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Technik von Sony beim Papstbesuch in Spanien

Zehn Venice 2-, sieben FR7- und drei FX6-Kameras von Sony halten die Feierlichkeiten zum Besuch von Papst Leo XIV. in der Kathedrale Sagrada Familia fest.
©Sony, Guillem Calatrava

Die Produktion sollte kinoreife Bilder liefern.

Als Papst Leo XIV. am 10. Juni den höchsten Kirchturm der Welt, den Jesus-Christus-Turm der imposanten Basilika Sagrada Familia in Barcelona, einweihte, sorgte Kameratechnik von Sony für die Übertragung und Dokumentation in Kino-Qualität.

©Sony, Guillem Calatrava

Die vom katalanischen Rundfunksender 3Cat (TV3) geleitete HDR-Live-Produktion setzte rund 20 Cinema Line-Kameras von Sony ein. Zehn Venice-2-Vollformat-Kinokamera, sieben FR7 Vollformat-PTZ-Kameras und drei FX6-Vollformatkameras kamen in der und rund um die Kathedrale zum Einsatz. Die internationale Live-Übertragung in dieser Größenordnung stellt eine bedeutende Leistung dar und setzt einen neuen technischen Maßstab für vergleichbare Veranstaltungen.

Kreativität steht an erster Stelle
©Sony, Guillem Calatrava

Die Größe des Geländes stellte das Team vor Herausforderungen.

Die einzigartige Architektur der Sagrada Familia mit ihrer wechselnden natürlichen Beleuchtung, den schwer zugänglichen Bereichen und der kolossalen Größe des Geländes stellte das Team vor außergewöhnliche Herausforderungen. Doch sowohl das Kreativ- als auch das Produktionsteam stellten sich der Herausforderung, dieses Ereignis – ein Spektakel aus Licht und Klang, das Filmsprache und Live-Übertragung mit einem beispiellosen Ergebnis verbindet – mit Kinokameras einzufangen.

Der Einsatz von zehn Sony Venice 2-, sieben Sony FR7- und drei Sony FX6-Kameras mit Fujinon-Duvo-Objektiven und Sony-E-Mount-Objektiven ist das Ergebnis einer sorgfältig geplanten und koordinierten Produktion.

©Sony, Guillem Calatrava

Venice 2 liefert die höchste Bildqualität für die Hauptaufnahmen.

Die Venice 2 liefert die höchste Bildqualität für die Hauptaufnahmen und zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Leistung bei herausfordernden Lichtverhältnissen während der nächtlichen Kunstshow aus, bei der das Licht die Hauptrolle spielt. Für Aufnahmen aus schwer zugänglichen Bereichen der Areals sorgten die FR7-Kameras mit Schwenk- und Neigetechnik. Die kompakten und leichten Sony FX6 hingegen waren mobil im Einsatz und lieferten dynamische Aufnahmen. Alle drei Modelle basieren auf der Farbtechnologie von Sony, was eine vollständige Farbkonsistenz im Endergebnis gewährleistet und den Workflow der Live-Produktion vereinfacht.

Technisch und symbolisch ein Meilenstein
©Sony, Guillem Calatrava

Die Feierlichkeiten wurden von 3Cat übertragen.

Das Ereignis hat eine doppelte historische Bedeutung: Einerseits der Besuch von Papst Leo XIV. in der Sagrada Familia – der erste päpstliche Besuch in Barcelona seit der Weihe der Basilika durch Benedikt XVI. im Jahr 2010. Andererseits die offizielle Einweihung des zentralen Turms Jesu Christi, der mit einer Höhe von 172,5 Metern die Sagrada Familia zur höchsten Kirche der Welt macht. Auch das Datum war kein Zufall, dem der 10. Juni 2026 war der 100. Todestag des Architekten und Künstlers Antoni Gaudí.

Die Feierlichkeiten wurden von 3Cat, dem nationalem Fernsehsender Kataloniens unter Leitung von Pauli Subira übertragen. Die von Igor Cortadellas geschaffene künstlerische Erzählung der Feierlichkeiten erforderte eine andere Art der Bildgestaltung und Ästhetik als bei herkömmlichen Fernsehsendungen.

Sony XVS-Live-Mischer und Referenzmonitore

Die Cinema Line-Kameras von Sony wurden mit Übertragungstechnik der mobilen OB3-Einheit von PhotoCine kombiniert. Die ist dem Sony XVS-Live-Mischer sowie den Referenzmonitoren Sony PVM-X und BVM-HX ausgerüstet. Die technische Leitung des Projekts lag in den Händen des britischen Rundfunkberaters Hector Sole-Bradshaw Beltran, unterstützt von einem Team der technischen Abteilung von 3Cat.

©Sony, Guillem Calatrava

»Der katalanische öffentlich-rechtliche Fernsehsender war schon immer Vorreiter im Bereich der audiovisuellen Technologie«, sagt 3Cat-Kameramann Paulí Subirà Claramunt. »Daher mussten wir uns bei einem so besonderen Anlass – der Fertigstellung eines so ikonischen Bauwerks wie der Sagrada Familia – der Herausforderung stellen. Wir hatten zuvor bereits das Musical »Mar i Cel« im Broadcast-Cinematography-Format produziert und dabei Erfahrungen mit den Tools und Arbeitsabläufen gesammelt; der große Unterschied besteht darin, dass bei der Sagrada Familia die Live-Übertragung eine zusätzliche Komplexitätsebene mit sich bringt. Als wir begannen, die kreative Erzählung auf den Bildschirm zu bringen, wurde uns klar, dass die eingesetzte Technologie angepasst werden musste, um die Geschichte angemessen zu erzählen. Den Zuschauer in diesen ganz besonderen Moment zu versetzen, dabei den Schwerpunkt auf die Ästhetik zu legen, hybride Werkzeuge und Arbeitsabläufe zu nutzen, die Fernsehen und Kino miteinander verbinden, sowie Arbeitsstandards sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene zu definieren, war eine Priorität für das Team und für die 3Cat-Gruppe.«

©Sony, Guillem Calatrava

Technologie musste angepasst werden, um die Geschichte angemessen zu erzählen.

Cineastischer Look

»Mit seiner Cinema Line-Produktreihe ist Sony in der Lage, Lösungen für alle notwendigen Segmente eines Projekts dieser Größenordnung bereitzustellen«, sagt Hector Sole-Bradshaw Beltran, Projektmanager und technischer Produktionsleiter, 3Cat Cine Live. »Was die Hauptkameras angeht, machen die kinematografische Tradition der Venice und die ISO-Empfindlichkeit von 4000 des Sensors der Venice 2 diese Kameras zur perfekten Wahl für ein nächtliches Spektakel, bei dem das Licht im Mittelpunkt steht. Die FR7 und die FX6 vervollständigen das Sortiment in Bereichen, in denen kompakte Abmessungen unerlässlich sind, Bildqualität und Konsistenz jedoch von größter Bedeutung sind. Für die Qualitätskontrolle des internationalen UHD-HDR-HLG-Signals ermöglicht uns die Technologie des 4000 cd/m² Grade-1-Mastering-Monitors BVM-HX3110 die Arbeit in den Formaten HLG1000ETX und 2000EXT, wodurch die Qualität des weltweit verbreiteten Bildmaterials gewährleistet wird.«

©Sony, Guillem Calatrava

Der Kamera-Mix konnte unterschiedlichste Anforderungen abdecken.

Igor Cortadellas, Kreativdirektor, Igor Studios ergänzt: »Uns war eine kinoreife Bilder wichtig – reichhaltig und tiefgründig. Wir wollten, dass die audiovisuelle Sprache eine zeitlose Botschaft vermittelt, die das Eintauchen in die Traditionen einer alten spirituellen Kultur mit deren Integration in die Gegenwart verbindet. Letztendlich entstand ein visuelles Gedicht, in dem Licht weit mehr ist als nur ein technisches Mittel: Es ist die Seele der Geschichte. Es geht nicht einfach darum, die Realität einzufangen, sondern die Emotionen zu offenbaren, die in ihr leben.«

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