Messe: 10.04.2015

NAB2015: So berichtet film-tv-video.de aus Las Vegas

Mit täglichen News berichtet film-tv-video.de in Wort und Bild auch von der diesjährigen NABShow in Las Vegas. Für film-tv-video.de ist das mittlerweile die 15. NAB, aber in jedem Jahr ändern sich das eingesetzte Equipment und der Workflow in einigen Aspekten. Der folgende Artikel gibt einen kurzen, aktuellen Einblick in die Abläufe und die genutzte Hard- und Software.

Ein dreiköpfiges Team ist während der NAB2015 für film-tv-video.de im Rahmen der Messe unterwegs, um Infos und Bilder bei Pressekonferenzen und an den Messeständen zu sammeln. Die Videos, Fotos und Infos müssen dann aufbereitet und über das Content-Management-System Typo3 in die Website film-tv-video.de eingepflegt werden. An diesem Grundprinzip hat sich gegenüber früheren Jahren nichts verändert — nur die Werkzeuge und Abläufe unterliegen einem ständigen Wandel.

Was ist neu?

Das Layout von film-tv-video.de ändert sich für den Zeitraum der Messeberichterstattung, um den Lesern schnelleren Zugang und bessere Übersicht zu bieten und auch — das soll keineswegs verschwiegen werden — um den Sponsoren der Messeberichterstattung höhere Sichtbarkeit zu bieten. Ohne die Sponsoren wäre die Berichterstattung in dem von film-tv-video.de getriebenen Umfang nicht finanzierbar.

Erstmals in diesem Jahr wird es zudem eine Bildgalerie auf der Startseite geben, wo Sie die aktuell von der Redaktion hochgeladenen Fotos von der Messe sehen können — für einen ersten, schnellen visuellen Eindruck von der Messe.

Equipment

Wir werden mit dem C100 von Canon die längeren, aufwändigeren Videobeiträge drehen und diese mit Premiere als Schnitt-Software auf einem MacBook Pro schneiden. Die einfachen Videos werden wir mit iPad-Minis drehen und in iMovie schneiden. Daneben nutzen wir Utensilien wie Fotoapparate und Laptops. Im folgenden finden Sie weitere Infos zu den Geräten und Workflows.

Tablet-PCs

Filmen, Fotografieren, Schreiben und Hochladen mit dem gleichen, kompakten Gerät — wenn auch mit Kompromissen — das spricht fast jeden Reporter an. Tablets eröffnen hier immer mehr Möglichkeiten: Wenn die Situation es erfordert, kann das Reporterteam damit Inhalte schneller publizieren.

Die Wahl der Redaktion fiel auf iPads in der Größe Mini, wegen des angenehmen Formfaktors und weil sich diese in die vorhandene Redaktionsinfrastruktur am einfachsten integrieren ließen — es ist halt schöner, wenn etwa der gleiche Terminplaner auf dem heimischen, dem Büro-Rechner und auf dem Mobilgerät läuft, ohne dass dafür umständliche Klimmzüge nötig wären.

Erstmals hatten wir die iPads im Rahmen der NAB2013 eingesetzt, bei den seitherigen Messen ging es darum, das Arbeiten damit zu optimieren, nun wollen wir die gewonnenen Erkenntnisse wieder in Las Vegas nutzbringend umsetzen. Die iPad-basierte Berichterstattung soll dabei ergänzend, nicht ersetzend genutzt werden: Zur Ausrüstung gehören ja auch — wie schon erwähnt — weiterhin Fotoapparate und ein Camcorder, mit denen sich qualitativ bessere Stand- und Bewegtbilder aufnehmen lassen. Im Hotelzimmer werden zum Schreiben und Online-Stellen die Laptops eingesetzt, die eine »richtige« Tastatur und ein größeres Display bieten.

Beim mobilen Arbeiten auf dem Messegelände mit den kleinen Tablets, hilft eine Bluetooth-Tastatur, die sich auch per Magnetscharnier als Deckel für das iPad nutzen lässt. Um auch in Situationen ohne W-LAN Bilder und Infos hochladen zu können, sind die iPads mit SIM-Karten bestückt, die es erlauben, auch über das Mobiltelefonnetz von AT&T online zu gehen. Dabei setzen wir Prepaid-SIM-Karten für die USA ein, die 30 Tage gelten und eine Flatrate in 4G-Geschwindigkeit bieten. Die Karten stammen vom deutschen Anbieter Simly, der auch die Aktivierung der Karten erledigt.

Mikros und LED-Leuchten ergänzen die Filmerfunktionalität der iPads auf der Hardware-Seite. Eine weitere Hardware-Ergänzung für das Filmen mit den iPads ist eine Halterung, in die sich die iPads einklicken lassen. Das von film-tv-video.de verwendete Produkt aus den USA heißt iOgrapher und glänzt weniger durch eine besonders hochwertige Ausführung, als durch einen günstigen Preis. Es handelt sich im Grunde um eine Plastikschale mit seitlichen Handgriffen und ein paar Befestigungsmöglichkeiten für Zubehör. Mit etwas Klettband und Moosgummi »gepimpt«, trägt der iOgrapher auch den im nächsten Abschnitt beschrieben Audio-Adapter iRig Pre.

iRig Pre ist ein Adapter und Vorverstärker, der es erlaubt, phantom-gespeiste -Mikros an das iPad anzuschließen und zu pegeln. Außerdem erlaubt es iRig Pre, ein externes Mikro und einen Kopfhörer gleichzeitig an das iPad anzuschließen. Leider ging bei der aktuellen Version der Filmer-App Filmic Pro, die film-tv-video.de verwendet, das Audio-Monitoring per Kopfhörer wieder verloren, das in früheren Versionen schon mal unterstützt wurde — nun muss man also wieder im »Blindflug« per eingeblendetem Pegel aussteuern.

Neben der ergänzenden Hardware und der Filmer-App kommen natürlich noch diverse andere Apps zum Einsatz, die den produktiven, effizienten Einsatz der iPads unterstützen sollen. Für schnelle und simple Fotobearbeitung nutzen wir PhotoForge2, eine App, die leider nicht mehr weiter entwickelt wird und im App-Store auch nicht mehr erhältlich ist, weil das Entwicklerteam von Instagram geschluckt wurde. Für Videoschnitt und Upload nutzt film-tv-video.de die iMovie-App. Ein paar weitere Apps dienen der reinen Audioaufzeichnung, der Textbearbeitung, der Grafikergänzung oder sie vereinfachen den Austausch von ganz unterschiedlichen Dateien zwischen iPad, Fotoapparat, Laptop und Typo3. Die NAB-App ist natürlich als Orientierungshilfe während der Messe ebenfalls installiert.

Videos werden mit den iPads in 720p25 gedreht und nach der Bearbeitung via iMovie in den Youtube-Kanal geladen — um die Upload-Geschwindigkeit im Rahmen zu halten, in reduzierter Qualität: Sie werden als Zuschauer definitiv einen klaren Qualitätsunterschied zwischen den einfacheren, schlechteren iPad-Videos und den besseren, »konventionell« produzierten Videos sehen (siehe nächster Abschnitt). Das ist der Preis für die höhere Publikationsgeschwindigkeit. Von Youtube aus werden die Videos dann bei film-tv-video.de eingebunden.

Video-Setup

Bei vorab planbaren Videos kommt überwiegend der Canon-Camcorder C100 () zum Einsatz. Der Look der Messevideos, der damit möglich ist und die vergleichsweise hohe Lichtempfindlichkeit dieses Camcorders sind die Basis dieser Entscheidung. Als Objektiv werden wir überwiegend ein Canon EF-S 17-55 F2.8 mit Bildstabilisator nutzen. Mit einer Ledzilla-Leuchte, einem Handmikro und einer Funkmikro-Strecke wird der Camcorder beim Drehen ergänzt. Der Camcorder wird überwiegend auf einem Schulter-Rig von Vocas eingesetzt.

Aufgezeichnet wird in im Raster 1.920 x 1.080 Bildpunkten mit einer Datenrate von 24 Mbps auf 32-GB-SD-Speicherkarten. Geschnitten werden die mit dem Camcorder aufgezeichneten Beiträge mit Adobe Premiere als -System auf einem Mac-Laptop.

Video-Workflow

Das Footage aus dem C100 wird von den SD-Speicherkarten aus direkt auf eine an den Laptop angeschlossene 1-TB-Firewire-Festplatte von Sony kopiert. Zudem wird das Footage parallel auf einer LaCie Rugged Disc (500 GB, USB3) als Backup gesichert.

Das Hinzufügen des Materials zum Projekt erfolgt dann über den in Premiere integrierten Media Browser. Danach kann das Material ohne Transkodierung direkt in Premiere verarbeitet werden.

Nach dem Schnitt in Premiere wird der fertig geschnittene Clip dann direkt aus der Timeline an den Adobe Media Encoder übergeben und in das Youtube-Format gewandelt. Da der Media Encoder den Clip im Hintergrund kodiert, kann während des Exports/Encodings eines Clips bereits mit dem Schnitt eines neuen Projekts begonnen werden.

Fotoapparate

Interessanterweise stoßen die Fotoapparate, die wir benutzen, bei den Messeterminen häufig auf reges Interesse, obwohl es sich eigentlich nicht um besondere Geräte handelt. Deshalb auch hierzu noch eine Info: Bei den Fotoapparaten setzen wir auf die schon bewährten Geräte Canon G1X und Fujifilm X20.

Beide Fotoapparate sind mit Speicherkarten bestückt, die auch eine WiFi-Funktion mitbringen. Fotos können damit kabellos während der Messe unmittelbar nach der Aufnahme auf die iPads übertragen, dort bearbeitet und hochgeladen werden. So beschleunigen und vereinfachen wir die Bestückung der neuen Fotogalerie auf der Startseite.

Speichermedien

Fotoapparate und Camcorder speichern auf -Speicherkarten. Als externe Speichermedien kommen LaCie Rugged Discs, eine mobile Platte von G-Technology und für das Videomaterial eine 1-TB-Platte von Sony zum Einsatz.

Outlets

Die Zentrale der Messeberichterstattung von film-tv-video.de bleibt unsere eigene Website. Von dort aus werden unsere eigene News-Reader-App, unsere Facebook-, Google+-Seite und der Twitter-Account beschickt. Alle Videos, die wir bei Youtube hochladen, werden zeitgleich in der Videoleiste auf der Messe-Startseite https://www.film-tv-video.de/messe.html angezeigt.

Sponsoren

Die Berichterstattung in diesem Umfang wäre ohne Sponsoren nicht möglich. Sie tragen durch die Buchung von Logos in den Beiträgen und durch die Bereitstellung von Equipment-Teilen dazu bei, dass die Redaktion ihre Messeberichte überhaupt in diesem Umfang produzieren kann. Wenn Sie dieses Engagement der Sponsoren genauso gut und lobenswert finden wie wir, können Sie ja das eine oder andere mal auf deren Logos klicken, oder anderweitig positives Feedback geben.

Autor
red
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