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Praxistest: Audiofunke DJI Mic Mini 2S
Test
Um die Reichweite und Durchdringung der Mikros zu testen, laufe ich mit diesen immer so weit im Treppenhaus nach unten, bis Empfangsstörungen auftreten. Zur Einordnung könnte ich Stockwerkpunkte vergeben; je mehr, desto besser.
Das DJI Mic Mini 2S kommt bei diesem Test auf 1,5 Stockwerke. Im Vergleich dazu lag das Mic 3 bei einem, das Lark M2 auch bei 1,5 Stockwerkpunkten.
Die Soundqualität habe ich mit dem Lark M2 verglichen, das eigentlich ganz ordentlichen Sound abliefert. Hier lag das Mic Mini 2S leicht vorne, der Sound klingt natürlicher. Im direkten Vergleich klingt das Lark einen Tick mehr nach Büchse. Aber das ist wirklich nur marginal.
Die 32-Bit-Float-Funktion erlaubt ein entspannteres Drehen. Gerade wenn man das Mikrofon ohne Receiver nutzt, kann man ja zudem auch gar nicht pegeln.
Die Screenshots zeigen meinen Schrei ins Mikro, der zunächst komplett übersteuert ist.
Durch einfaches Senken der Lautstärke bekommt man aber einen anständigen Pegel; nichts ist mehr übersteuert oder wird abgeschnitten. Das ist eine praktische Sicherheitsfunktion, nichtsdestotrotz sollte man weiterhin tunlichst auf den Ton achten.
Der limitierende Faktor bei 32-Bit ist das Mikrofon, dessen Rauschabstand und die Vorverstärkung.
Auch falls die Funkverbindung mal abbricht oder schwächelt, hat man durch die interne Aufnahme immer eine Sicherung.
Das Noise Cancelling arbeitet in der Grundeinstellung erstaunlich gut. Hier sollen Geräusche wie Brummen, Ventilatoren usw. in Innenräumen herausgefiltert werden.
Bei einem Test mit lautem TV wurden die Stimmen und Geräusche subtil und natürlich abgeschwächt, während meine Stimme eigentlich so gut wie gar nicht angefasst wurde.
Im Freien mit vielen lauten Nebengeräuschen empfiehlt DJI die Einstellung »Stark«. Hier wurde meine Stimme aber leicht in Mitleidenschaft gezogen.
Die Cover bzw. das Erscheinungsbild der kleinen Funkmikros sind bei mir ja immer ein Thema: Wenn ich schon so kleine unauffällige Mikros benutze, sollen sie nicht blinken wie ein Weihnachtsbaum oder daherkommen wie eine Reklametafel. Natürlich kann man solche Dinge heutzutage in der Post retten (siehe Artikel Patch Replacement), aber das ist ja nicht Sinn des Ganzen. Ganz weit vorne liegt hier Hollyland: Klebt man die LEDs ab und nutzt das schwarze Cover, sieht man nur noch einen dunklen Fleck.
Auch DJI bietet verschiedenfarbige Cover für die Mikros an, passend zu der jeweiligen Kleidung. Ganz dunkel wird es damit aber trotzdem nicht, und das weiße Logo scheint immer durch.Was also tun?
- DIY-Methode 1: Dünnes Klebeband und drei Minuten Arbeit. Das Klebeband hat den Vorteil, dass die Mikros mit Cover noch in das Case passen.
- Methode 2: 3D-Druck. Es gibt auf diversen Plattformen Druckdaten für ein vollständiges Cover, das auch das Logo abdeckt. Allerdings passen die Sender so nicht mehr in das Case.
Fazit
Das Mic Mini 2S ist genau die Erweiterung, auf die viele gewartet haben. 32-Bit-Aufnahme intern in einem so kleinen Sender ist schon sehr praktisch, außerdem lassen sich jetzt bis zu vier Personen im Interview aufnehmen.
Das ganze Set ist sehr »verbindungsfreudig«, so lässt sich auch die Kamera-Version ohne Mobile Receiver mit dem Smartphone nutzen. Außerdem kann man beide Empfänger einfach in einen USB-C-Anschluss des PCs stecken und so den Ton auf diesem aufnehmen. Alternativ verbindet man die USB-C-Buchse des Empfängers mit dem PC und hat so eine Art kleinen Vorverstärker.
Und dann ist da noch das DJI OsmoAudio, womit sich die Mikros blitzschnell mit allen möglichen DJI-Cams wie Osmo Pocket 4, Osmo Action 6, Osmo Nano, Osmo 360 usw. verbinden lassen.
Man kann die Sender leicht und schnell per Magnet oder Clip befestigen und wieder entfernen, wofür einem die Interviewpartner besonders danken werden.
Mich überzeugt vor allem die Möglichkeit der 32-Bit-Aufnahme in einem so kleinen Gerät, die mir schon mal eine Rede gerettet hat (siehe Artikel DJI Mic 3).
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Autor: Sas Kaykha
Bildrechte: Sas Kaykha


















