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Kairos: Live-Produktionsplattform von Panasonic

Kairos ist ein neues, IP-basiertes, live-fähiges Mischersystem von Panasonic. Guilhem Krier stellt es im Video vor und beschreibt die Möglichkeiten, die es eröffnet.
Kairos

Kairos ist eine IP/IT-Plattform von Panasonic.

Bei der IBC2019 hatte Panasonic eine neue IP/IT-Plattform präsentiert, aber noch keinen Namen dafür genannt. Nun hat das Ganze auch einen Titel: Kairos.

Kairos, Logo

Netzwerkbasierte Produktionsmittel sollen Kairos effizient und flexibel machen.

Das erste Gerät dieser Plattform ist ein 1-HE-Modul, ein sehr schneller IP-Core.

Kairos, Core

Cores, die innerhalb einer Netzwerkarchitektur verbunden sind, sollen frei zugewiesen und gesteuert werden.

Er ist das Herzstück auf der Hardware-Seite von Kairos. Der Core übernimmt die gesamte Videoverarbeitung. Er soll zentrale Aufgaben im Broadcast-IP-Bereich erledigen und das auf Basis von GPUs umsetzen. Als Interface-Stichworte erwähnte Panasonic  12G-SDI, ST-2110 und NDI.


Guilhem Krier stellt Kairos vor.
Kairos, Netzwerk

Partner aus verschiedenen Bereichen hat Panasonic in der Kairos-Allianz organisiert.

Kairos ist vollständig IP-basiert. Innerhalb der neuen IP-Plattform soll der Core also so etwas wie ein zentraler Prozessor sein, der die Verbindung zwischen IP- und Baseband-Video herstellt. Je nach Größe der Installation können viele Cores kaskadiert werden. Damit vernetzt sind dann Studiokameras, PTZ-Kameras, Robotik-Systeme, das 8K-ROI-System (Info), Auto-Tracking, Slomo, Virtual Sets, Postproduction-Systeme und Projektoren/Displays.

Panasonic hat sich mit Partnern aus verschiedenen Bereichen in der Kairos Alliance zusammengeschlossen. So hat Panasonic KST Moschkau als Partner dieser Allianz ausgewählt.

Kairos, Creator

GUI- und Steuer-Software: Creator.

Eine wesentliche Bedeutung kommt natürlich der Software-Komponente zu: Kairos Creator, das ist eine GUI-Software zur Einrichtung und software-basierten Systemsteuerung.

Kairos, Panel

Bedienpanel: Control.

Optional kann auch Kairos Control verwendet werden, ein 2-M/E-Mischerbedienpanel.

IBC2019, Kairos

Am IBC2019-Stand wurde das System schon demonstriert, hieß damals aber noch nicht Kairos.

Eine Besonderheit der IP-Plattform von Panasonic soll es laut Hersteller sein, dass das gesamte System stets unkomprimiertes Video verarbeiten kann und nur 1-Frame Delay verursacht. Damit will Panasonic Latenz und Delay, im IP-Bereich große Themen, grundlegend lösen und volle, echte Live-Fähigkeit erreichen.

Weitere Infos

Als natives IP-/ST2110-System unterstützt Kairos den Wechsel zu Live-IP-Workflows und eliminiert spezifische Hardware-Beschränkungen.

»Kairos kommt gerade rechtzeitig für den Wandel in der Content-Creation-Branche hin zu Live-IP-Workflows. Broadcaster und Event-Anbieter suchen nach Möglichkeiten, ihre Produktionen und Facilities zukunftssicher zu gestalten«, sagt Guilhem Krier, Leiter der Abteilung New Business & Market Development bei Panasonic für die Geschäftsbereiche MEBD & DSC. »Angesichts eines ständig wachsenden Bestands an Tools und Hardware benötigen Produzenten eine umfassende Lösung für verschiedene Anwendungen, um sich von den Einschränkungen herkömmlicher Hardware zu lösen. Als IT/IP-Plattform, die auf einer offenen Software-Architektur basiert, virtualisiert Kairos die verschiedenen Elemente von Broadcast-Abläufen und macht sie flexibel, dynamisch und leistungsfähig.«

Die neue Plattform bietet kreativen und operativen Freiraum für die effiziente Produktion ausdrucksstarker Live-Videos, so Panasonic. Da die Plattform statt »One-to-One«-Video-I/Os standardisierte IP-Konnektivität nutzt, unterstützt sie Baseband- und IP-Signale in jeder beliebigen Kombination. Darüber hinaus bietet sie auch die unkomprimierte Verarbeitung von SDI, ST 2110 sowie NDI-Streams in jeder Auflösung wie HD und UHD und in jedem Format — ob 16:9 oder nicht-traditionelle Formate, wie 32:9.

Das System bietet laut Panasonic eine vollständig anpassbare, selbsterklärende grafische Benutzeroberfläche, über die Anwender einfach eine unbegrenzte Anzahl von Ebenen und Effekten verwalten können. Die intuitive Live-Compositing-Oberfläche im »Photoshop-Stil« setzt dabei neue Standards hinsichtlich Benutzerfreundlichkeit und Anpassbarkeit. Da der Video-Mix auf GUI-Basis erfolgt, ist die Anzahl der M/Es oder Tasten nicht wie bei einem traditionellen Switcher begrenzt. Vielmehr werden Tasten, Effekte und Skalierung innerhalb jeder Szene ohne Einschränkung festgelegt, und die Gesamtzahl der Videoebenen ist lediglich von der GPU-Kapazität abhängig.

Das Herzstück von Kairos ist der Kairos Core, ein Mainframe, der die gesamte Videoverarbeitung übernimmt. Der Mainframe von Version 1 verwaltet den Video-I/O über eine Deltacast-Gateway-Karte und/oder eine Mellanox 100 GbE NIC-Verbindung (Network Interface Card) zu COTS-IP-Geräten und SDI- und HDMI-Gateways. Die Steuerung erfolgt über Geräte, die über ein separates Gbit-Ethernet betrieben werden, einschließlich Kairos Creator, eine GUI-Software zur Einrichtung und Software-basierten Systemsteuerung, und Kairos Control, das hochwertige 2-M/E-Hardware-Bedienfeld von Panasonic.

Wo immer ein Operator, Ingenieur oder technischer Leiter benötigt wird, kann das Netzwerk um weitere Creator- oder Control-Sites ergänzt werden. Durch zusätzliche Netzwerk-Hardware und eine I/O-Erweiterungs-Lizenz lässt sich auch die Anzahl der Quellen und Bildschirme erhöhen. Weitere Kompatibilitäts- und Funktionsmerkmale sind über zusätzliche Lizenzschlüssel verfügbar, und durch das Hinzufügen eines weiteren Mainframe lässt sich die Plattform an die Anforderungen der meisten Organisationen anpassen.

Kairos soll ab dem dritten Quartal 2020 lieferbar sein, so Panasonic. Die Mindestkonfiguration wird etwa 30.000 Euro kosten.


Panasonic-Firmenvideo über Kairos, veröffentlicht im Januar 2020.

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