Home » Aja ColorBox gleicht LED-Wand und 24 Projektoren ab
Aja ColorBox gleicht LED-Wand und 24 Projektoren ab
Veranstaltungen kommen erst dann richtig zur Geltung, wenn die Displays vor Ort das Programm in höchstmöglicher Qualität präsentieren – was nicht einfach ist, wenn die Farben von Projektion und LED-Displays nicht übereinstimmen. Die Technologien strahlen Licht unterschiedlich aus, was zu Farbabweichungen führt, die das Publikum ablenken, Sponsoren verärgern und die Gesamtqualität der Produktion mindern können. Zwar lässt sich das Problem mit Standard-Farbkorrekturwerkzeugen nach Augenmaß beheben, doch ist dies laut Chris Kean, Gründer von Kean Production Services, alles andere als ideal. In Zusammenarbeit mit Angel Banchs, Colorist bei Red Rock Ops LLC, hat er eine Farbmanagement-Pipeline entwickelt, die sicherstellt, dass die Farben auf allen Bildschirmen äußerst präzise und genau abgestimmt dargestellt werden.
Ob bei der Produktion groß angelegter Unternehmensveranstaltungen, bei der Zusammenarbeit mit Rundfunkanstalten, beim Betrieb von Grafiksystemen oder bei der Bereitstellung von Ausrüstung und Bühnenmanagement – Kean und sein Team setzen regelmäßig ColorBoxen ein. Anfang dieses Jahres setzte er die Geräte bei einem Großevent in Atlanta, Georgia, ein, bei der eine Keynote-Bühne mit einer zentralen LED-Wand und 24 Projektoren an Haupt- und Delay-Positionen abgeglichen werden musste. Für Aufbau und Proben blieben nur wenige Tage.
Präzises Farbmanagement
Banchs stellte LED-Wand und Projektoren vorab auf Rec. 709 ein. Er maß mit einem Klein K-10A, den er für jeden Displaytyp mit einem Spektroradiometer Colorimetry Research CR-250 profilierte.

… die gewährleistet, dass die Farben auf allen Bildschirmen äußerst präzise und genau abgestimmt dargestellt werden.
Die Testbilder lieferte ein vernetzter Portrait Displays G1 auf einem mobilen DIT-Cart, auf dem auch die Messgeräte standen. So konnte sich Banchs frei im Saal bewegen.
»ColorBox ist eine elegante Lösung für eine häufige Herausforderung«, sagte Kean. »Es ist klein und tragbar, nimmt also wenig Platz ein und verbraucht wenig Strom. Man kann es auf Hardware-Ebene problemlos integrieren, und mit der Software erhält man alle Regler und Knöpfe, die man benötigt, um Videos präzise wiederzugeben.«
Der Content lief über einen Spyder X80 zu Projektoren und LED-Wand. Die LED-Korrektur übernahmen Brompton SX40. Im Projektionsweg arbeiteten vier ColorBoxen von Aja: je eine für zwei Projektoren House Left und House Right sowie je eine für die beiden Delay-Ketten mit zehn Projektoren. Portrait Displays Calman wertete die Messungen aus und erzeugte die Korrektur-LUTs. Banchs spielte sie über Pomfort Livegrade auf die ColorBoxen. Die Projektionisten setzten Center White je Gerät, den Rest glichen die ColorBoxen zwischen den Projektortypen an. Das Ergebnis liegt unter 2 dE2000 zwischen Hauptprojektoren und LED-Wand. Bei den Delays, anderen Geräten in einem anderen Saalbereich, sind es rund 3 dE2000.
Schwierig war das viele Rot im Content. Die Primärfarben der Projektion erreichen das LED-Rot nicht. Der Workflow definiert deshalb ein gemeinsames Ziel, auf das beide Technologien gemappt werden. »Vor dem Einsatz der ColorBox wirkte das Bild extrem unharmonisch«, sagt Kean. Mit Calman und Livegrade rief Banchs im Saal einzelne Zonen auf und gradet live, etwa für Umgebungslicht oder Produzentenwünsche. »Die Änderungen waren nicht groß, aber sie in Echtzeit im Raum vorzunehmen, konnten wir vor der ColorBox nicht«, so Kean.
Zusätzlich setzte das Team Aja UDC-4K Mini-Converter ein. Sie wandelten zwei UltraHD-4K-Signale von iMacs (Rec. 709, SDR) von HDMI auf SDI für den 4K-Router und den Screen-Switcher. Parallel skalierten sie das Signal auf HD 1080p SDR für Livestream und Aufzeichnung.
»Die Tatsache, dass wir beides mit einem einzigen Konverter bewältigen konnten, war sehr hilfreich«, erklärte Kean. »Dank der UDC-4Ks konnten wir uns bei der Übertragung von HDMI-Computersignalen über SDI stärker auf die Farbwiedergabe konzentrieren. Außerdem haben sie uns enorme Flexibilität verschafft, da sie viele verschiedene Herausforderungen im Signalfluss mit solcher Präzision lösen.«
Blick in die Zukunft
Da die Nachfrage nach hochwertigen Bildinhalten im gesamten Live-Event-Sektor weiter wächst, konzentriert sich Kean zunehmend darauf, HDR in seine Breitbild-Event-Produktionen zu integrieren. Er sagt: »HDR ist ein in unserer Branche noch unterversorgter Bereich, vor allem weil es komplex ist. Jetzt, da wir Tools wie ColorBox haben, die die Arbeit mit HDR vereinfachen, möchten wir unseren Kunden zeigen, wie wir damit die Qualität ihrer Shows verbessern können. Wir haben kein anderes Produkt gefunden, das die gleiche Farbgenauigkeit wie unsere Aja-Geräte bietet, und die Zuverlässigkeit ist unübertroffen. Selbst in den kritischsten Situationen kann ich mich darauf verlassen, dass die Aja-Geräte uns nicht im Stich lassen, daher entscheide ich mich bei jeder Gelegenheit für Aja.«
Ähnliche Beiträge:
Harvard Athletics setzt auf Aja-Technik für Sportproduktionen
Video: Aja-Konverter für 12G-SDI
Sony erweitert seine LED-Display-Familie mit Crystal LED Capri
Aja Colorbox jetzt auch als OpenGear-Board
Video: Aja Colorbox Firmware 2.1
Aja Updates für ColorBox
Virtual Production mit Absen LED-Wand in Mailand
Aja ColorBox erhält Red-Zertifizierung


























