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Technik-Oscars für Digidesign und Kinoton

Für technische und wissenschaftliche Leistungen verleiht die Academy of Motion Picture Arts and Sciences (Ampas) in den USA verschiedene Preise, die unter dem Oberbegriff »Technik-Oscars« zusammengefasst werden. In diesem Jahr unter den Preisträgern: die Kinoton GmbH aus Germering bei München.

Neben den Oscars für gestalterische und künstlerische Leistungen verleiht die Academy of Motion Picture Arts and Sciences (Ampas) in den USA in jedem Jahr auch verschiedene technisch-wissenschaftliche Auszeichnungen. Sie können gemäß den Statuten der Ampas für Geräte, Methoden, Formeln, Entdeckungen und Erfindungen verliehen werden, die »einen besonderen, außerordentlichen Wert für die Kunst und Wissenschaft des Films haben« und auch tatsächlich eingesetzt werden.

Dabei gibt es drei Klassen: Den »Academy Award of Merit« der mit einer Oscar-Statuette verbunden ist. Den »Scientific and Engineering Award«, der als vergoldete Plakette mit kleiner, integrierter Oscar-Statuette ausgeführt ist. Zudem werden »Technical Achievement Awards« in Form einer Urkunde verliehen. Alle technischen Auszeichnungen werden üblicherweise an Personen und nicht an Unternehmen vergeben, die Verleihung erfolgt im Rahmen einer separaten Veranstaltung in den USA, im Jahr 2004 war das am 14. Februar im Rahmen eines feierlichen Gala-Diners im Ritz Carlton Huntington Hotel in Pasadena.

Der »Award of Merit« wurde in diesem Jahr zwei Mal vergeben: Die Avid-Tochter Digidesign erhielt ihn für Design, Entwicklung und Realisierung der Audio-Workstation ProTools. Bill Tondreau von Kuper Controls wurde für Entwicklungen im Bereich Motion Control augezeichnet.

Unter den Trägern des »Scientific and Engineering Awards«, denen eine Plakette überreicht wurde, findet sich ein aus deutscher Sicht besonders erfreulicher Preisträger: Kinoton wurde für Entwicklung und Bau des Studioprojektors FP 30/38 EC II ausgezeichnet.

Weitere diesjährige Preisträger in dieser Kategorie sind: Kenneth L. Tingler, Charles C. Anderson, Diane E. Kestner und Brian A. Schell von Kodak für entwicklungsbadresistente Antistatik-Filmbeschichtung. Christopher Alfred, Andrew Cannon, Michael C. Carlos, Mark Crabtree, Chuck Grindstaff und John Melanson für Digital-Audio-Entwicklungen bei AMS AudioFile, Waveframe und Fairlight. Stephen Regelous für das Animationssystem »Massive«, das in den Schlachtsequenzen von »Der Herr der Ringe« eingesetzt wurde.

»Technical Achievement Awards« in Form einer Urkunde erhalten: Kish Sadhvani, Paul Duclos und Carl Pernicone für das Suchersystem Ultimate Director“s Finder. Henrik Wann Jensen, Stephen R. Marschner und Pat Hanrahan für die Entwicklung eines mathematischen Modells für das Lichtstreuverhalten in computer-generierten, teildurchlässigen Materialien. Christophe Hery, Ken McGaugh und Joe Letteri für die Umsetzung solcher Modelle um realistische Hautoberflächen bei computer-generierten Figuren zu erzeugen.

Autor: red

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