Home » Zeiss CinCraft LensCore: Objektiv-Looks jetzt direkt im Compositing
Zeiss CinCraft LensCore: Objektiv-Looks jetzt direkt im Compositing
Mit CinCraft LensCore schließt Zeiss die Lücke zwischen Set und VFX-Pipeline. Das neue Plugin für The Foundry Nuke baut auf der 2025 bei der FMX vorgestellten Virtual Lens Technology auf und liefert Compositing-Artists erstmals eine GPU-beschleunigte, raytracing-basierte Rendering-Engine, die reale Objektiveigenschaften pixelgenau und framegenau simuliert. Damit will Zeiss die Grenzen bisheriger digitaler Lens-Effekte deutlich hinter sich lassen.
Kernstück ist ein digitales Lens-Regal: Artists laden per Klick Profile realer Zeiss-Kinoobjektive oder eigene Presets und übertragen komplette Looks samt Bokeh, Defokus, Distortion und Vignettierung auf eine Aufnahme. Looks lassen sich so in Sekunden vergleichen und produktionsreif über ganze Sequenzen und Teams hinweg konsistent halten – manuelle Einzel-Setups entfallen.
CinCraft LensCore geht dabei über reine Nachbildung hinaus: Ausgehend von physikalisch akkuraten Zeiss- oder Custom-Profilen lassen sich sämtliche Objektiv-Parameter frei justieren, um auch völlig neue, fiktive Optiken zu erschaffen – stets im physikalisch plausiblen Rahmen von Fokus, T-Stop, Brennweite und Fokusdistanz. Eine integrierte Inpainting-Funktion füllt zudem verdeckte Bereiche hinter defokussierten Objekten automatisch auf und erspart aufwendige 3D-Setups.
»CinCraft LensCore spricht dieselbe Sprache wie die Objektive am Set«, erklärt Egor Nikitin, Head of Digital Cinematography bei Zeiss. Joern Grosshans, Product Manager Digital Cinematography, ergänzt aus eigener VFX-Erfahrung: Das Tool mache das mühsame nachträgliche Angleichen an dokumentierte Lens-Looks überflüssig und biete Artists ein virtuelles Objektiv-Regal mit der gleichen Zugänglichkeit wie ein Verleih am Set.











