Home » Fraunhofer IDMT: Vertrauen in Medieninhalte sichern
Fraunhofer IDMT: Vertrauen in Medieninhalte sichern

Die interaktive Audio-Herkunftskarte zeigt Beziehungen zwischen Audiodateien, um deren Herkunft und Verbreitung nachzuverfolgen.
C2PA ist ein offener Standard zur Nachverfolgung von Herkunft und Bearbeitungsverlauf digitaler Medien mittels kryptografischer Signatur und anderer Werkzeuge und wurde von der Coalition for Content Provenance and Authenticity geschaffen.
Mit seiner automatisierten Provenienzverfolgung erweitert das Fraunhofer IDMT die Möglichkeiten von C2PA, indem es wiederverwendete Inhalte identifiziert, verwandte Versionen verknüpft und die Genealogie von Medieninhalten über Vertriebskanäle hinweg rekonstruiert.
Medienunternehmen, Redaktionen, Plattformbetreiber und Technologieanbieter können die Verbreitung von Medieninhalten verfolgen und Erkenntnisse aus forensischen Spuren, Inhalten und Kontext ableiten. Der so unterstützte Datenschutz (Privacy Enhancing Technologies) schützt sensible Daten sowie die gebotene Vertraulichkeit.
Die »Content Verification Toolbox« des Fraunhofer IDMT konzentriert sich auf folgende Themen:
- Inhaltsverifizierung: Da sich generative KI und Manipulationstechniken rasant weiterentwickeln, muss die Erkennung synthetischer Inhalte in der Lage sein, neue Methoden und reale Inhalte zu verarbeiten und gleichzeitig die Erklärbarkeit zu gewährleisten. Das Fraunhofer IDMT entwickelt neue Ansätze zur Erkennung von Manipulationen und der Verfolgung forensischer Spuren und unterstützt Organisationen bei der Bewertung und Auswahl von Technologien.
- Herkunftsnachweis und Authentifizierung: Inhaltsbasierte Methoden ermöglichen einen Herkunftsnachweis von wiederverwendeten Inhalten und identifizieren Beziehungen zwischen Versionen – auch über »analoge Lücken« hinweg. So werden C2PA-basierter Herkunftsnachweis und Authentifizierung samt Kennzeichnung synthetischer Inhalte vorgenommen. Das wird laut IDMT im Rahmen des EU-KI-Gesetzes zunehmend an Bedeutung gewinnen.
- Inhalts- und Koordinationsanalyse: Forensische Werkzeuge und Werkzeuge zur Provenienzanalyse helfen bei der Identifizierung verborgener Spuren, Zusammenhänge und Muster in Mediensammlungen. Der Einsatz dieser Tools bei einer Recherche der Deutschen Welle zu den Epstein-Akten trug dazu bei, Zusammenhänge zwischen Audiodateien aufzudecken. Solche Technologien können auch koordinierte Aktivitäten und unechtes Verhalten in sozialen Medien aufdecken.
- Programmanalyse: Inhaltsbasierte Technologien analysieren AV-Material ohne zusätzliche Daten. Daher können Rundfunkveranstalter Sendungen vergleichen und Erkenntnisse aus Mediensammlungen ableiten, um die Planung zu optimieren, die Wettbewerbslandschaft zu verstehen und den Mehrwert durch automatisierte Berichterstattung nachzuweisen.


















