Messe, Top-Story: 08.10.2008

Cinec2008: Endlich vernünftig

Wenn Kinder sieben werden, dann haben sie sich von ihren Eltern schon ein ganzes Stück abgenabelt. Laut anthroposophischer Lehre geschehen im 7-Jahres-Rhythmus sogar ganz außerordentliche, mystische Dinge in der Entwicklung eines Menschen. Und irgend etwas — so scheint es zumindest — hat es mit dieser magischen Zahl auch bei der Cinec auf sich, die in diesem Jahr zum siebten Mal ausgerichtet wurde.

Wahrscheinlich ist der Grund für die Veränderungen der Münchener Filmtechnikmesse aber viel nüchterner und hat seine Wurzel in der Befragung von Besuchern und Ausstellern, die nach der vorangegangenen Ausgabe der Messe durchgeführt wurde. So oder so: Es gibt positive Auswirkungen, die Cinec2008 war besser als ihre Vorgänger.

So ist es der Cinec in diesem Jahr endlich gelungen, sich selbst als das zu bezeichnen, was sie ist: Der Untertitel lautet nun »Internationale Fachmesse für Filmtechnik«. Die früher etwas größenwahnsinnige und inhaltlich durch so gut wie nichts gedeckten Zusätze »Postproduktion und Veranstaltungstechnik«, sind verschwunden. Zu dem zu stehen, was man hat und ist, statt großmäulig zu prahlen, das ist durchaus ein Zeichen von Reife. Die Cinec ist eine »Production Show« — nicht mehr und nicht weniger: Diesem Anspruch zu genügen, das ist aller Ehren wert und durchaus sehr beachtlich. So stellten während der Cinec2008 zahlreiche hochspezialisierte, auch kleinere Firmen aus, die auf Monstermessen wie der NAB viel leichter in der Masse und neben den Riesenständen der Branchengrößen untergehen.

Wenn sich die Cinec als »Production Show« versteht, dann hat sie damit eine viel größere Berechtigung im Markt und sie kann etwa auch die reinen Rental-Häuser als Aussteller gewinnen — und auch das war in diesem Jahr schon erkennbar: So nutzten neben anderen Verleihern nicht nur der Ludwig Kameraverleih und Gruppe 3 die Cinec für ein Heimspiel, auch der Berliner Verleiher Camelot war vertreten.

Außerdem ist die Messe im Veranstaltungsjahr 2008 auch internationaler geworden: Mehr Aussteller und Besucher aus dem Ausland waren nach Angaben des Veranstalters und auch dem Eindruck der meisten Aussteller zufolge, in diesem Jahr nach München gekommen. Dort konnten sie die Cinec mit einem Oktoberfestbesuch verbinden — allerdings zum Preis erhöhter Hotelkosten, die diese regionale Hochsaison mit sich bringt.

Mit einer etwas breiteren Trägerschaft innerhalb der Fördergemeinschaft Filmtechnik Bayern, die als »ideeller Träger« hinter der von der Albrecht Gesellschaft für Fachausstellungen und Kongresse mbH organisierten Cinec steht, scheint sich diese Messe auch etwas von ihren verkrusteten Strukturen (siehe Bericht von der Cinec2006) zu verabschieden: Das Kind emanzipiert sich gegenüber seinen Eltern. So musste man in diesem Jahr schon böswillig sein, wenn man in der Cinec die »Hausmesse von Arri und ein paar Gästen« sehen wollte. Zwar nutzte der Münchner Platzhirsch seine Vormachtstellung am Stammsitz des Unternehmens aus — wer wollte das verdenken — aber im Schatten des in diesem Jahr nicht ganz so dominant auftretenden Zugpferds konnten sich auch viele andere Aussteller gut präsentieren.

Schwächen attestierten viele Gesprächspartner der Redaktion gegenüber beim Beiprogramm der Messe: Hier hat etwa die kleinere Digitale Cinematographie (siehe Report) mit Ihrem breiteren Angebot an Screenings, Workshops und Vorträgen deutlich mehr zu bieten und hat es besser verstanden, diese Angebote mit der Ausstellung zu verweben. Die Ansätze der Cinec gehen zwar in die gleiche Richtung — etwa auch mit dem Set, das von Studenten der HFF gestaltet wurde und mit den Thementagen — aber hier liegt noch eine ordentliche Wegstrecke vor der Cinec, um die nötige Akzeptanz auch als Veranstaltung jenseits der Ausstellungsbetriebs zu erreichen.

Eckdaten der Messe

Die Cinec fand vom 20. bis 22. September 2008 zum siebten Mal im kleinen Ausstellungscenter M,O,C, in München statt. Laut Veranstalter buchten die Aussteller gegenüber der Cinec2006 23 % mehr Fläche (6.250 qm) und es waren 11 % mehr Aussteller (157) anwesend. Die Besucherzahl ist demnach um 6 % auf 3.748 gestiegen.

Neue Produkte

Die Cinec ist eine Spezialitätenmesse: Zahlreiche Aussteller präsentierten Neuheiten, die zwar jeweils nur für eine relativ schmale Zielgruppe interessant sind, den Anwendern aus dieser Zielgruppe aber neue Möglichkeiten eröffnen und ihnen als wertvolle Ergänzung in ihrer Arbeit dienen können. Etliches davon war allerdings nur wenige Tage vor der Cinec im Rahmen der deutlich größeren und breiter aufgestellten IBC2008 in Amsterdam schon gezeigt worden, von der film-tv-video.de ausführlich berichtet hat.

So etwa der innovative und während der Cinec mit einem Award prämierte LED-Lichtkoffer von Arri, die ebenfalls mit einem Preis bedachten Neuerungen für die D-21 sowie weitere Arri-Neuheiten. Auch die Neuheiten von P+S Technik gab es in Amsterdam zu sehen, darunter auch den brandneuen Scanner SteadyFrame (IBC-Videoreport).

Auch die Bebob-Neuheiten waren schon vor größerem Publikum in den niederländischen Messehallen zu sehen. Das gleiche gilt auch für die Vitec-Gruppe, die für ihre Marken Sachtler, Oconnor, Autoscript und neuerdings auch Litepanels (Videoreport) bekannt ist. Auch das von Wige zur IBC2008 präsentierte 3D-Live-Setup konnte man bei der Cinec in Aktion sehen: DVC, MikroM und das Fraunhofer-Institut zeigten diese Technologie-Demo auch in München. Die Chrosziel-Neuheiten, darunter den Funkdimmer, gab es ebenfalls schon in Amsterdam zu sehen. Dasselbe gilt auch für die Produkte von Cine 60, die Gruppe 3 vorstellte.

Die folgende Auswahl weiterer Cinec-Neuheiten anderer Aussteller erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit und greift nur einige wenige, ausgewählte Highlights heraus.

Aaton zeigte sein jüngstes Filmkameramodell Penelope auch schon während der IBC2008, zur Cinec passt es aber thematisch eigentlich besser, deshalb soll es den Produktteil dieses Cinec-Messeberichts von film-tv-video.de eröffnen. Der Hersteller bezieht sich bei der Namensgebung selbst auf die griechische Mythologie, da lohnt ein kurzer Blick auf diese Sage: Penelope, die Gattin des Odysseus, gilt als Muster der treuen Ehefrau. Sie wartete 20 Jahre auf die Rückkehr ihres Gatten von einer Dienstreise und wehrte jahrelang potenzielle Liebhaber ab, indem sie auf Arbeitsüberlastung verwies — tagsüber webte sie am Totentuch für ihren Schwiegervater, das sie jedoch jede Nacht wieder auftrennte. Bei seiner Rückkehr tötet Odysseus die Möchtegern-Liebhaber. Da bleibt neben der ersten, naheliegenden Interpretation, auf die Aaton wohl spekuliert, doch noch etlicher Deutungsspielraum, was die Namenswahl für die neue Kamera betrifft …

Die wichtigsten Eckdaten: Penelope ist eine 35-mm-Kamera mit PL-Mount, die für 2-Perf-Betrieb optimiert ist, sich aber laut Hersteller innerhalb von 30 Minuten auch auf 3-Perf umrüsten lässt — und umgekehrt. Im 2-Perf-Betrieb mit 24 fps erlaubt die Kamera neun Minuten Aufnahmebetrieb ohne Magazinwechsel. Mit laut Hersteller 22 dB Laufgeräusch im 2-Perf-Betrieb ist die Kamera relativ leise (andere, allerdings nicht so kompakte 35-mm-Filmkameras erreichen Werte unter 20 db). Betriebsbereit, mit Akku, 120 m Filmmaterial und einem kurzen, leichten Objektiv, bringt die Kamera rund 8 kg auf die Waage. Die Laufgeschwindigkeit kann stufenlos von 1 bis 50 fps variiert werden.

Zwei ganz besondere Features der Kamera zeigen die Innovationskraft von Aaton: Das integrierte Video-Assist-System arbeitet progressiv und bietet hohe Auflösung. Während des laufenden Aufnahmebetriebs erzeugt die Kamera darüber hinaus auch fortlaufend digitale Standbilder im JPEG-Format, die man zusammen mit den zugehörigen Metadaten auf einen USB-Stick kopieren und dann als PDF ausgeben kann: als Shotlist mit Standbildern, Metadaten und dem AatonCode (zur Bildnummerierung).

Außerdem sei die Kamera darauf vorbereitet, auch digitale Bildwandler im Bildfenster zu beherbergen, deutet Aaton vielsagend an. Das knüpft an eine alte Idee an: Schon bei der 16-mm-Kamera SR von Arri diskutierten Anwender vor mehr als zwanzig Jahren die Idee, statt des Filmmagazins einfach eine Video-Einheit anzusetzen und so das Kamera-Handling gleich zu lassen und das Zubehör nutzen zu können, auch wenn man mit Video statt mit Film arbeitet.

Der russische Hersteller ACT ließ es sich nicht nehmen, in der Höhle des Löwen Arri seine Spezialkamera ActCam 135 vorzustellen, eine neue, sehr kompakte und leichte 35-mm-Kamera. Die Filmkamera aus St. Petersburg ist auf Gewichtsreduktion und geringe Baugröße optimiert, so verzichtet sie etwa auch auf einen optischen Sucher. Das Einsatzgebiet der Kamera sieht der Hersteller im Bereich dynamischer Action-Szenen, im Zusammenspiel mit Körperstativen und Remote-Systemen. Die ActCam 135 kann mit verschiedenen Magazinen bestückt werden, die auch die Bauform verändern: von einer eher vertikal orientierten, zur horizontalen Form. Mit dem kleinen 60-m-Magazin und dem Handgriff kommt die Kamera auf 4,8 kg Gesamtgewicht (ohne Akku, Filmmaterial, Objektiv). Die 135er arbeitet mit dem klassischen 4-Perf-Filmtransport, 2- und 3-Perf-Versionen können laut Hersteller auf Wunsch hergestellt werden, sind dann aber auf dieses Format festgelegt. Die Bildrate gibt der Hersteller mit 1 bis 75 fps an. Die Kamera wird per Funkstrecke, über eine RS-235- oder RS-485-Schnittstelle gesteuert. Mit den von ACT angegebenen 57 dB kann man die Kamera allerdings keineswegs als laufleise bezeichnen.

Eine weitere Spezialkamera kommt vom schwedischen Hersteller Ikonoskop. Zur IBC2008 und dann während der Cinec2008 präsentierte das Unternehmen das digitale Pendant zu seiner knochenförmigen, ultrakompakten 16-mm-Action-Kamera A-Cam SP-16 (siehe NAB-News), die A-Cam dII. Äußerlich ebenfalls ganz ungewöhnlich, in kamera-untypischem, blockigem Design gehalten, schreibt die neue Ikonoskop-Kamera digitale Bilder in Form von unkomprimierten Raw-Daten direkt auf eine Speicherkarte und nutzt dafür das DNG-Format von Adobe. Die dII wiegt betriebsbereit mit dem mitgelieferten Objektiv, Akku und Speichermedium rund 1,5 kg, der Aluminiumkorpus misst rund 22 x 9 x 8 cm.

Der CCD-Sensor mit den Abmessungen eines Super-16-Bildfensters (10,6 mm x 6 mm) bietet laut Hersteller eine Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten. Der Sensor erzeugt mit Bildraten von 1 bis 60 fps digitale Bilder mit einer Farbtiefe von 12 Bit, die als Folge von einzelnen Bildern mit je 3,5 MB als Raw-Daten gespeichert werden. Zwei Tonkanäle mit 48 kHz Samplingrate kann die Kamera ebenfalls aufzeichnen. Die Kamera hat einen eingebauten elektronischen Suche mit 1:1-Pixelzoom für sicheres Scharfstellen, sie bietet einen Monitorausgang und eine HDMI-Buchse als Ausgang, außerdem steht ein USB-Anschluss zur Verfügung. Als Objektivanschluss bietet der Hersteller PL, Leica M, IMS und C-Mount an.

Aufgenommen wird auf ein von Ikonoskop entwickeltes Festspeicher-Medium. Ikonoskop bietet die Speicherkarte derzeit mit einer Kapazität von 80 GB an, was bei dem genannten, unkompromierten Raw-Aufzeichnungsverfahren für rund 15 Minuten Bilder, Ton und Metadaten reicht. In der eigenen Speicherkarte sieht Ikonoskop das schnellste Wechselmedium auf dem Markt: Die kann demnach 240 MB pro Sekunde wegschreiben — Megabyte, nicht Megabit.

Die Spannungsversorgung erfolgt über Sony-Akkus des Typs NP-F770. Zum Nettopreis von rund 7.000 Euro für die C-Mount-Version der Kamera, liefert der Hersteller ein passendes Objektiv (9 mm, f/1.5) und eine 80-GB-Speicherkarte mit.

Die Aufzeichnung von Raw- und HD-Daten digitaler Kameras ist ein großes Thema, das — anders als Ikonoskop— viele andere Kamerahersteller gar nicht oder nur teilweise selbst abdecken. Nun kommen neben dem Flash-Recorder Megacine SSD von MikroM und dem neuen CF-Recorder des Fraunhofer IIS (siehe Videoreport) immer weitere, kompakte Lösungen auf den Markt, die den bisher oft eingesetzten Festplattenkoffern Konkurrenz machen. Ludwig Kameraverleih und Camelot zeigten an ihren Ständen etwa den Recorder Flash XDR von Convergent, der ebenfalls auf CF-Speicherkarten aufzeichnet. Diesen Recorder in der Größe eines Taschenbuchs sehen die Verleiher als optimalen Partner etwa für Mini-HD-Kameras wie die Cunima von Wige oder auch für die Kombination mit größeren Kameras, wenn es um Flugaufnahmen mit Helikoptern geht. Kombiniert man Flash XDR mit HDV-Camcordern, die einen HD-SDI-Ausgang haben (siehe Vergleichstest), dann kann man damit die hohe Kompression des HDV-Formats umgehen und die volle Bildqualität der Kamerateile dieses Camcorder aufzeichnen.

Flash XDR kann unkomprimierte HD-Signale via HD-SDI-Buchsen aufnehmen und schreibt die Daten auf CF-Speicherkarten, von denen bis zu vier in die Slots des Geräts passen. Gespeichert werden HD-Bildfolgen im vollen Raster (1.920 x 1 080 Bildpunkte) mit 4:2:2-Sampling. Dabei kommt ein MPEG-2Codec zum Einsatz, der Datenraten bis 160 Mbps (I-Frame-only, 100 Mbps im Long-GoP-Modus) erlauben soll. Das ist mehr als das von vielen hoch gelobte XDCAM HD 422 erreicht. Für den Ton bietet Flash XDR 24-Bit-Quantisierung und unkomprimierte Aufzeichnung an.

Mit vier 48-GB-Speicherkarten bestückt, kann der Flash XDR in seiner höchsten Qualität, also mit 160 Mbps Datenrate, rund 2,5 Stunden Material aufnehmen, das in Form von MXF-Dateien gespeichert wird.

Der Netto-Listenpreis des Geräts liegt bei rund 5.000 US-Dollar. Für rund 1.000 US-Dollar bietet der Hersteller einen optionalen ASI-I/O-Port an, der es erlaubt, die im Bereich der drahtlosen HD-Übertragung üblichen Signale aufzuzeichnen.

Die Rental-Firmen Ludwig und Camelot haben beide jeweils eine F35 von Sony angeschafft. Während Camelots Kamera schon im Einsatz war, hatte der Ludwig Kameraverleih seine erst unmittelbar vor der Messe erhalten und zur Cinec mitgebracht. So konnte Camelot schon selbst gedrehtes F35-Material vorführen, bei Ludwig konnte man die Kamera sehen. Interessant: Martin Ludwig sieht die F35 eigentlich als Nischenprodukt, aber als wichtige Alternative zu anderen Aufzeichnungsverfahren: zur kostengünstigeren Red One, aber auch zu 16- und in manchen Fällen auch zu 35-mm-Aufnahmen.

Camelot zeigte zudem ein weiteres Produkt, das der Verleiher künftig in seine Monitor-Cases einbauen will: Eine kompakte LUT-Box, mit der es am Set möglich wird, beim Drehen mit digitalen Cine-Kameras auf dem Monitor den korrigierten, finalen Look sehen zu können, statt nur farbstichige, flaue Bilder, wie sie von etlichen Kameras im Cine-Modus aufgezeichnet und ausgegeben werden.

Für seine Mitwirkung an der Entwicklung der Kameraleuchte Lux-LED von Bebob wurden Christoph Bruggaier und der Hersteller Bebob mit einem Cinec-Award ausgezeichnet. Bruggaier war zudem auch mit seiner eigenen Firma Cineparts als Aussteller bei der Cinec und zeigte lüfter- und somit geräuschlose Universal-Netzteile, die aus 95 bis 264 V Netzspannung den Gleichstrom für digitale Kameras und den im High-End-Bereich relativ weit verbreiteten portablen HDCAM SR-Recorder SRW-1 von Sony erzeugen können. Die SRW-Power-Netzteile bringen dabei die Möglichkeit mit, einen V-Mount-Akku ans Netzteil anzuschließen, der dann bei einem Stromausfall das angeschlossene Gerät weiterhin unterbrechungsfrei mit Spannung versorgt.

SRW-Power gibt es in verschiedenen Varianten: Am kompaktesten ist SRW-Power LE, ein 100-W-Netzteil mit V-Mount zum direkten Andocken an den SRW-1 und die Prozessor-Einheit SRP-1, das diese Geräte mit 14,4 V Gleichspannung versorgt. Etwas größer und schwerer ist SRW-Power, ein ebenfalls mit V-Mount andockbares Kombinetzteil, das zusätzlich zu den Werten der LE-Variante eine Vierpol-XLR-Buchse aufweist, an der zusätzlich 13,2 V mit einer Leistung von 100 W bereitstehen. SRW-Power stellt sozusagen zwei Netzteile in einem Gehäuse dar, die auch galvanisch getrennt sind. Bei Spannungsausfall kann der 14.4-V-Ausgang batteriegepuffert weiterlaufen. Die größte Variante Dual-SRW-Power ist mit zwei Vierpol-XLR-Ausgängen bestückt, an denen parallel und galvanisch getrennt 13,2 und 14,4 V bereitstehen. Bei diesem Gerät sind beide Ausgänge batteriegepuffert, wenn zwei Akkus aufgesetzt wurden.

Die Cam-Power-Netzteile sind nicht batteriegepuffert. Die Grundversion Cam-Power ist ein 200-W-Kameranetzteil, das 13,2 V an einer 8-Pol-Lemo-Buchse bereitstellt. Dual-Cam-Power bietet 2 x 200 W an zwei Lemo-Buchsen.

Seven Inch Cover Systems ist ein deutsches Unternehmen aus Köln, das Wetterschutzhüllen für Kameras als Maßanfertigung anbietet. Hier lässt etwa der Dry-Hire-Anbieter Presteigne Charter seine Regen-Cover herstellen. Klappen, Reißverschlüsse, Neopren-Kabeldurchführungen nach individuellen Wünschen erlauben das flexible und sichere Handling von Kameras und Camcordern unter widrigen Wetterbedingungen. Auch Wetterschutzsysteme für Dollys, Verteiler, Vorschaltgeräte und Steckerverbindungen stellt Seven Inch Cover Systems her.

Mit dem Thema Grids, also Vorsatzgittern für Softlights, hat sich der Kameramann Stefan Karle beschäftigt und dafür die Firma für DoP Choice gegründet. Die stellt nun robuste Grids her, die sich selbst stabilisieren, nicht durchhängen und ohne einen zusätzlichen Rahmen verwendet werden können. Die Softbox Grids passen laut Hersteller auf alle weiter verbreiteten Softboxen und werden mit den üblichen Klettbändern befestigt, hängen aber nicht durch, auch wenn die Softbox senkrecht nach unten eingesetzt werden soll.

Cinec-Award

Eine Jury verleiht im Zweijahresrhythmus, in dem die Cinec stattfindet, einen Preis in Form einer — nebenbei bemerkt ziemlich hässlichen, grobschlächtigen, der originalen Bavaria-Statue nachempfundenen — kleinen Statue und einer Ehrenurkunde für »herausragende und innovative Leistungen und Entwicklungen auf den Gebieten der Filmtechnik«. Teilnahmeberechtigt sind dabei alle Aussteller der Cinec. Die Award-Gewinner der verschiedenen Kategorien diesem Jahr:
Kameratechnik: Arri für die D-21 und das digitale Breitbildverfahren M-Scope
Optik: Vantage Film für die Objektivreihe Hawk V-Lite
Kamerasupport/Grip: RTS Rail & Tracking Systems für den High-Speed-Schienendolly TrackRunner ENT
Kamerazubehör: C-Motion für das Video & Data Display, mit dem man das Kamerabild und die wichtigsten Daten einer Kamera im Fernsteuerbetrieb sehen und überwachen kann.
Lichttechnik: Arri für den LED Pack Shot Kit, Christoph Bruggaier und Bebob für die Kameraleuchte Lux-LED, Roscolab für das LitePad HO und Rosco View
Spezialpreis: J.L. Fisher für die »leisen« Dolly-Räder Articulated Skateboard Wheels

Autor
red

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