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Digitalkamera von Panavision

Mit Genesis präsentiert Panavision eine tragbare, auch kabellos betreibbare Digital-Film-Kamera, mit der sich 35-mm-Objektive nutzen lassen.
B_0604_Panavision_GenesisSensor von Sony, Gehäuse von Panavision: Genesis.

Panavision hat die neue Single-Chip-Kamera Genesis gemeinsam mit Sony entwickelt. Die Gehäusekomponenten stammen aus den Kamerabaureihen Panaflex und Millennium XL von Panavision. Der Sensor kommt von Sony und weist die Abmessungen des Super-35-Bildfensters auf.

Panavision stellt als besonderen Vorteil heraus, dass die Kamera nicht mehr wiege als bekannte 35-mm-Filmkameras von Panavision und dass sie auch in puncto Ergonomie und Größe mit Panavision-Filmkameras zu vergleichen sei.

Durch die Single-Chip-Bauweise der Sensoreinheit kann sich die Genesis in einem weiteren Punkt hervortun, der bei digitalen Kameras oft angemahnt wird: Der gezielte Einsatz von Schärfentiefe als Mittel der Bildgestaltung soll mit der Kamera kein Problem mehr sein, denn die Kamera erlaubt zum einen den Einsatz von Film-Optiken (darunter Panavision Primes und Zooms), zum anderen ist sie mit einem Sony-Bildsensor ausgestattet, der die Abmessungen eines 35-mm-Bildfensters aufweist. Dieser Chip ist nach Herstellerangaben mit 12,4 Millionen Pixel bestückt, was etwa einer Auflösung von 4.000 x 3.000 Pixel entspricht. Aufgezeichnet werden RGB-10-Bit-Log-Daten.

Prinzipiell ist es möglich, diese Log-Daten mit dem Sony HDCAM-SR-Recorder SRW-1 auf zu zeichnen. Der SRW-1 lässt sich direkt an die Kamera andocken, so dass keine Kabel aus der Kamera herausragen und im Weg sind. Dazu Bob Harvey von Panavision: »Filmemacher haben immer wieder nach einer Kamera gefragt, die nicht an ein ganz spezielles Aufzeichnungssystem gekettet ist und zudem auch frei von Kabelwirrwarr.« Die Genesis soll diesen Anforderungen offenbar genügen. »Der Docking-Recorder sitzt wahlweise oben oder hinten auf der Kamera,« erläutert Bob Harvey und ergänzt: »Damit hat die Kamera das Aussehen, aber auch die Funktionalität einer klassischen Panavision-Kamera.« Das bringt mehr Flexibilität in der Gewichtsverteilung, etwa beim Einsatz mit einem Steadicam-System. Laut Panavision soll es sogar möglich sein, mit 50 fps auf zu zeichnen und auch zahlreiches Filmequipment nutzen zu können.

Neben der Aufzeichnung auf den Docking-Recorder gibt es aber auch die Möglichkeit, die Daten unkomprimiert via Dual-HD-SDI 4:4:4 aus zu geben. Ein HD-SDI 4:2:2-Monitorausgang ist ebenfalls vorhanden. Weitere Features, die Panavision hervorhebt, sind ein Glasfaseranschluss, integrierte Objektivsteuerung und eine digitale Schaltung, die Objektivfehler korrigiert.

Panavision will die ersten Genesis-Modelle ab Jahresende exklusiv über den Panavision-Verleih anbieten.

Autor: red

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