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IBC2010: Entwicklungen und Erweiterungen bei DVS

DVS hat seine Produktpalette im Funktionsumfang erweitert. So ist nun beispielsweise eine Integration der Atomix-Videoboards in Final Cut Pro möglich.

Für Atomix und Atomix LT Videoboards wird die Final Cut-Unterstützung durch das Quicktime-SDK von Apple möglich. Dieses ist nun zusätzlich zum DVS Software Development Kit für die Atomix-Boards verfügbar. Neben der Final Cut-Software können so in Zukunft auch weitere Quicktime-basierte Anwendungen auf die Funktionen der Atomix-Hardware zugreifen. Die Kombination aus Final Cut und Atomix-Karte bietet zum Beispiel die Möglichkeit zur Ein- und Ausgabe verschiedenster komprimierter und unkomprimierter Formate. Laut DVS kann die Echtzeit-Aufnahme in bis zu 2K, die Echtzeit-Wiedergabe in bis zu 4K erfolgen. Über die in den Atomix-Boards integrierten RS-422-Schnittstellen lässt sich zudem externes Videoequipment ansteuern.

Bei DVS betont man die flexiblen Anwendungsbereiche der Atomix-Hardware: »Die DVS-Hardware ergänzt mit ihren umfangreichen Features viele externe Applikationen und erleichtert damit den Anwendern ihre Arbeit«, gibt Jürgen Heger von DVS zu Protokoll.

Die Atomix-Videoboards sind als PCIe-Erweiterungskarten ausgeführt. Die Atomix LT Hardware wurde dabei für HDTV-Broadcast und Postproduktionsanwendungen bis zu 2K ausgelegt. Die leistungsstärkere, als Atomix bezeichnete Karte beherrscht die Ausgabe von unkomprimiertem Material in einer Auflösung von bis zu 4K und wurde für High-End-Postproduktionsanwendungen entwickelt. Beide Karten verfügen über zwei Videokanäle, die unabhängig voneinander genutzt werden können und die 3D-Stereo-Darstellung bis 2K beherrschen. Durch einen integrierten Up/Downscaler bieten die Karten zudem die Option, Videomaterial verschiedener Bildformate ohne vorheriges Rendering zu bearbeiten. Durch integrierte 1D-LUTs wird Farbmanagement und Grading ohne zusätzliche CPU-Belastung ermöglicht. Das Atomix-Board bietet zusätzlich 3D-LUTs, auf die das angeschlossene System zurückgreifen kann.

Weiter stellt DVS mit Spycerbox Flex eine weiterentwickelte Version seiner Speicherlösung für Broadcaster und Postproduktionshäuser. Spycerbox Flex verfügt über eine Kapazität von 28,8 TB. Das System verwendet 48 Festplatten in 2,5-Zoll SAS-Bauweise (Serial Attached SCSI). Durch die Integration der 6 Gigabit SAS-Technologie auf allen Hardware-Ebenen ist laut DVS trotz höchster Rackdichte ein sehr gute Leistung möglich. Die als zentraler Media Hub konzipierte Speicherlösung ist in einer SAN– oder NAS-Umgebung einsetzbar. Mehrere Einheiten der Spycerbox Flex können zu einer Cluster-Lösung ausgebaut werden.

Für seine DI-Workstation Clipster stellt DVS neben einem erweiterten Apple Pro Res 422-Support auch neue Echtzeit-Workflows für 3D-Material vor. Zum Beispiel soll es per 3D-Depth-Grading möglich sein, die Tiefenwirkung einer 3D-Szenerie individuell und nuanciert anzupassen. Der 3D-Effekt kann so für die unterschiedlichen Leinwandgrößen optimiert werden. Im 3D-Bereich kann Clipster zudem 3D DCPs (Digital Cinema Packages) erstellen, 3D-Subtitling steht bis zu 4K zur Verfügung. Darüber hinaus demonstriert DVS auf der Messe ein Clipster-Toolset, das Logging und Linking von digitalem RAW-Material vereinfachen soll. Die RAW-Daten der unterschiedlichsten Kameramodelle können demnach in derselben Timeline zusammengefügt werden.

Auch der mehrkanalige Videoserver Venice wurde weiterentwickelt und um die Channel-Grouping-Funktion erweitert, wodurch das parallele Aufzeichnen von stereoskopischem Material oder das frame-genaue und synchrone Ausspielen von bis zu vier Videoströmen möglich wird. Über den Multi-Device-Mode lassen sich mehrere Venice-Systeme zusammenschalten. Außerdem stehen dynamische Playlisten und hardware-basiertes Echtzeit-Scaling von Videomaterial zur Verfügung: Während des Playouts wandelt Venice das Material in das passende Raster und das benötigte Format . Eine Simulcast-Funktion ermöglicht zudem das gleichzeitige Ausspielen von HD- und SD-Material.

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Autor: red

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