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HD+ ab 2013 auch in kleinen Kabelnetzen

Auch Kunden kleiner und mittlerer Kabelnetzbetreiber können ab Januar 2013 auf das HD+-Angebot zugreifen, das bisher ausschließlich via Astra-Satellit empfangbar war. Möglich wird das durch eine Vereinbarung, die zwischen der HD Plus GmbH und dem Fachverband Rundfunk- und Breitbandkommunikation (FRK) geschlossen wurde.

Neben den großen Kabelnetzbetreibern wie Kabel Deutschland und Unitymedia Kabel BW gibt es in Deutschland etliche kleinere, meist regionale Kabelnetzbetreiber. Die großen Betreiber bieten für einen monatlichen Aufpreis schon seit längerem auch »HD-Pakete« an — und haben entsprechende Verträge mit den Programmanbietern. Durch die Vereinbarung zwischen der HD Plus GmbH und der FRK können nun auch die unabhängigen Kabelbetreiber auf ein Angebot an privaten HD-Sendern zugreifen.

Demnach besteht ab 2013 für Kabelbetreiber, die Mitglied im FRK sind, die Möglichkeit, das komplette HD+-Angebot in ihre Netze einzuspeisen. Für den Empfang von HD+ via Kabel ist, wie auch beim Satellitenempfang, ein entsprechendes CI Plus-Modul notwendig. Ebenfalls ist darauf zu achten, dass der HD-Kabel-Receiver über einen entsprechenden CI-Plus-Slot verfügt, in den das Modul gesteckt werden kann. Der Preis eines CI-Plus-Moduls liegt bei rund 80 Euro und beinhaltet ein Jahresabo für den Empfang aller HD+-Sender. Nach dem Ablauf eines Jahres beträgt der Jahrespreis für den Empfang von HD+ dann 50 Euro. Für Kabelkunden gelten somit die gleichen Konditionen wie für HD+-Satellitenhaushalte. Interessenten können sich bei ihrem Kabelnetzbetreiber informieren, ob HD+ ab Januar 2013 auch für sie verfügbar ist.

Vorteilhaft ist laut Wilfried Urner, Vorstitzender der Geschäftsführung der HD Plus GmbH, die einfache Nutzung des neuen Angebots: »Über Satellit werden in Deutschland ohnehin viele kleinere Kabelnetze versorgt. Kabelnetzbetreiber, die bislang noch keine eigenen Abmachungen für die Verbreitung von HD-Sendern haben, können ihren Kunden HD+ durch die Vereinbarung mit dem FRK unkompliziert zur Verfügung stellen.«

Laut Heinz-Peter Labonte, Vorsitzender des FRK, werde die Vereinbarung zur HD+-Einspeisung als wichtiger Schritt betrachtet, um die Wettbewerbsfähigkeit der unabhängigen mittelständischen Kabelnetzbetreiber (uKNB) gegenüber anderen Infrastrukturbetreibern zu stärken.

Bisher ist HD+ nur über die Astra-Satelliten zu empfangen und dort auch alternativlos: Möchte man per Astra die HD-Programme der deutschen Privatsender nutzen, kommt man nicht um die kostenpflichtige HD+-Karte herum. Das HD+-Angebot umfasst derzeit 15 Privatsender wie beispielsweise RTL HD, ProSieben HD, Sat.1 HD, N24 HD oder auch Sport1 HD.

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Autor: red

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