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Fehlstart für CineExpo Leipzig

Der Versuch, eine weitere Filmtechnikmesse in Deutschland zu etablieren, ist vorerst gescheitert: Die CineExpo Leipzig wurde nun vom Veranstalter abgesagt — trotz angeblich großen Zuspruchs.
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Am 22. und 23. Oktober 2011 sollte eigentlich erstmalig die CineExpo Leipzig stattfinden. Nun wurde die Veranstaltung mit folgendem widersinnigen, euphemismus-gewürzten Statement abgesagt: »Trotz großen Zuspruchs ist es in der kurzen Vorlaufzeit letztendlich nicht gelungen, ein repräsentatives und zufriedenstellendes Ausstellerfeld zu erreichen.« 

Die Messe sollte zeitgleich zum 54. Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm (kurz: Dok Leipzig) stattfinden. Als Ziel war formuliert, Filmemachern aus dem Dokumentarfilmbereich die Gelegenheit zu geben, »innovative Technologien für den gesamten Produktionsablauf von der Previsualisierung über Produktion und Postproduktion kennen zu lernen und hands-on zu testen.«

Der Veranstalter der geplanten CineExpo Leipzig, die Albrecht GmbH, kündigt an: »Allerdings veranlasst uns das starke Interesse am Projekt CineExpo festzuhalten und die Synergien mit der Leipziger Messe, das Umfeld mit zahlreichen internationalen Medien-Events und die damit verbundene breite Kommunikationsbasis für eine Neuplanung zu nutzen.«

Die Albrecht GmbH veranstaltet, neben Messen und Events für ganz andere Zielgruppen, bisher schon im zweijährigen Rhythmus die ursprünglich als reine Filmtechnikmesse gestartete Cinec in München. Diese kollidiert mit der ebenfalls in München beheimateten und nun in den Herbst verlegten Digitalen Cinematographie. Nun wollte die Albrecht GmbH die CineExpo Leipzig im gegenläufigen Rhythmus zu Cinec etablieren. In diesem Zusammenhang betrachtet, konnte man den Termin der nun gescheiterten, ersten Ausgabe der CineExpo Leipzig auch als Kampfansage an die Digitale Cinematographie in München verstehen: Konfrontationsskurs auf beiden Seiten.

Insgesamt wird aber die Vielzahl der momentan stattfindenden Herbstmessen in der Branche ohnehin zu einem Shake-Out führen: Dass ein paar Wochen nach der IBC in Deutschland zahllose Hausmessen und Regional-Events in kurzer Folge und teilweise sogar parallel stattfinden, kann nicht gesund sein, wird zu schwindenden Besucherzahlen führen und diese Veranstaltungen ad absurdum führen. Bavarian Broadcast Convention, Rhein-Main-Event, Digitale Cinematographie, Medientage München, Panasonic-Roadshow, Sony-Live-Production-Roadshow plus Hausmessen bei zahlreichen Händlern — alles innerhalb von sechs Wochen: Das kann nicht zufriedenstellend für alle verlaufen.

Wegen sinkender Aussteller- und Besucherzahlen denken einige Veranstalter nun über Terminverschiebungen und veränderte Konzepte nach.

Autor: red

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