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Management Data vor dem Aus?

Das Hamburger Unternehmen betont, dass die finanziellen Schwierigkeiten in der Muttergesellschaft der Unternehmensgruppe begründet lägen und somit nicht alle Geschäftsfelder und Tochterunternehmen gleichermaßen von der Krise betroffen seien. Der nun gestellte Insolvenzantrag muss nicht das Aus bedeuten.

Management Data hatte sich seit dem Börsengang 1999 unter anderem auch durch die Übernahme von anderen Unternehmen als IT-Dienstleister für Radio- und TV-Broadcaster positioniert. Nun ist der Aktienkurs des Unternehmens abgestürzt und Management Data muss Insolvenzantrag stellen, ist also zahlungsunfähig.

Dennoch sehen Unternehmenssprecher für die Zukunft nicht schwarz: Die Tochtergesellschaften David und Omnibus Systems seien im vergangenen Geschäftsjahr profitabel gewesen und hätten nicht zu den finanziellen Schwierigkeiten der Muttergesellschaft beigetragen. Der Insolvenzverwalter werde nun versuchen, die Verhandlungen mit potenziellen Investoren fortzusetzen. Laut einer Meldung der Süddeutschen Zeitung vom 18.07.2001 sieht Vorstandschef Holger Antz auch gute Chancen, die Firma durch die Verkäufe einzelner Unternehmensbereiche zu retten.

Die Hintergründe dieser Entwicklung:

Die Management Data AG wurde 1986 von Holger Antz gegründet. Erst im vergangenen Jahr hatte Management Data die englische Firma Omnibus Systems gekauft und war kurz zuvor beim Konkurrenten David eingestiegen (www.film-tv-video.de berichtete). Das Unternehmen entwickelt Medien-Software, mit der Radio- und Fernsehsender ihr Text-, Bild,- Film- und Tonmaterial effizient archivieren und verwalten können. Zu den großen Kunden der Management Data AG zählen unter anderem die Sender BR, MDR, ORF, HR, BBC und Radio Hamburg (www.film-tv-video.de berichtete). Die Auftragslage des Unternehmens war nach eigenen Angaben bislang gut (siehe auch ältere Meldungen hierzu), auch wenn es in einzelnen Bereichen Rückschläge gab, wie etwa beim Kirch-Projekt Maxdome (www.film-tv-video.de berichtete). Wie Firmenchef Holger Antz am Ende des vergangenen Jahres die Aussichten seines Unternehmens beschrieb, lesen Sie im Interview, das www.film-tv-video.de damals mit ihm führte.

Autor: red

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