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IBC2001: Die Messe unter dem Eindruck des Terrors

Wie erwartet, ist die Stimmung während der IBC2001ganz anders, als in den Jahren zuvor. Immer wieder sind die jüngsten Ereignisse aus den USA Thema. Das Unfassbare ist stets präsent, auch wenn jeder Einzelne unterschiedlich damit umgeht. Das zeigte sich auch schon vor dem offiziellen Messebeginn, bei persönlichen Begegnungen, aber auch bei Konferenzen und Meetings.

Sicherlich muss jeder selbst entscheiden, ob und wie er über dieses allgegenwärtige Thema sprechen, wie er damit umgehen will. Aber auch wer sich zu einem distanzierten, geschäftsmäßigen, vielleicht auch verdrängenden Umgang entschlossen hat, wird immer wieder mit den Ereignissen konfrontiert.

Ein Beispiel war die Pressekonferenz von Avid, für viele der dort anwesenden Journalisten die erste IBC-Veranstaltung. Dort informierte Chas Smith, bei Avid weltweit für Marketing und Sales verantwortlich, die Anwesenden, dass ein Avid-Mitarbeiter als Insasse eines der entführten Flugzeuge den Tod gefunden hat. Die Avid-Führungsmannschaft reiste verständlicherweise nicht nach Europa an.

Auch bei Grass Valley fehlt das amerikanische Top-Management bei der diesjährigen IBC. Europa-Chef Jean-Marc Hoffer erläuterte, dass Tim Thorsteinson und sein Führungsteam am Tag und zum Zeitpunkt des Attentats im Finanzdistrikt von New York, also in Manhattan und in der Nähe des World Trade Centers, ein Board-Meeting hielten. Glücklicherweise blieben alle Teilnehmer des Meetings unversehrt, reisten aber aufgrund der Nachwirkungen dieser traumatischen Situation nicht zur IBC.

Dass bei den allermeisten US-Firmen das Top-Management, das üblicherweise erst kurz vor Messebeginn anreist, nicht in Amsterdam sein kann ist völlig klar. Einige Firmen aus den USA haben ihre Messeteilnahme ganz abgesagt. Alle Unternehmen wählten bislang in ihren Präsentationen einen ruhigeren, weniger plakativen Ton. Letztlich ist sich wohl die Mehrzahl der Besucher darüber einig, dass sich die IBC2001 in diesem Punkt von den vorangegangenen unterscheiden wird und muss.

Autor: red

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