Investition: 31.08.2002

Investitionsmeldungen von 5D, Avid, Discreet, Quantel, Pinnacle

Eclair Film Lab Paris investiert in Colossus von 5D, Avid meldet Halbjahresverkäufe, Online Video 46, Timeline Studios und der Bayerische Rundfunk entscheiden sich für Discreet-Systeme, Quantel informiert über eine iQ-Investition und Pinnacle über eine CinéWave-Integration.

Das französische Postproduktionshaus Eclair investiert in das Grading- und Finishing-System Colossus von 5D. Eclair will Colossus künftig als zentrales Color-Grading-System einsetzen und damit etwa 12 Spielfilmprojekte pro Jahr bearbeiten. 30 Terabyte Speicherplatz stehen im Digital-Intermediate-Umfeld bei Eclair zur Verfügung, so dass sich auch große Spielfilmprojekte in einer voll digitalen Umgebung graden lassen. Patrick O“Rourke, Lab Director bei Eclair, über die Entscheidung für Colossus: »Heutzutage geht es im Digital-Film-Bereich in erster Linie darum, riesige Datenmengen so effizient wie nur möglich bearbeiten zu können. Hier bietet Colossus große Vorteile, und da es ein offenes System ist, können wir uns damit in Zukunft noch in sehr viele Richtungen bewegen, falls wir unsere internen Arbeitsabläufe verändern oder anpassen müssen. Im Gegensatz zu einem Blackbox-System lässt sich Colossus zudem leichter in bestehende Umgebungen integrieren. Hinzu kam, dass 5D während dieses Integrationsprozesses extrem kooperativ war«.
Zusätzlich zum Colossus-System wird Eclair in das Review- und Recording-System 5D Commander investieren. Damit lässt sich 2K-Material wiedergeben und ausspielen.

Avid meldet erfolgreiche Verkäufe seines Finishing-System DS in Europa.
So haben sich im ersten Halbjahr 2002 folgende Unternehmen für die HD-Version von DS entschieden: avp, Naumann Film, Powerstation, Steiner Film, Stoiber Film, alle aus München, digital images aus Halle, Interspot und Seiter Film aus Wien, Brains & Pictures aus Tullnerbach in Österreich und apollon aus Bratislava.
Avid DS in der SD-Variante kauften: Inter TV aus Kiew, TVT aus Wroclaw, die Rheinstudios aus Köln und die SAE für ihre Ausbildungsstätten in München und Berlin.
Avid hebt die Flexibilttät der beiden Systeme hervor, die Anwendern erlaube, zunächst in das Standard-Definition-System Avid DS zu investieren und zu einem späteren Zeitpunkt auf das HD-System Avid DS HD umzusteigen.

Das Zürcher Postproduktionshaus Online Video 46 hat sich für Discreets Effektsystem Inferno HD entschieden. Zunächst soll damit ein umfangreiches Projekt für den Mystery-Park, einen Themenpark in Interlaken, umgesetzt werden.
Die Stuttgarter Timeline Studios Peter Pfanner investieren in ein Smoke-HD-Editing-System. Als wichtigstes Kriterium für seine Entscheidung nennt Peter Pfanner Qualität und Performance des Systems, die es erlaube, Material in 24P, 25P oder 2K ebenso wie auch PAL-Material ohne Einschränkungen zu bearbeiten.
Der Bayerische Rundfunk hat ein drittes Flame erworben. Der Sender nutzt das Effekt- und Compositing-System unter anderem für die Trailer-Produktion.

Quantel meldet den Verkauf eines iQ-Systems an Komo Production Services. Der amerikanische Dienstleister produziert für den US-Broadcaster Komo TV diverse TV-Formate und will iQ unter anderem für Projekte einsetzen, bei denen mit unterschiedlichen Auflösungen gearbeitet wird. Einen großen Vorteil sieht Komo Production Services darin, dass dank des iQ-System die HD-Postproduktion erschwinglich und damit auch für die Praxis relevant werde.

Die GLS Studios München nehmen eine HD-Regie in Betrieb, in deren Zentrum Pinnacles HD-System CinéWave mit einer Speicheranbindung von einem Terabyte steht. Derzeit wird der 90minütige 24P-Film »Munich Mambo« von Ric Warmoth in der neuen HD-Regie postproduziert.

Autor
red
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