Barcelonas Gran Via hinaus, geht stärker in Richtung Content, Kreativtechnik und Bildung – und holt mit einem eigenen Studio die Broadcast-Produktion in die Unternehmenswelt. Unter
Barcelona
2.-5. Februar 2027