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BCE archiviert 1.600 FIBA-Europe-Spiele und baut Medienhub in Mauritius
FIBA Europe: Live-Aufzeichnung und Archivierung
Den Vertrag mit FIBA Europe hat BCE kurz vor der IBC unterschrieben. In diesem Jahr zeichnet das Unternehmen mehr als 1.600 Spiele auf und archiviert sie. Das ist laut Weidner erst der Anfang: Über die drei Jahre Laufzeit digitalisiert BCE auch das Bestandsmaterial des Verbands, das auf Festplatten, Tapes und sogar Film vorliegt.
Stefan Weidner über aktuelle Neuheiten bei BCE.
Ähnliche Leistungen erbringt BCE bereits für die FEI, deren aktuelles und historisches Material im BCE-Archiv liegt. Für die Basketball Champions League übernimmt das Unternehmen Aufzeichnungen und Remote Commentary.
SRT statt SNG bei der Reit-WM in Aachen
Bei der FEI-Weltmeisterschaft in Aachen setzte BCE erstmals für die Distribution ausschließlich auf SRT statt auf SNG. Das Signal lief direkt zu BCE nach Luxemburg. Über die dortige Anbindung bediente BCE die Satellitenverbreitung, Abnehmer in entfernteren Ländern erhielten das Signal per SRT. Der Ablauf sei reibungslos gewesen. Für Weidner ist damit klar, dass SRT eine echte Alternative zu SNG darstellt.
Media Control Center und AI Gateway
Die Media-as-a-Service-Plattform, die BCE seit einigen Jahren betreibt, wächst um mehrere Funktionen. Anwendungen aus der Media Supply Chain lassen sich direkt über die Plattform starten. Der Zugriff ist nutzerbasiert: Kunden sehen nur die Apps, die sie gebucht haben und die zu ihrem Workflow gehören.
Neu ist das Media Control Center. Es zeigt live, was für den Kunden gerade läuft. Das hilft vor allem bei hoher Parallelität: FIBA Europe hat bis zu 50 Spiele gleichzeitig. Zu jedem Live-Spiel lassen sich Zusatzinformationen aufrufen. Im Hintergrund schneidet KI automatisch Clips vor, markiert interessante Szenen und erstellt Untertitel.
Die Kosten dafür sollen Kunden im Blick behalten. BCE hat dazu ein AI Gateway gebaut. Nutzer legen fest, mit welchen KI-Modellen sie arbeiten, und können eigene Modelle mitbringen. Das Media Control Center zeigt die laufenden Kosten an, einzelne KI-Funktionen lassen sich je nach Bedarf ein- und ausschalten.
BCE und BCA: Technologiezentrum für Afrika
Zur IBC2026 kündigte BCE zudem eine Vereinbarung mit Broadcasting Center Africa an. BCA hat BCE ausgewählt, um seine Technologiekapazitäten in der MediaCity Mauritius aufzubauen. Ziel ist ein Technologiezentrum für Afrikas Medien- und Contentbranche, das Medienschaffende auf dem Kontinent bedient und internationalen Zugang zu afrikanischen Märkten und Inhalten bietet.
Frédéric Fiévez, Chief Operating Officer bei BCE, sagte: »Die Idee ist, ein Umfeld für die Kreativbranche zu schaffen, in dem Inhalte erstellt, verbreitet oder sogar archiviert werden können – so wie wir es in Luxemburg tun, nur eben auf Mauritius. In Afrika besteht ein Bedarf an Datenhoheit, so wie wir ihn in Europa haben. Wir verfolgen dasselbe Ziel.
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