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ZweiB: Files und Festplatten fürs Filmfest München

film-tv-video.de blickt hinter die Kulissen und berichtet über die Technik, ohne die ein Filmfestival heutzutage gar nicht mehr möglich wäre.

Kinokopie und KDM: Der Schlüssel zum Film

Sind die Festivalbeiträge auf dem Zentralspeicher von ZweiB als standardkonforme DCPs abgelegt, folgt ein weiterer Schritt im Handling, bei dem man verschiedene Fälle unterscheiden muss.

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30 TB digitale Filmdaten verarbeitet ZweiB für das Filmfest München.

Die Filme des Festivals werden zum Teil als verschlüsselte DCPs angeliefert, zum Teil aber auch unverschlüsselt. Die unverschlüsselten Filme können im Rahmen des Festivals natürlich am problemlosesten verarbeitet und vorgeführt werden, das sind etwa 20 bis 30 % der Filme. Sind die Filme hingegen verschlüsselt, dann sind sogenannte KDMs notwendig, das sind Schlüssel-Codes, die man für die Weiterverarbeitung oder Kinovorführung der digitalen Kopien benötigt.

In diesem Fall sind die Rechteinhaber am Zug: Sie laden die zugehörigen KDMs hoch: Stellt der Rechteinhaber ZweiB eine D-KDM zur Verfügung, dann können mit diesem einen Schlüssel alle für das Festival nötigen Kopien erzeugt werden, was die Arbeit für das Festival erleichtert. Bei manchen Filmen wird das aber restriktiver gehandhabt und es muss für jede einzelne Vorführung eine separate KDM angefordert werden.

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Die einzelnen Kopien für die Festivalkinos werden mit Clipster-Systemen von Rohde & Schwarz erzeugt.

Die einzelnen Kopien für die Festivalkinos werden mit Clipster-Systemen von Rohde & Schwarz erzeugt. Zwei Clipster besitzt ZweiB selbst und benutzt diese auch außerhalb des Festivalbetriebs, ein weiteres System stellt Rohde & Schwarz im Vorfeld und während des Festival als Sponsor zur Verfügung. »Der Clipster in der neuesten Version 6 hat eine beeindruckende Performance«, erläutert Tammo Buhren: »Damit kann die digitale Kinokopie eines Langfilms in rund 15 Minuten gerendert werden. Mit unseren bestehenden Systemen dauert das rund 45 Minuten.« (Mehr Clipster-Infos).

Die DCPs werden als Flat- oder Scope-DCPs angelegt und das Bild darin optimal eingepasst — so ist die korrekte, optimal Wiedergabe im Kino gesichert.

»Mit den Clipster-Systemen sind wir sehr flexibel, was die angelieferten Formate angeht. wenn das Material prinzipiell abspielbar ist, können wir es zu Festival-DCPs verarbeiten«, resümiert Tammo Buhren.

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Die DCPs werden auf RAID-Sets kopiert und gemäß Spielplan an die Kinos geliefert.

Die Ausgabe der Kinokopie erfolgt auf Festplatten, die dann im jeweiligen Kino in den dort vorhandenen Server gesteckt werden. In allen Festivalkinos des Filmfests München sind während des Festivals Doremi-Server in Betrieb. Um sicherzustellen, dass auch im letzten Arbeitsschritt auf dem Weg zur Kinokopie kein Fehler passiert ist, kontrolliert ZweiB daher vor der Auslieferung noch einmal, ob das DCP auf einem Doremi-Server läuft und der Film wiedergegeben werden kann.

Seite 1: Einführung
Seite 2: Im Vorfeld
Seite 3: Kinokopie und KDM
Seite 4: Im Kino
Seite 5: DCP-Tool von ZweiB
Seite 6: analoger Film, Ausblick

Autor: red

Bildrechte: Nonkonform, ZweiB, Filmfest München

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