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IBC Innovation Awards 2026 vergeben

Vier Gewinnerprojekte zeigen, wie offene Workflows und KI-gestützte Lösungen Grenzen zwischen Organisationen, Sprachen und Technologien überwinden – zusätzlich wurden OBS, ein Forscherteam und ein Live-Produktions-KI-Projekt ausgezeichnet.
©Cherian

Gewinner Content Creation.

Die IBC hat die Gewinner der IBC2026 Innovation Awards bekanntgegeben. Ausgezeichnet wurden kollaborative Projekte, die langjährige Herausforderungen der Medien-, Entertainment- und Technologiebranche lösen – in den vier Kategorien Content Creation, Content Distribution, Content Everywhere und Social Impact.

Christine Gebhard von der Redaktion film-tv-video.de war Teil der Jury.

In der Kategorie Content Creation setzte sich der Media eXchange Layer (MXL) durch: eine Open-Source-Initiative der European Broadcasting Union in Zusammenarbeit mit der North American Broadcasters Association, gehostet von der Linux Foundation und implementiert von CBC/Radio-Canada, mit Beiträgen zahlreicher weiterer Industriepartner. (News dazu hier)

©IBC

Gewinner Content Distribution.

Die Kategorie Content Distribution ging an Reuters für den Umstieg von fixer Infrastruktur auf ein Global-Shared-Memory-Ökosystem, unterstützt von MediaMesh von TVU Networks. Das System ermöglicht event-getriebene, API-orchestrierte Newsverteilung und bindet Partner wie InSync, Kinetiq, Sony, Elecard und TAG Video Systems ein. (News dazu hier).

©IBC

Gewinner Content Everywhere.

Für Content Everywhere wurde die DTV+-Implementierung in Brasilien prämiert: Globo verbindet damit die Reichweite des Free-TV mit der Personalisierung und Messbarkeit digitaler Medien. Die Integration von Broadcast und Broadband entstand in Zusammenarbeit von Regierung, Sendern und Industrie. (News dazu hier).

©IBC

Gewinner Social Impact.

Den Social-Impact-Award sicherte sich G&L Systemhaus mit einer broadcast-tauglichen, KI-gestützten Gebärdensprachlösung für Live- und On-Demand-Streaming – entwickelt gemeinsam mit dem KI-Unternehmen Signapse, der Softwarefirma Norsk/id3as und CDN-Anbieter Akamai. (News dazu hier).

Jury-Vorsitzender Fergal Ringrose.

»Unsere Gewinner der IBC Innovation Awards 2026 eint, dass sie bislang unüberwindbare geografische, sprachliche und organisatorische Barrieren für offene Medien-Workflows abbauen«, so Fergal Ringrose, Vorsitzender der Innovation-Awards-Jury. Jeder Gewinner realisiere ein transformatives Umfeld für kollaborative, cloud-native, software-first geprägte digitale Ökosysteme.

Neben den vier Hauptkategorien wurden bei der Veranstaltung weitere bereits angekündigte Auszeichnungen überreicht:

Die International Honour for Excellence ging an Olympic Broadcasting Services (OBS) für jahrzehntelange Innovationen in der Live-Produktion olympischer Sportereignisse.

©IBC

International Honour for Excellence.

Mit Fortschritten bei Ultra-HD-Produktion, immersivem Audio, Remote-Produktions-Workflows, künstlicher Intelligenz und cloudbasierten Technologien hat OBS maßgeblich geprägt, wie Zuschauer weltweit die Olympischen Spiele erleben.

Den Preis für das Best Technical Paper erhielten Emma Maier, Jodie Pearton, Anna Stewart, Arina Mnatsakanyan und Jonathan Freeman von i2 media research für ihre Arbeit zu Interaktionsbarrieren in internetbasierten TV-Systemen. Die Studie untersucht, wie sich Streaming-Angebote für ältere Zuschauer zugänglicher gestalten lassen, und zeigt, wie ein optionales, altersgerechtes Overlay-Interface selbstbestimmtes Fernsehen erleichtern kann.

Als IBC Accelerator Project of the Year 2025 wurde das Projekt »AI Agent Assistants for Live Production« ausgezeichnet, das aus den Challenges der vorjährigen IBC hervorging. Ein KI-Regieassistent orchestriert darin ein Set von Produktions-Agenten und ermöglicht Sprachsteuerung sowie natürlichsprachliche Koordination komplexer Regieraum-Workflows. Entstanden ist zudem ein offenes, herstellerunabhängiges Framework für KI-Agenten in der Live-Produktion – mit dem Ziel, menschliche Entscheidungen zu unterstützen, ohne die redaktionelle Kontrolle aus der Hand zu geben. Projektträger waren die Sender ITN, BBC und Channel 4, beteiligte Anbieter CUEZ, Amira Labs, Highfield AI, Monks, CuePilot, Shure, EVS, Moments Lab und Google Cloud.

 

 

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